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Digitalisierung im Handwerk

Digitale Lösungen und Prozesse verändern die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Sie stellen neue Anforderungen an die Vernetzung und Kooperationsbereitschaft der Unternehmen sowie an deren Mitarbeitern. Besonders für das Handwerk ergeben sich durch die Digitalisierung viele Chancen.

E-Mail und Internet gehören zum Geschäftsalltag, der Online-Handel mit Produkten steigt und Apps beschleunigen die Entwicklung durch die Ausdehnung auf mobile Geräte, aber auch durch komplett neue Anwendungen. Auch im Handwerk haben sich die allermeisten Betriebe auf die Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eingestellt. Die Digitalisierung und Vernetzung im Handwerk betrifft:

  • Produktion
  • Dienstleistungen
  • Additiven-Fertigungsverfahren (3D-Druck)
  • Smart Home
  • CNC und CAD-Technik
  • Kommunikationstechnik mit Smartphones und Tablets
  • Cloud-Lösungen


Die Digitalisierung bietet Betrieben ungeahnte Chancen. Unser Beratungsservice hilft, diese zu erkennen.

 Kammer bietet kostenfreien "Digi-Check" an



Gerne stehen wir Ihnen bei allen Fragen zur Digitalisierung zur Verfügung. Wir helfen bei der Strategieplanung genauso wie beim Einstieg in den 3D-Druck oder bei Förderprogrammen, um technologische Neuerungen oder Beratungsdienstleistungen zu finanzieren.

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Das Video des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigt die Chancen und Potentiale der Digitalisierung im Handwerk.

Ansprechpartner

Tobias Werthwein
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)

Tel. 0211 8795-357
Fax 0211 8795-95357
tobias.werthwein--at--hwk-duesseldorf.de



Die Basis: Webseite und E-Mail

  • Grundlegend für Unternehmen müssen Internetseiten und E-Mail sein.
  • Webseiten und Social Media erreichen Ihre (potentiellen) Kunden nicht nur lokal, sondern auch regional oder sogar weltweit
  • Strategie, sorgfältige Planung und Umsetzung sind wichtig.


 Mehr Infos und Tipps

www.hwk-duesseldorf.de/internet

Online-Kommunikation für KMU   
Präsentation der Mittelstand 4.0-Agentur Kommunikation



Software-Lösungen

Braucht Ihr Unternehmen eine individuelle, also speziell für Ihren Betrieb (weiter-)entwickelte Software-Lösung oder ist Ihr Unternehmen geeignet für den Einsatz und die Nutzung einer Standard-Software?
Ein  Leitfaden des Projekts Mittelstand-Digital liefert Argumente für und gegen die Standard- und die Individualsoftware.



Überblick Software-Lösungen

Branchen-Software 2018 - Marktübersicht des Fachmagazins
Computern im Handwerk



Die wichtigsten Begriffe

Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Digitalisierung zusammengestellt:

Breitbandausbau

Die Verfügbarkeit von Informationen über das Internet führt zu Veränderungen des Kundenverhaltens. Hinzu kommen die stetig steigenden Cloudlösungen, die immer höhere Ansprüche an die digitalen Netzwerke bzgl. Bandbreite und Verfügbarkeit stellen. Dazu ist der Ausbau des Breitbandnetzes dringend erforderlich. Derzeitig besteht Nachholbedarf im Bereich des Breitbandausbaues. Schnelles Internet ist die Grundlage für viele Prozesse bei der Digitalisierung. Insbesondere auf dem Land und in finanziell für die Telekommunikationsanbieter nicht so interessanten Randlagen gilt es das Netz zügig aus zu bauen. Im Augenblick werden primär die lukrativen Metropolregionen ausgebaut und mit LTE (Mobilfunkstandard der vierten Generation) und Breitband versorgt.

Datenschutz und Datensicherheit

  • Datenschutz und Datensicherheit werden andere Dimensionen annehmen, wenn man an Industrie 4.0, die vernetzte Produktion, denkt. Selbstfahrende Autos kommunizieren über das Internet. Wer schützt die zunehmende Anzahl an Geräten mit eigener IP-Adresse? Die Installation eines Virenschutzprogrammes von Seiten des Anwenders ist in vielen Fällen nicht möglich.
  • Vorrangiges Problem, nicht nur im Handwerk, ist immer wieder der Datenschutz und die Datensicherheit. Virenschutz und Firewall gehören bei Handwerksbetrieben heute bereits standardmäßig dazu, aber viele Betriebe sind noch durch zunehmende Phishing-Betrügereien, Trojaner oder Passwort-Diebstähle stark verunsichert. Datenunsicherheit bremst die Digitalisierung, gerade bei Cloudlösungen, aus. Trotzdem sehen ca. 70 % der Handwerker das Internet als Chance.
  • Aufgrund der rechtlich unsicheren Lage im Internet besteht vielfach Angst vor Abmahnungen, wenn z. B. der Impressumspflicht nicht nachgekommen oder gegen IT-Sicherheitsgesetze verstoßen wurde.

