Weiterbildung im Handwerk
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Begabtenförderung Berufliche Bildung

Wer die Lehre besonders gut abschließt, kann sich jeweils bis zum 15. Februar und 15. August um ein Weiterbildungs-Stipendium bewerben. Gefördert werden auch Meisterschulkurse.

Begabte junge Menschen gibt es nicht nur an Hochschulen. Dort werden sie bereits seit langem finanziell gefördert. Es gibt sie auch in Betrieben. Besondere Befähigung zeigt sich in der Berufspraxis zwar anders als bei wissenschaftlicher Arbeit, sie verdient aber ebenso Anerkennung und Förderung. Das Programm "Begabtenförderung Berufliche Bildung" der Bundesregierung fördert begabte junge Fachkräfte in ihrer Weiterbildung.

Wer kann gefördert werden?

Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung kommen für eine Förderung in Frage,

  • wenn sie ihre Berufsabschlussprüfung mit besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder 87 Punkte) bestanden haben
  • oder besonders erfolgreich an einem überregionalen beruflichen Leistungswettbewerb teilgenommen haben
  • oder von einem Betrieb oder der Berufsschule begründet vorgeschlagen werden
  • und bei der Aufnahme in das Förderprogramm jünger als 25 Jahre sind.

Bewerbungsfristen sind jeweils der 15. Februar und der 15. August.

Was wird gefördert?

  • die Vorbereitung auf Prüfungen, z. B. Lehrgänge der Meisterschule zur Vorbereitung auf Meister- und spezifische Fortbildungsprüfungen, und die Prüfungen,
  • fachbezogene Maßnahmen zum Erwerb beruflicher Qualifikationen,
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung oder Berufstätigkeit des Stipendiaten fachlich aufbauen, unter der Voraussetzung eines Beschäftigungsnachweises mit einer Wochenarbeitszeit von 15 Std.

Wie hoch und wie lange wird gefördert?

Die Fördersumme beträgt maximal 8.100 Euro. Es können Zuschüsse von jährlich bis zu 2.700 Euro für die Finanzierung anspruchsvoller Weiterbildung gezahlt werden. Die Stipendiaten tragen einen Eigenanteil von 10 % pro Maßnahme. Die maximale Förderdauer liegt bei drei Jahren.

Ergänzend werden auch folgende Kosten gefördert:

Kosten im Rahmen von Prüfungen

Prüfungsgebühren, Materialkosten für die Prüfung, Fahrten zur Prüfung sowie durch die Prüfung notwendig gewordene Übernachtungen werden gefördert, sofern die Kosten nicht bereits über das Aufstiegs-BAföG bezuschusst wurden. Eine Förderung über das Weiterbildungsstipendium ist sonst nur möglich, wenn ein entsprechend geänderter Auftiegs-BAföG-Bescheid vorab eingereicht wird.

IT-Bonus

Stipendiaten können in ihrem ersten Förderjahr zusammen mit einer Weiterbildung einen Zuschuss zum Erwerb eines Computers in Höhe von 250 € beantragen. Der IT-Bonus wird nur für Geräte gewährt, die im ersten Förderjahr vor oder während der beantragten Weiterbildung angeschafft wurden. Vor Aufnahme ins Förderprogramm oder nach Abschluss der Weiterbildung gekaufte Geräte sind daher nicht zuschussfähig. Es ist nicht erforderlich, dass bei der beantragten Weiterbildung ein Computer als notwendiges Arbeitsmittel aufgeführt ist.

Der IT-Bonus wird nur für Computer mit den üblichen Office- und Textverarbeitungs-Programmen gezahlt. Die Geräte müssen mindestens über eine Bildschirmdiagonale von 12″ verfügen. Förderfähig sind daher DeskTop-PCs, Notebooks, Convertibles und Tablets, sofern sie über eine Tastatur (nicht Bildschirmtastatur) verfügen. Nicht förderfähig sind dagegen Peripheriegeräte und PC-Zubehör wie Drucker, Monitore (z. B. als Nachkauf), Smartphones, externe Festplatten o. ä.