Haare färben beim Friseur
Viacheslav Nikolaienko/123rf.com

Corona: Das gilt für Friseure, Kosmetiker & Fußpfleger

Friseurdienstleistungen, nicht-medizinische Fußpflege und körpernahe Dienstleistungen sind wieder erlaubt.

Corona-Hotline

Wir sind für Sie da: 0211  8795 555 oder betriebsberatung@hwk-duesseldorf.de



1. April 2021:

Duisburg verschärft die Corona-Regelungen

Seit Dienstag, 6. April 2021 ist in Duisburg auch bei Friseurdienstleistungen und nichtmedizinischer Fußpflege ein bestätigter negativer Schnell- oder Selbsttest erforderlich. Das Testergebnis darf bei Inanspruchnahme der Dienstleistung nicht älter als 24 Stunden sein. Die Testbestätigung ist bei der Inanspruchnahme mitzuführen.

Es ist damit zu rechnen, dass andere Kreise und kreisfreie Städte ebenfalls die Maßnahmen verschärfen werden. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer jeweiligen Kreis- oder Stadtverwaltung.



26. März 2021

Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere Friseurleistungen, Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Fußpflege, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen), sind unter strikter Beachtung der §§ 2 bis 4a zulässig

ABER..

Land NRW ordnet Corona-Notbremse an

 Übersicht der Kommunen mit Corona-Notbremse (Allgmeinverfügung Stand 11.04.21 - Webseite MAGS)

Liegt in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner (7-Tages-Inzidenz) nach den täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit an drei Tagen hintereinander über dem Wert von 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag, frühestens aber am Tag nach der Bekanntmachung der Feststellung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gemäß Satz 2, die folgenden Einschränkungen gegenüber den vorstehenden Regelungen in Kraft:

Abweichend von § 12 Absatz 1 ist der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen oder Dienstleistungen verbundenen Waren in Einrichtungen des Handwerks und des Dienstleistungsgewerbes unzulässig; ausgenommen ist der Verkauf von Zubehör.

Abweichend von § 12 Absatz 2 ist die Erbringung von Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, untersagt (Ausgenommen sind: Medizinisch notwendige Leistungen, Friseurdienstleistungen und Leistungen der nichtmedizinischen Fußpflege).

Ausnahme:
Die betroffenen Kommunen gewähren durch Allgemeinverfügung (mit dem MAGS NRW abgestimmt) eine Öffnung der Dienstleistungen, sofern ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest vor der Leistungserbringung erstellt wird (also alle Kosmetiker mit Ausnahme der medizinischen Fußpflege). Bei den Tests muss es sich um ein in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenes Testverfahren handeln. Das negative Ergebnis muss von einer der in der Corona-Test-und-Quarantäneverordnung vorgesehenen Teststelle schriftlich oder digital bestätigt werden. Die Testbestätigung ist bei der Inanspruchnahme des Angebotes zusammen mit einem amtlichen Ausweisdokument mitzuführen und den verantwortlichen Personen vorzulegen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales stellt für die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte das Vorliegen der Voraussetzungen nach Satz 1 sowie den Tag fest, an dem die Einschränkungen nach Satz 1 in Kraft treten, und macht diese Feststellung bekannt. Die Feststellung wird aufgehoben, wenn die 7-Tages-Inzidenz in dem betroffenen Kreis oder der kreisfreien Stadt nach den täglichen Veröffentlichungen des Landeszentrums Gesundheit an sieben (neu!) Tagen hintereinander wieder unter dem Wert von 100 liegt; am Tag nach der Bekanntgabe der Aufhebung der Feststellung durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales treten die Einschränkungen nach Satz 1 wieder außer Kraft.



Bis 18. April gilt (Ausnahme siehe Notbremse):

Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikbehandlung im Gesicht oder Bartrasur sind unter besonderen Auflagen/Tests wieder erlaubt – siehe Tabelle:
Anforderungen in Berufen mit körper- und gesichtsnahen Dienstleistungen

  • Kann der Kunde eine FFP2- oder medizinische Maske tragen (wie beim Haareschneiden, Augenbrauenzupfen) ist KEIN Test erforderlich.
  • Bei Tätigkeiten, bei denen der Kunde den Mund-Nase-Schutz zumindest vorübergehend ablegen muss (wie bei der Bartrasur oder bei Kosmetik im Gesicht), werden Selbsttests von Kunden und Mitarbeitenden verlangt.