Handwerk 4.0

Industrie 4.0 ist die Vernetzung der Produktion. Handwerk 4.0 ist primär die Vernetzung der Dienstleistungen. Natürlich betrifft Handwerk 4.0 auch digitale Prozesse in der Produktion, wie CAD (Computer Aided Design) und die Steuerung von CNC-Maschinen (Computerized Numerical Control). Das Handwerk wird zunehmend mit digitalen Lösungen konfrontiert. In vielen Bereichen scheint das Alleinstellungsmerkmal des Handwerks, die Kleinserien-Fertigung, durch den 3D-Druck verloren zu gehen.

BIM (Building Information Modeling)

Ein Beispiel ist die elektronische Bauakte BIM. Handwerker müssen über entsprechende Lesegeräte (Tablets), z. B. im Facilitymanagement, verfügen und in der Lage sein, digitale Unterlagen vor Ort mit geeigneter Software zu bearbeiten.

Wirtschaft 4.0

Fasst man Industrie 4.0 und Handwerk 4.0 zusammen, so beschreibt man die zunehmende Digitalisierung mit Wirtschaft 4.0. Die Digitalisierung führt zu einem Wandel in der Wertschöpfung und der Vertriebswege, betrifft also alle Marktakteure. Damit erübrigt sich die Frage, ob man als Handwerker auf den Schnellzug-Digitalisierung aufspringen soll. Das Handwerk wird Verluste hinnehmen müssen, wenn nicht die Verkaufsplattformen für Produkte und Dienstleitungen im Internet ausgebaut werden. Dies ist verbunden mit einer Änderung der Arbeitsinhalte und damit an andere Anforderungsprofile an die Mitarbeiter und an die digitale Ausstattung im Unternehmen und beim Kunden vor Ort.

Auffindbarkeit im Netz

Viele Webseiten von Handwerksbetrieben entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Oft werden sie nicht vorne bei Google-Suchen gerankt (Ranking). Und sind nicht als Landing-Pages bei Google AdWords geeignet. Webseiten müssen für ein Responsive-Webdesign (reagierendes Webdesign für verschiedene Endgeräte) geeignet sein. Denn: ca. 50 % der Internetanfragen erfolgen über Smartphones und Tablets.

IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie)

  • Die meisten Betriebe im Handwerk verfügen über eine IKT-Grundausstattung in Form von PC, Laptops, Tablets und Internetzugang.
  • Die zunehmende Digitalisierung hat die Geschäfts- und Arbeitsprozesse wie Einkauf, Lager sowie Personalverwaltung und Buchführung optimiert. Verbessert wurden Auftragsakquise und Produktionssteuerung sowie Auftragsdurchführung und Rechnungstellung bis hin zur Kundenbetreuung. Einen digitalen Aufschwung erleben im Handwerk die Bereiche Visualisierung in der Angebotsphase, im Entwurf und in der Realisierung. Die Digitalisierung ermöglicht und erleichtert die kundennahen Dienstleistungen.

Big Data

  • Big Data und Wirtschaft 4.0 gehören zusammen. Die Datenbestände sind die Ölfelder des 21. Jahrhunderts. Deutschland ist aber leider eine digitale Kolonie, die Daten produziert und exportiert, aber nicht auswertet bzw. veredelt.
  • Eine gut geführte Kundendatenbank mit allen Eigenheiten der Kunden eines Friseursalons zum Beispiel ist Gold wert. Die richtige Verknüpfung und Ausnutzung der Daten besitzt großes Marketingpotential.

Your Own Device

Im ersten Augenblick scheint es für ein Unternehmen verlockend zu sein, wenn Mitarbeiter im Unternehmen und beim Kunden auf der Baustelle ihr eigenes Smartphone, Tablet oder Notebook (own device) benutzen. Aber wie steht es um den Datenschutz und die Datensicherheit?

Cloud Computing

Besonders kleine Unternehmen sehen im flexiblen Mieten von Kapazitäten und Software Chancen, ihre Ressourcen mehr aufs eigentliche Business zu konzentrieren.