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Handwerksbetriebe auf Facebook

Tipps für den Auftritt in den Sozialen Medien

Facebook ist ein „soziales“ Medium. Personen und Unternehmen können Informationen, Bilder und Meinungen im Internet veröffentlichen und andere können darauf ebenfalls öffentlich sichtbar reagieren. Gerade Handwerker mit privater Kundschaft wie Friseure, Fotografen, Bäcker etc. können Facebook als Mittel der Imagewerbung nutzen. Wir haben hier einige Hinweise für Handwerksbetriebe zusammengestellt.

Anmeldung

Melden Sie sich als "Person" mit Ihrem Namen bei Facebook an. Dies ist Vorausstzung dafür , dass Sie eine „Unternehmensseite“ einrichten können. Wählen Sie die Kategorie "Organisation“. Melden Sie Ihr Unternehmen mit einem eigenen Namen an: www.facebook.com/name. Achten Sie darauf, hier keine fremden Markenrechte zu verletzen. Facebook vergibt Seitennamen nur einmal. Auch Namen von gelöschten Seiten werden nicht wieder reaktiviert.

Schauen Sie bei Facebook nach, ob bereits vorhandene Eintragungen des eigenen Betriebes vorhanden sind. Facebook legt auf der Grundlage anderweitig zugänglicher Informationen, z. B. Wikipedia, Orts- oder Gemeinschaftsseiten an. Diese Seiten können "zusammengefahren" werden. Facebook sieht dafür eigens ein Verfahren zur Authentifizierung eines berechtigten Administrators vor.

Strategie festlegen

Entwickeln Sie eine Strategie für die eigene Präsenz des Unternehmens (nicht der eigenen Person) in Facebook. Wen wollen Sie ansprechen? Was wollen Sie mit Facebook erreichen?

Setzen Sie Ziele und dafür auch die Themen, die Sie auf Facebook präsentieren wollen. Nötig ist ein Redaktionsplan, der beschreibt, wann welche Themen gepostet werden sollen.

Wer ist zuständig?

Legen Sie fest, wer für die Social-Media-Aktivitäten inhaltlich und organisatorisch verantwortlich ist, wer offiziell für Ihren Betrieb spricht (= Administrator/en). Sie können mehrere Administratoren für Ihre Facebook-Seite benennen. Diese müssen als "Person" bei Facebook angemeldet sein. Wenn Sie selbst die Zeit aufbringen können, regelmäßig den Facebook-Auftritt zu überprüfen und Neuigkeiten zu posten, ist das sinnvoll. Denn besser als Sie kennt niemand den Betrieb. Ansonsten kann man eine Agentur beauftragen, mit der eine Strategie vereinbart wird. Sie wird auch für die Gestaltung der Facebook-Präsenz verantwortlich sein.

Rechtliches beachten

Achten Sie daruf, Ihre Impressumspflicht (Anbieterkennzeichnung) im Internet auch auf Ihrer Facebook-Seite erfüllen. Diese ergeben sich aus § 5 Telemediengesetz und der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung.
 Facebook: Impressumspflicht 

Vermarkten Sie Ihre Facebook-Seite

Wenn Sie Facebook nutzen wollen, muss Ihr Auftritt bekannt werden. Nur so werden Besucher auf Ihre Seite gelockt. Und nur dann werden sie den „Gefällt mir“ Button anklicken und so Ihre Mitteilungen (Postings) "abonnieren". Bieten Sie einen Link von Ihrer Homepage auf die Facebook-Seite, weisen Sie auf Visitenkarten und Firmenpapier auf Facebook hin. Und machen Sie Freunde und Geschäftspartner per E-Mail auf Ihren Facebook-Auftritt aufmerksam.

Urheberschutz

Sie dürfen nur Bilder, Texte, Logos etc. verwenden, für die Sie die Rechte besitzen. Niemand wird erfreut sein, ungefragt ein Bild von sich auf Facebook zu finden. Nehmen Sie also Urheberrechte und auch Persönlichkeitsrechte sehr ernst. Alles, was auf Facebook hochgeladen wird, ist öffentlich und selbst nach vermeintlichem Löschen noch online. Fotos, die Sie selbst gemacht haben, sind natürlich - unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte - bedenkenlos. Professionelle Fotos können Sie bei Bilddatenbanken wie Fotolia oder i-Stock mittlerweise auch für die "Social Media-Verwendung" kaufen. Beauftragen Sie einen Fotografen, dann achten Sie darauf, dass Sie die Rechte für die Verwendung auf Facebook vorher schriftlich vereinbaren.

Datenschutz

Facebook sammelt über den Button „Gefällt mir“ Userdaten auch auf fremden Seiten, sobald der User eingeloggt ist und auf die Seite des Unternehmens kommt. Dies passiert auch, ohne dass der User auf den Button klickt. Wir empfehlen, keinen „Gefällt mir“-Button auf der eigenen Homepage zu verwenden. Wenn Sie den Button trotzdem einsetzen wollen, sind Sie nach überwiegender juristischer Ansicht nach § 13 Abs. 1 Telemediengesetz dazu verpflichtet, den Leser in einer Datenschutzerklärung darauf hinzuweisen. In dieser Erklärung wird der Internetnutzer darüber aufklärt, dass der "Gefällt-mir"-Button von dem jeweiligen Webseitenbetreiber genutzt wird und welche Auswirkungen die Nutzung dieses Buttons für den Internetnutzer hat.

Umgang mit Kritik

Ermächtigen Sie Ihre Administratoren, kurzfristig über Facebook per direkter Mail Kontakt mit dem Beschwerdeführer aufzunehmen mit der Nachricht: „Danke für Ihren Hinweis. Bitte schicken Sie uns per E-Mail Ihre Kontaktdaten, damit wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen können.“ Oder schreiben Sie eine Nachricht mit Ihrer Mailadresse und Telefonnummer per Facebook an den Kritiker. Danach fügt er in Facebook den Kommentar ein: „Danke für Ihren Hinweis. Wir werden die Angelegenheit persönlich mit Ihnen klären.“



Ansprechpartner

 Betriebsberatung der Handwerkskammer Düsseldorf