Kurz gesagt:
Behandlung mit Maske = kein Test
Behandlung ohne Maske = Test erforderlich

Ein Schnelltest für körpernahe Dienstleistungen, die nur ohne Maske möglich sind, muss nach einem in der Corona-Testungsverordnung vorgesehenen Testverfahren durchgeführt sein. Das bedeutet:

  • Seit dem 1. April sind Schnelltests durch geschulte Personen erforderlich. Solche Tests erhält man nur in dafür vorgesehenen Teststellen. Diese bestätigen das Testergebnis schriftlich oder digital. Nur diese Testbestätigungen können dann anerkannt werden. Damit das Testergebnis für Kunden als „tagesaktuell“ gilt, darf es nicht älter als 24 Stunden sein, kann aber insofern vom Vortag stammen.
  • Werden Leistungen erbracht, bei denen die Kunden die Maske zumindest vorübergehend absetzen, müssen die betroffenen Beschäftigten mindestens alle zwei Tage durch einen Schnelltest belegen, dass keine Corona-Erreger nachweisbar sind. Die Schelltestergebnisse müssen von einer geeigneten Teststelle ausgestellt sein. Der Test darf maximal 48 Stunden zurückliegen. Planen Sie daher mit ein, dass betroffene Beschäftigte rechtzeitig vor Arbeitsbeginn eine Teststelle erreichen können.
  • Frei verkäufliche Selbsttests, die nicht in einer Teststelle durchgeführt werden, dürfen nicht anerkannt werden. Zu den Teststellen zählen Testzentren, Apotheken, bestimmte Arztpraxen oder andere Einrichtungen mit geschultem Testpersonal (z. B. Heime).
  • Kunden müssen vorab einen Termin vereinbaren. Spontane Besuche sind nicht erlaubt. Weisen Sie Ihre Kunden bereits bei der Terminabsprache auf die Testpflicht hin, um Verärgerungen und Terminausfällen vorzubeugen.
  • Unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands müssen Beschäftigte und Kunden mindestens eine medizinische Maske oder FFP2-Maske ohne Ausatemventil tragen.
  • Informieren Sie Ihre Kunden frühzeitig, dass diese bereits in 10 Metern Entfernung zum Eingang des Salons die geforderte medizinische Maske oder FFP2-Maske tragen.
  • Wir empfehlen geforderte Mindestfläche von 10 Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person einzuhalten. Diese Obergrenze stammt nicht aus der Coronaschutzverordnung, sondern aus der Arbeitsschutzverordnung und wurde im branchenspezifischen BGW-Arbeitsschutzstandard konkretisiert (Siehe auch FAQs Arbeitsschutzmaßnahmen).
  • Sofern dies im Einzelfall zu Problemen führt, können Sie sich zusätzlich an der  Handreichung zum Infektions- und Arbeitsschutz bei körpernahen Dienstleistungen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) orientieren. Bei unvermeidbaren Abweichungen von der 10 qm-Regel empfehlen wir, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen (z. B. Lüftungsmaßnahmen).
  • Treffen Sie frühzeitig organisatorische Maßnahmen, um den Personenkontakt so gering wie möglich zu halten. Nach wie vor ist die Arbeit im Schichtdienst empfehlenswert.
  • Führt die Anwesenheit einer oder eines Auszubildenden für den Ausbildungszweck im Behandlungsraum zu einer Überschreitung der Mindestfläche sind zusätzliche Schutzmaßnahmen zu veranlassen, wie das Tragen von FFP2-Masken ohne Ausatemventil.
  • Informieren Sie sich regelmäßig über kommunale Lockerungen oder Verschärfungen

Der Verkauf von sonstigen nicht mit handwerklichen Leistungen oder Dienstleistungen verbundenen Waren ist nur dann zulässig, wenn:

  • die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kunden jeweils einen Kunden pro angefangene 40 Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.
  • Zutritt dürfen Kunden nur nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum und bei sichergestellter einfacher Rückverfolgbarkeit nach § 4a Absatz 1 erhalten.

 FAQs zu Arbeitsschutzmaßnahmen, z. B. Raumgröße (Webseite BGW online)

 Corona-Arbeitsschutzverordnung vom 21.1.2021 (Webseite Bundesanzeiger)
 Gültige Corona-Schutzverordnung - Fassung vom 12.03.2021 - mit markierten Änderungen

Umfassende Antworten zu Arbeitsschutzfragen finden Sie unter:
 www.bgw.online.de



Infos zu den Hilfen

 November-/Dezemberhilfe ("Außerordentliche Wirtschaftshilfe")
 Überbrückungshilfe II und Überbrückungshilfe III

Online-Sprechstunde Kosmetik spezial: Thema Strahlenschutz

Als Kosmetiker/In bieten Sie Ihren Kunden u.a. die dauerhafte Haarentfernung, Faltenglättung oder Fettreduktion an. Wenn Sie dazu Laser-, Ultraschall- oder andersartige Geräte verwenden, müssen Sie zukünftig die Inbetriebnahme dieser Geräte melden und einen Fachkundenachweis erbringen.

In unserem Broadcast "Kosmetik-Spezial " am Mittwoch, den 24. März 2021 um 18 Uhr geben wir Ihnen einen Überblick darüber, auf was Sie zukünftig achten müssen. Der Broadcast ist ausdrücklich auch für Kosmetiker/Innen interessant, die nicht genau wissen wie die Geräte einzuordnen sind und ob für diese eine Meldepflicht besteht.



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