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Umfrage zur Bewerberqualifikation

Pressemitteilung 39f/2011 vom 19. Mai 2011

Mehrheit der Handwerker für beschreibende Aussagen zum Sozialverhalten statt Kopfnoten
Schulhoff: Betriebe brauchen verbindliche Aussagen über das Arbeits- und Sozialverhalten

Prof. Wolfgang Schulhoff

Nordrhein-Westfalen hat die umstrittenen Kopfnoten wieder ab­geschafft und es den Schulen frei gestellt, schriftliche Aus­sagen über das Arbeits- und Sozial­verhalten in die Zeug­nisse auf­zu­neh­men. Dies ist aus dem Handwerk kritisch kommentiert worden. Die Handwerkskammer Düsseldorf hat jetzt erstmals ausbildende Unternehmen aus ihrem Wirtschaftsbereich in repräsen­tativer Umfrage (2100 Betriebe; 501 Antworten) um ihre Sichtweise und Präferenz gebeten.

Die Antworten zeigen ein differenziertes Bild. Vor die Frage ge­stellt, was ihnen für die Beurteilung der Bewerber hilfreicher sei, antworten 36 Prozent der Betriebe, sie bevorzugten Kopfnoten. 54 Prozent der Firmeninhaber stützen sich lieber auf schriftliche Aussagen. Nur knapp 20 Prozent finden weder das eine noch das andere hilfreich.

Die politische Botschaft der Betriebe an die Landespolitik ist eindeutig: Die Form starrer Kopf­noten, wie es sie bisher gab, ist für die meisten Betriebe verzichtbar. „Aber die Unter­nehmen sind nach wie vor dringend auf Aus­sagen über das Arbeits- und Sozial­verhalten angewiesen, um sich ein Urteil über ihre Bewerber zu machen,“ betonte der Präsident der Hand­werks­kammer Düsseldorf und des Nordrhein-Westfälischen Hand­werks­tags, Prof. Wolfgang Düsseldorf, auf einer Presse­kon­fe­renz am Donnerstag in Düsseldorf. Die Ein­führung von schrift­lichen Aus­führungen auf den Zeug­nissen durch den Landes­gesetz­geber sei „aus Sicht der Betriebe durchaus hilf­reich. Aber es darf nicht allein den Schulen überlassen bleiben, ob sie diese Aus­führungen in die Zeug­nisse aufnehmen“, machte Schulhoff klar. „Nur eine für alle Schulen verbindliche Rege­lung stellt sicher, dass die Aus­bildungs­betriebe die Persön­lichkeits­reife der Lehr­stellen­suchen­den beurteilen und die Bewerber mit positiven persön­lichen Eigen­schaften auch trotz schwacher Noten in Kern­fächern punkten können.“

online seit 03. Jun 2011, aktualisiert am 02. Aug 2011

Ansprechpartner

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Alexander Konrad
Pressesprecher

Tel. 0211 8795-140
konrad@hwk-duesseldorf.deE-Mail
konrad@hwk-duesseldorf.de

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