(v. l.): Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, Elmar te Neues, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein und Kammerpräsident Andreas Ehlert
HWK Düsseldorf
(v. l.): Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann, Elmar te Neues, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein und Kammerpräsident Andreas Ehlert

IHK-Präsident te Neues: Studium nicht für jeden richtig

Pressemitteilung Nr. 55 vom 13.11.2018

Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein Elmar te Neues würdigte die erfolgreiche Orchestrierung in der Nachwuchswerbung beider Häuser

In einem Gastvortrag am Dienstag vor den 90 Delegierten der Herbstvollversammlung der Handwerkskammer in Düsseldorf würdigte der Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein Elmar te Neues die abgestimmte und erfolgreiche Vorgehensweise beider Häuser in der aufschließenden Qualifizierungsberatung und regionalen Entwicklungsplanung. Die zuletzt "guten Nachrichten zum regionalen Ausbildungsmarkt" wertete te Neues als "erste Früchte" der intensivierten Zusammenarbeit.

Originalpassagen aus der Rede

"Als Vertreter der regionalen Wirtschaft ziehen die IHK und das Handwerk an einem Strang - und das in zahlreichen Bereichen. Da ist zum einen die fruchtbare Zusammenarbeit in verschiedenen Gremien. Zum Beispiel in der Metropolregion Rheinland oder in der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. Zum anderen erarbeiten wir gemeinsame Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben oder bei Planungsprozessen. Und das sehr erfolgreich, wie der neue Landesentwicklungsplan und der Regionalplan beweisen. Dort wurden viele unserer Anregungen aufgenommen, was der Wirtschaft in der Region Entwicklungsspielraum für die Zukunft gibt.

Doch die wichtigsten Felder unserer Zusammenarbeit sind die Aus- und Weiterbildung. Nicht nur unsere Mitgliedsunternehmen, sondern auch das Handwerk beklagen den zunehmenden Fachkräftemangel. Unsere jüngste Konjunkturumfrage hat gezeigt, dass er mittlerweile von fast der Hälfte der Betriebe als größtes Wachstumsrisiko wahrgenommen wird.

Gegen den demografischen Wandel und die damit einhergehende Alterung der Gesellschaft können wir nichts tun. Aber wir müssen uns für diese Herausforderung wappnen. Und Ausbildung ist das beste Rezept gegen den Fachkräftemangel.

Dieser Weg steht vielen Jugendlichen offen. Allerdings nutzen ihn immer noch zu wenige - ob aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Trend, erst sein Abitur zu machen und dann die Uni zu besuchen, ist ungebrochen. Frei nach dem Motto: „Wenn alle meine Freunde studieren, mache ich das auch.“ Dabei ist diese Entscheidung nicht für jeden richtig, wie die hohen Abbruchquoten an den Hochschulen zeigen.

Angesichts dieser Entwicklung haben mich die guten Nachrichten zum regionalen Ausbildungsmarkt besonders gefreut. Vergangene Woche konnten wir zusammen mit den Kreishandwerkerschaften und Arbeitsagenturen in unserem IHK-Bezirk positive Zahlen vermelden. Immerhin gab es sowohl bei den IHK- als auch bei den Handwerksberufen ein Plus bei den abgeschlossenen Verträgen. Und vielleicht dürfen wir damit die ersten Früchte unserer gemeinsamen Bemühungen ernten, unermüdlich für die Duale Ausbildung zu werben.

Wir haben erkannt, dass wir die Jugendlichen so früh wie möglich über ihre Möglichkeiten informieren müssen. Unsere IHK unterstützt den Prozess der Berufsorientierung und den Übergang von der Schule in den Beruf intensiv; dabei versuchen wir, auch immer auf neue und moderne Formate zu setzen. Das Azubi-Speed-Dating, eine gemeinsame Aktion von IHK und Handwerk, ist nur ein Beispiel dafür. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, an einem Tag viele Bewerbungsgespräche zu führen und in jeweils zehn Minuten einen Ausbildungsbetrieb von sich zu überzeugen."

Alexander Konrad, Pressesprecher Handwerkskammer Düsseldorf

Alexander Konrad

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