Handwerk Team
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Das Handwerk erlebt trotz aller Dramatik große Solidarität!

Statement des Präsidenten, der Vizepräsidenten und des Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer Düsseldorf zur Corona-Krise.

Lieber Handwerksunternehmerinnen und Handwerksunternehmer,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
liebe Auszubildende ,

seit nunmehr drei Wochen hat uns die Corona-Krise im Griff. Unsicherheit und Sorgen haben in dieser Zeit kontinuierlich zugenommen. Gewohnte Arbeitsabläufe können nicht mehr umgesetzt werden; wir wissen häufig am Morgen nicht, was der Abend bringt. Das Wichtigste bei allen gravierenden Problemen, mit denen wir derzeit konfrontiert sind, ist aber, dass wir gesund bleiben (oder gesund werden!). Und das wünschen wir Ihnen und allen Menschen, die Ihnen nahestehen, von Herzen!

Natürlich machen uns die dramatischen Entwicklungen der vergangenen Tage auch aus betrieblicher Sicht größte Sorgen! Alle Handwerksberufe sind von dieser Krise betroffen. Am schwersten haben es unsere Handwerkerinnen und Handwerker erwischt, die in Ladenlokalen oder am Menschen arbeiten. Seit Montag, den 23. März 2020 geht da nichts mehr. Aber auch unsere Bau- und Ausbaugewerke leiden unter der Unsicherheit, welche Hygienemaßnahmen sie z.B. auf der Baustelle einhalten müssen, wie überhaupt gemeinsames ‚arbeiten‘ bei Mindestabstand und beim Kunden funktionieren soll. Die Werkstattberufe dürfen nicht mehr verkaufen aber reparieren – auch das muss den Kunden erstmal erklärt werden und unsere Lebensmittelhandwerke stehen vor der Herausforderung, dass wichtige Kundengruppen  und Dienstleistungen (KiTas, Altenheime, Mittagstisch und Café etc.) nicht mehr  oder nur sehr eingeschränkt beliefert bzw. angeboten werden können. Selbst unsere Hygieneexperten von der Gebäudereinigung mussten dramatische Auftragseinbußen durch Kommunen erleben, da fast alle öffentlichen Gebäude (Schulen, KiTas, Schwimmbäder, Büchereien etc.) geschlossen sind und deshalb die Reinigung entfällt. Und unsere Bestatter ringen um die Belieferung mit Schutzmaterialien, ohne die eine gefahrlose Bestattung nicht möglich ist. Vieles ließe sich hier noch aufzählen.

Bei allem was bislang war und ist:

Wir erleben trotz aller Dramatik eine große Solidarität im Handwerk! In den Betrieben, im handwerklichen Ehrenamt und in den handwerklichen Institutionen. Und wir erleben den unbedingten Willen, diese Krise auch durchzustehen! Das beeindruckt uns sehr und macht uns stolz! Unsere wichtigste Aufgabe ist es, unseren Betrieben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dazu haben wir auf unseren Internet-Seiten (www.hwk-duesseldorf.de) alle relevanten Informationen zur Krise zusammengestellt. Wir haben seit über eine Woche eine hotline geschaltet (0211 8795-555), wohin sich unsere Handwerkerinnen und Handwerker bei Fragen rund um die Corona-Krise wenden können. Und natürlich nutzen wir auch soziale Medien (facebook und Instagram), um zügig reagieren zu können. Darüber hinaus appellieren wir an die Politik, die wichtigsten Punkte in den diversen Hilfsprogrammen so schnell wie möglich umzusetzen. Nicht in einem Monat oder in einigen Wochen, sondern in den nächsten Tagen muss die Soforthilfe an die Unternehmen fließen. Dafür setzen wir uns mit aller Kraft ein! Und dann müssen unsere Kunden – sofern möglich – weiterhin Aufträge vergeben. Hier sind die Kommunen und anderen staatlichen Stellen in der Pflicht! Es wäre doch ein Leichtes jetzt, das die Schulen und Schwimmbäder geschlossen sind, notwendige Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen schnellstmöglich auf den Weg zu bringen. Wir bleiben dran und wir werden es gemeinsam schaffen!

Mit allen guten Wünschen

Ihre

Andreas Ehlert
Präsident

Gerd Peters und Karl-Heinz Reidenbach
Vizepräsidenten                             

Dr. Axel Fuhrmann
Hauptgeschäftsführer