Es gilt das gesprochene Wort.
Statement von Kreishandwerksmeister Thomas Dopheide zur Pressekonferenz am 14.01.2010 - Auftakt Image-Kampagne
Thema: „Düsseldorf ist eine Stadt des Handwerks“!
(Anrede)
Zunächst einmal: Lassen Sie es mich als erfahrenem Praktiker, der jeden Tag im Betrieb für die Mitarbeiter, gegenüber der Kundschaft und für den Berufsstand Verantwortung schultert, so ausdrücken: Es gibt kaum ein überbetriebliches Ereignis in meiner Berufskarriere, auf das ich mich ähnlich gefreut hätte wie auf diese Image-Kampagne.
Es gibt nichts Schöneres, als Anerkennung und Rückenwind durch eine zündende, Gemeinschaft stiftende Kommunikationsoffensive zu erhalten. Zumal, wenn sie – jedenfalls nach meinem Dafürhalten – so gelungen ist wie diese.
Das ist nicht nur meine persönliche Meinung.
Sondern wir sind uns im Vorstand der Kreishandwerkerschaft Düsseldorf ganz einig:
Diese Image-Kampagne inspiriert uns. Sie macht uns stolz. Das wird ganz klar „unsere“ Kampagne werden!
Sie haben hier und heute bereits einiges gehört zur grundsätzlichen Bedeutung des Handwerks. Alle Aussagen über den Beitrag des Handwerks zu Wachstum und Beschäftigung und die Ausbildungsleistung unserer Unternehmen kann ich für Düsseldorf nur bestätigen.
Ja, ich sage ausdrücklich: Düsseldorf ist eine Stadt des Handwerks.
Das mag Sie überraschen: „Stadt des Handels“, „Metropole der Mode“, „..der Medien“: diese Charakterisierungen sind fast schon Klischee. Aber bei all diesen Zueignungen wird übersehen, dass Düsseldorf nicht zuletzt durch die gute Aufstellung des Handwerkssektors in der Landeshauptstadt und in deren Nahbereich der Wachstumspol in Nordrhein-Westfalen ist.
8200 Handwerksunternehmen mit 43.300 Beschäftigten und fast 4000 Auszubildenden: Das Handwerk ist in Düsseldorf die Wirtschaftsmacht von nebenan.
Die branchenzugehörigen Unternehmen erwirtschaften alleine hier einen Jahresumsatz von 3,4 Milliarden Euro!
Darüber hinaus weist gerade das Düsseldorfer Handwerk einige Besonderheiten auf:
- Nirgendwo ist die Konzentration an Unternehmen in den besonders beschäftigungsintensiven Branchen des Baugewerbes und der Gebäudedienstleistungen höher als hier. - Gleiches gilt für das Kfz-Handwerk, die Informationstechnik, die Lebensmittelhandwerke und das Branchenfeld, das ich unter dem Begriff „Beauty“ zusammenfasse.
Machen wir’s konkret:
1. Der Branchenbereich Bauen und Wohnen, Gebäudeunterhaltung und Raumausstattung:
- Das in Düsseldorf ansässige Baugewerbe zählt alle Branchenbereiche zusammengenommen gut 1400 Firmen mit annähernd 9000 Beschäftigten. Das ist deutlich mehr als bei vergleichbar große Städten in NRW.
- Auch Anbieter gebäudenaher Dienstleistungen sind Handwerk. Das wird oft übersehen. Auch wenn sie, wie etwa die Firma Clemens Kleine, alle Marktfelder des Facility Managements abdeckt. Viele der 650 Gebäudereinigungsfirmen vor Ort haben sich zu solchen umfassenden Gebäude-Dienstleistern entwickelt. Die Düsseldorfer Firmen der Branche beschäftigen bundesweit 50.000 Menschen!
- Und mehr als 160 Raumausstatterbetriebe bedienen jeden Stil und Anspruch. Auch das, auf die Einwohnerzahl umgerechnet, ein Rekord-Wert!
2. Beispiel Mobilität
Für einen fahrbaren Untersatz gibt der Düsseldorfer 1,7 mal so viel Geld aus wie etwa der Duisburger – wovon wiederum 276 Kfz-Betriebe rund um den Fernsehturm und deren 3200 Mitarbeiter profitieren (das sind doppelt so viele Beschäftigte im Kfz-Gewerbe wie in Duisburg).
3. Beispiel Essen und Trinken
Die Düsseldorfer haben Auswahl unter 111 Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien, darunter bekannte Spitzen-Marken der Szene wie Heinemann, Hinkel, Maushagen oder Inhoven. Darüber hinaus prägen die handwerklichen Düsseldorfer Braustätten Uerige, Füchschen, Frankenheim und Schlüssel natürlich den Begriff von rheinischer Genusskultur weit über die Stadtgrenzen hinaus.
4. Beispiel Mode & Schönheit
81 Maßschneider, Kürschner und Hutmacher sowie sage und schreibe 663 Friseurunternehmen prägen den Ruf der Düsseldorfer, gut auszusehen. Die etwa gleich große Stadt Essen zählt ein Viertel Friseursalons weniger. 38 % mehr als im NRW-Durchschnitt lassen sich die Düsseldorfer ihre Schönheit kosten – alleine, was die Haarpracht angeht.
und 5. Beispiel Telekommunikation:
Das heutige Systemhaus und frühere Telefonbau-Unternehmen Telba AG ist mit seinen 550 Beschäftigten der größte Mittelständler der Branche. Weitere 78 Firmen der informationstechnischen Branche machen Düsseldorf zu einem Mekka der Vernetzung und wirtschaftsnahen IT-Dienstleistung.
Die Frage stellt sich: Wieso sind Düsseldorfer Handwerker oft führend?
Die Antwort: Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und einzigartigen Erzeugnissen und Spitzendienstleistungen ist hier besonders ausgeprägt! Und die liefert seit jeher: das Handwerk.
Meine Damen und Herren, das Düsseldorfer Handwerk hat mit der heute erlebten Mobilisierung von Handwerkerfahrzeugen für die bundesweit erste Aufkleber-Aktion mit dem Kampagnenmotiv bereits gezeigt, dass wir mehr als nur in den Startlöchern stehen, um das gesamte Düsseldorfer Handwerk und darüber hinaus die Düsseldorfer selbst für die Idee der Kampagne zu begeistern. Und die lautet: „Handwerk ist Leistung, Kundennähe und Zukunftsfähigkeit!“
Wir werden uns in den nächsten Monaten kraftvoll engagieren und einbringen. Am Sitz der Handwerkskammer werden gemeinsame Aktionen beider Häuser natürlich im Vordergrund stehen, Präsident Prof. Schulhoff hat ja bereits einige Aktivitäten skizziert, die wir gemeinsam planen:
- das Fotoshooting mit allen Handwerkern, die rund um den Kaiserswerther Markt ansässig sind,
- ein Aktionstag auf dem Rathausplatz vor den Sommerferien.
- Aber auch unsere Innungen sind schon aktiv geworden. Meine Innung, die Tischlerinnung, die Raumausstatter-Innung und die Maler- und Lackierer-Innung haben eine Serie von sogenannten „Edgar-Cards“ im Kampagnenlook für Kaffeehäuser und Kneipen in Auftrag gegeben, die Sie bald überall in den Düsseldorfer Lokalitäten sehen werden.
- Weitere Aktionen sind in Überlegung und wir stellen sie Ihnen vor, sobald sie spruchreif sind.
So viel von meiner Seite. Ich danke Ihnen.
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