Energie Sanierung 7 zu 3
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Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen

Studie vergleicht Dämmmaterialien über gesamten Lebenszyklus

Gute Wärmedämmung ist die Voraussetzung für Behaglichkeit und energiesparendes Wohnen. Ungeachtet ob Neu- oder Altbau, Dämmstoffe finden sich heute in nahezu jedem Gebäude wieder.

Mit Blick auf das, in den letzten Jahren stark gestiegene, allgemeine Umweltbewusstsein und den anhaltenden Bauboom stellt sich mehr und mehr die Frage nach der Klimaauswirkung verschiedener Dämmstoffe. Dieser Frage ist das Institut für Energie- und Umweltforschung (ifeu), Heidelberg im Rahmen einer Studie nachgegangen. Die Arbeit mit dem Titel „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ vergleicht nachwachsende, mineralische und synthetische Dämmmaterialien über ihren gesamten Lebenszyklus (Prinzip „Von der Wiege bis zur Bahre“).

Der gezogene Vergleich basiert auf den Materialmengen um einen vordefinierten winterlichen Wärmeschutz zu gewährleisten. Anhand der Abfallökobilanzen der hierfür nötigen Materialmengen bewerteten die Forscher des ifeu dann die jeweilige Klimaverträglichkeit. Laut Fazit sind die umweltschonendsten Formen der Wärmedämmung Dämmstoffe bzw. Nebenprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen wie z.B.:

  • Zelluloseeinblas-/ Holzeinblasdämmstoff
  • Jute-/ Hanf-/ Holzdämmmatten
  • Holzfaserdämmplatte (nass oder trocken produziert)

Zudem kommt die Studie zu dem Schluss, dass auch der Entsorgungsweg entscheidend ist. Durch Wiederaufbereitung anstatt thermischer Verwertung (Verbrennung) ließen sich die Klimaauswirkungen nicht nachwachsender Dämmstoffe deutlich reduzieren. Das Problem der Wiederverwertung sei jedoch, dass das Dämmmaterial möglichst frei von Verunreinigungen und sortenrein vorliegen müsse.

Alles zum Projekt finden Sie unter:

www.ifeu.de/projekt/bewertung-von-daemmstoffalternativen

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46049 Oberhausen
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Fax 0208 82055-99
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