Meisterfeier 2019 Jahresbestmeister auf der Bühne
HWK Düsseldorf/Wilfried Meyer

70. Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf

Pressemitteilung Nr. 24 vom 12.5.2019

Ministerpräsident Armin Laschet: "Auch Meistergründer sind Start-ups"

"Sie sind als Meister und Gründer bedeutende Innovatoren und Leistungsträger in unserem Land!" würdigte Armin Laschet die Absolventen der Meisterschulen an Rhein, Ruhr und Wupper. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen sprach am Sonntag auf der 70. Zentralen Meisterfeier der Handwerkskammer Düsseldorf. "Auch ein Meister, der einen Malerbetrieb eröffnet, gründet ein Start-up", so Laschet, der in seinem Festvortrag vor 2.500 Gästen auch auf die Schaffung besserer Rahmenbedingungen für Handwerk und Mittelstand einging: „Das Handwerk ist und bleibt eine der wichtigsten Stützen unserer Wirtschaft, es ist die 'Wirtschaft von nebenan'. Wir bauen unnötige bürokratische Hürden für die Unternehmen ab." An die Adresse der Bundesregierung richtete Laschet die bildungspolitische Forderung, "in allen Handwerken, bei denen es fachlich geboten und europarechtlich möglich ist, den verpflichtenden Meisterbrief wiedereinzuführen."

Präsident Andreas Ehlert würdigt die 846 Jungmeisterinnen und -meister als Leistungselite der deutschen Wirtschaft

"Sie haben bewiesen, dass Sie etwas können und dass Sie etwas wollen und durch Ihre Ausbildung alle Fähigkeiten erworben, um Ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen und bleibende Werte zu schaffen", zollte auch der Präsident der HWK, Andreas Ehlert den 846 Jungmeisterinnen und Jungmeister des Prüfungsjahrgangs 2018 Lob und Respekt. "Jeder einzelne hat mit dem Meisterbrief die schönste Form des Eigentums erworben, die man sich nur vorstellen kann: Bildung! - Bleiben Sie hungrig, bleiben Sie tollkühn!", motivierte Ehlert die neue Führungsgeneration, die frisch erworbene Spitzenqualifikation zur Übernahme von Verantwortung an der Spitze eines Unternehmens und in der Gesellschaft zu verwerten.

Ehlert nutzte seinerseits die Gelegenheit, dem Regierungschef "greifbare Fortschritte" zu attestieren, "die das Land derzeit in der Modernisierung und Ausbau seiner Infrastrukturen macht: im Straßen- und Wohnungsbau, bei der Umsetzung der zwischen Parlament und Land verabredeten Ziele der Enquetekommission zur Stärkung des Handwerks, und nicht zuletzt in der Bildung: bei der Gleichstellung von beruflichem und akademischem Qualifizierungsweg durch Investitionen in Schulen und Lehrer und in ein landesweites Azubi-Ticket." Es bleibe allerdings "noch viel zu tun." - Es sei "niemandem damit gedient, dass das wir Tausende von manchmal fragwürdigen Studiengängen für lau anbieten und dass andererseits Tausend von Fachkräften in der Wirtschaft fehlen", mahnte Ehlert einen bildungspolitischen Prioritätenwechsel auch auf Bundesebene an.

Der Handwerkspräsident kritisierte die Bundesregierung außerdem für eine wachsende Abgabenbelastung des Mittelstands und der Fachkräfte. Berlin gehe "sorglos mit den Risiken der sozialen Sicherungssysteme um. Bei der Grundsteuer wird sogar gerade ein neues Bürokratiemonster erschaffen", so der Spitzenrepräsentant des Handwerks, der auch die Dachorganisation Handwerk.NRW führt.

Auch die Kommunen forderte Ehlert zu einer "nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik der Vielfalt und kurzen Wege" auf. "Uns ist wichtig, dass Handwerk bei der dynamischen Entwicklung unserer Städte nicht an den Rand gedrängt wird. Der Bäcker, der Installateur, die Radwerkstatt und das Sanitätshaus um die Ecke machen den Charme und die Lebensqualität unserer Städte aus", so Ehlert wörtlich. Zuvor hatte auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel die Meisterabsolventen beglückwünscht.

Meisterfeier ganz im Zeichen der Europawahl

Die Handwerkskammer Düsseldorf nutzte das Forum der größten Saalveranstaltung des Handwerks im Übrigen für einen flammenden Appell an die Anwesenden, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. "Wir brauchen Europa auch in Zukunft als einen Raum der Vielfalt und des Wettbewerbs. Es ist ein großer Schatz, dass jedes Land zum Beispiel sein Bildungswesen nach eigenen Traditionen und eigenen Werten gestalten kann. In der Tradition unseres Landes lernen Junge Menschen ihren Beruf im Betrieb, im Wettbewerb. Es ist deshalb gut und richtig, dass wir in Deutschland derzeit in eigener Verantwortung darüber diskutieren, wie wir die Meisterqualifikation stärken können. Die ganze Welt beneidet uns um unser Meistersystem und schaut sich das an. Darauf können wir stolz sein. Dieser Geist der Vielfalt, des Wettbewerbs, der unterschiedlichen Traditionen, das ist genau der Geist, der Europa als Wirtschaftsraum und als kulturellen Raum so wertvoll macht. Für dieses Europa müssen wir uns gemeinsam einsetzen!", begründete Ehlert den Vorstoß. Zahlreiche weitere Handwerkerinnen und Handwerker unterstützten den Wahlaufruf in einer den Festakt flankierenden Ausstellung in Bildportraits und persönlichen Zitaten.

Französische Partnerkammern zu Gast

Zum Höhepunkt und Abschluss des Festaktes erhielten die 18 prüfungsstärksten Absolventen ihre Meisterurkunden auf offener Bühne - unter donnerndem Applaus aus den prominent besetzten Ehrengastreihen, darunter zahlreiche Abgeordnete und die Präsidenten der Düsseldorfer Partnerkammern Tours, Blois und Chartres, Gerard Bobier, Stephane Buret und Michel Cibois, die ebenfalls zu Ehren des rheinischen Meisternachwuchses, aber auch zur Feier der vor gut 50 Jahren geknüpften Kammer-Partnerschaft in die Landeshauptstadt gekommen waren.



Bilder von der Meisterfeier 2019

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Meisterfeier 2019 Jahresbestmeister auf der Bühne
Meisterfeier 2019 der Hwk Düsseldorf mit Ministerpräsident Armin Laschet.
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Meisterfeier 2019 der Handwerkskammer Düsseldorf
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Alexander Konrad, Pressesprecher Handwerkskammer Düsseldorf

Alexander Konrad

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