Roland Schüren mit dem Prototypen des Bakery Vehicle One, (gebaut von der Post-Tochter Street Scooter), der auf der IHM prominent ausgestellt sein wird.
Roland Schüren
Roland Schüren mit dem Prototypen des Bakery Vehicle One, (gebaut von der Post-Tochter Street Scooter), der auf der IHM prominent ausgestellt sein wird.

Ihr Bäcker Schüren stellt in München aus

Pressemitteilung Nr. 12 vom 5.3.2018

Von Roland Schüren initiierter und mitentwickelter emissionsfreier E-Transporter.
Attraktion auf der Internationalen Handwerksmesse 2018.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird bei ihrem Besuch der diesjährigen Internationalen Handwerksmesse (IHM) am Freitag in München in der Sonderschau „Land des Handwerks“ auf ein innovatives Handwerksunternehmen aus Hilden stoßen. Und Anlass zur Freude haben. Denn „Ihr Bäcker Schüren“ leistet einen hocheffizienten, bundesweit bedeutsamen Beitrag zum betrieblichen Klimaschutz: Eine erfolgreiche Mobilitäts-Initiative von Inhaber Roland Schüren könnte – Nachahmer vorausgesetzt - zur Senkung schädlicher Dieselabgase in den Städten beitragen. Der Inhaber des 250 Mitarbeiter zählenden, für seine gute Backqualität dutzendfach ausgezeichneten Lebensmittelbetriebs stellt auf der großen Expo des deutschen Handwerks nicht etwa seine hochgeschätzten Sesambrötchen, Streuselkuchen oder Spritzgebackenes zur Schau, sondern den ersten nach Lieferbedürfnissen des Handwerks gebauten Elektro-Transporter „BV1“. Die Bäckerei Schüren ist in diesem Jahr Referenzunternehmen der Handwerkskammer Düsseldorf für die Leistungsfähigkeit des Handwerks an Rhein, Ruhr und Wupper.

Das „Bakery Vehicle One“ basiert auf einem Fahrzeug-Grundgerüst der Post-Tochter „Streetscooter“. Roland Schüren hatte vor zwei Jahren eine E-Transporter-(Facebook-) Selbsthilfe-gruppe gegründet, um auf das fehlende Angebot an strombetriebenen Nutzfahrzeugen der 3,5 t (sog. „Sprinter“-)Klasse zu reagieren. Der ökologiebewusste Lebensmittelhandwerker konnte bundesweit zahlreiche progressive Mitstreiter aus seiner und weiteren Handwerksbranchen hinter seine Idee scharen: die Fahrzeughersteller zum Schließen der Marktlücke zu veranlassen. In einem Konfigurations-Workshop hatten die Aktivisten gemeinsam die gewünschten Eigenschaften eines verbrennungsfreien Lieferfahrzeugs definiert und – angereichert um 70 angezahlte Fahrzeug-Reservierungen - die angestrebte Transporter-Neuentwicklung bei allen infrage kommenden Produzenten ausgeschrieben. „Das BV1 ist zum Symbol für die Erneuerungs- und Impulskraft des Handwerks und für gelebte Verantwortungskultur im nachhaltigen Wirtschaftssektor Handwerk geworden“, freut sich Kammerpräsident Andreas Ehlert auf einen Standbesuch in Messehalle C1 (Stand C1.262) und den kurz nach dem Leipziger Diesel-Urteil gut getimten Auftritt des Vorreiterbetriebs auf der IHM. Roland Schüren informiert dort am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr im Übrigen auch als Referent auf einer Konferenz des Bayrischen Handwerkskammertages in Messe-Saal 5 teilnehmende Praktiker über die e-Transporter-Selbsthilfeinitiative.



OHM 2018 Bäcker Schüren
HWK Düsseldorf
v.l. Franz Xaver Peterandel, Präsident der HWK München, Bäcker Roland Schüren, Ilse Aigner, Wirtschaftsministerin in Bayern und Kammerpräsident Andreas Ehlert.

Mittlerweile ist in Schürens Firma übrigens der komplette, 23 Fahrzeuge umfassende Fuhrpark auf alternative Antriebe umgestellt: 15 Fahrzeuge laufen elektrisch, 8 (noch) mit Erdgas. Den Strom für die E-Flotte produziert Schüren größtenteils photovoltaisch selbst: „Unser Unternehmen ist zu 100 Prozent CO2-neutral aufgestellt.“ Ein Umsatteln auf weitestgehend regenerative Betriebsenergie ist nach Schürens Erfahrung allerdings auch wirtschaftlich hochattraktiv. So verursachten ihm kleine Kastenfahrzeuge des Herstellers Nissan in der Elektro-Variante lediglich Kosten in Höhe von 2 € je 100 Km; im Dieselmodus waren es zuvor noch 7,50 € gewesen. „Alle von mir getätigten Invests in klimaneutrale Energiegewinnung und –Verbräuche amortisieren sich binnen 2 bis 8 Jahren“, hat der umtriebige Handwerksunternehmer errechnet, der auf der IHM auf starkes Interesse rechnet. Schürens erster „BV1“, dessen Leichtbau-Konstruktion bis zu 150 Kg mehr Zuladung als ein vergleichbarer Diesel erlaubt, könnte zu den meistfotografierten Objekten der Schau avancieren. Und auch angestellte Handwerker unter den Messebesuchern dürfte ein Aspekt von Schürens Initiativgeist fesseln. Denn an den Ladesäulen der Bäckerei im Rheinland tanken auch die E-Autos seiner Mitarbeiter kostenlos. Schüren hat sich bei der Bundesregierung in einem weiteren - diesmal politischen - Vorstoß gemeinsam mit weiteren Unternehmern sogar für eine steuerfreie Nutzung von vom Arbeitgeber bezogenem Ladestrom eingesetzt. Ob von ihm mit erwirkt oder nicht, ist nicht auszumachen - jedenfalls enthält die seit 1.1.2018 gültige Elektromobilitäts-Verordnung des Bundes exakt diese steuerliche Vergünstigung. „Alle suchen nach Wegen, die nationalen Klimaziele und einen besseren Gesundheitsschutz im Straßenumfeld zu erreichen. Schüren kriegt es gebacken“, zollt Ehlert dem dynamischen Firmenlenker Anerkennung.

Das honorarfreie Foto (Quelle: Roland Schüren) zeigt Roland Schüren mit dem Prototypen des "Bakery Vehicle One", (gebaut von der Post-Tochter Street Scooter), der auf der IHM prominent ausgestellt sein wird.

 http://www.ihr-bäcker-schüren.de/E-Transporter-Selbsthilfegruppe.htm

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Alexander Konrad

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