Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Illegale wirtschaftliche Tätigkeiten sind eine Gefahr für die gesamte Wirtschaft. Auch für das Handwerk.

Was ist Schwarzarbeit?

Nach der Handwerksordnung arbeitet derjenige schwarz, der ein Handwerk ohne Eintragung in die Handwerksrolle als stehendes Gewerbe selbständig ausübt. Deshalb kämpft die Handwerkskammer dagegen. Sie können uns in der Wahrnehmung dieser Aufgabe unterstützen. Wenn Sie einen Verdacht haben, den Sie mit uns besprechen möchten, stehen wir zur Verfügung.

Schwarz arbeitet, wer Dienst- oder Werkleistungen erbringt, also selbständig tätig ist, aber:

  • gleichzeitig Sozialleistungen bezieht, und die Leistungsstelle nicht von seiner Tätigkeit und seinen Einkünften unterrichtet, oder
  • selbstständig arbeitet, ohne ein Gewerbe angemeldet zu haben, oder
  • ein Handwerk als stehendes Gewerbe ausübt, ohne in die Handwerksrolle eingetragen zu sein. Auch Subunternehmer und freie Mitarbeiter sind selbständige Gewerbetreibende, die gemäß §1 Abs. HwO mit dem entsprechenden Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen sein müssen.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit verfolgt Schwarzarbeit nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz teilweise als Straftat.



Das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz

Seit 2004 gilt das Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz. Danach wird gewerbsmäßige Schwarzarbeit als Straftat verfolgt. Zoll, Kriminalpolizei und Steuerfahnder ermitteln gemeinsam. Geringfügige Dienstleistungen in Privathaushalten werden als Ordnungswidrigkeit verfolgt, ebenfalls vom Zoll. Auf Druck des Handwerks gilt der Verstoß gegen die Eintragungspflicht in die Handwerksrolle auch weiterhin als Schwarzarbeit und wird mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet. Der Unternehmer ist verpflichtet, für Werklieferungen und sonstigen Leistungen an einem Grundstück auch privaten Auftraggebern innerhalb von sechs Monaten nach der Leistung eine Rechnung auszustellen, die die Auftraggeber mindestens zwei Jahre aufbewahren müssen.

Mehr Infos

 www.zoll.de/DE/Privatpersonen    
Rechnungen richtig stellen



Illegale Beschäftigung

Die illegale Beschäftigung von Ausländer/innen aus Nicht-EU-Ländern wird von der Schwarzarbeit unterschieden. Hier nimmt das Gesetz vor allem die Arbeitgeber in die Verantwortung. Mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro rechnen muss, wer

  • ausländische Arbeitnehmer ohne Arbeitsgenehmigung beschäftigt,
  • mit falschen Angaben eine Arbeitsgenehmigung für ausländische Arbeitnehmer erschleicht,
  • als Auftraggeber einen Subunternehmer beschäftigt, von dem er weiß, dass er Ausländer ohne Arbeitsgenehmigung beschäftigt,

Den ausländischen Arbeitnehmer/innen ohne Arbeitsgenehmigung droht eine Geldbuße bis 5.000 Euro und die Ausweisung. Wer ohne Aufenthaltsgenehmigung arbeitet, kann eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bekommen.

Ass. Claudia Toeller

Abteilungsleiterin

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Tel. 0211 8795-520
Fax 0211 8795-95520
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