HWK Düsseldorf

Im Visier: Cyber-Attacken auf Handwerksbetriebe

Veranstaltung vom 4. April 2017 in der Handwerkskammer Düsseldorf

Praktiker und IT-Spezialisten informierten.

Am Dienstag, 4. April 2017, luden die Handwerkskammer Düsseldorf und handwerksblatt.de zu einer Infoveranstaltung ins Kammer-Hauptgebäude an den Georg-Schulhoff-Platz ein. IT-Beratungsspezialisten brachten Betriebsinhaber und EDV-Verantwortliche über aktuelle Bedrohungen durch Hacking, Phishing und Datenverlust auf einen aktuellen Stand – und zeigten wirksame Schutzmaßnahmen auf.

Einführend stellte Cornelia Schild vom eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. heraus, dass automatisierte Angriffe aus dem Internet jeden treffen können. Dabei sind die betriebliche Internetnutzung, ungesicherte Mobilgeräte und unvorsichtige Beschäftigte die wichtigsten Einfallstore für Späh- und Schadprogramme. „Schon mit einfachen Mitteln kann das Schutzniveau angehoben werden“ tröstete Schild. „Halten Sie Geräte, Betriebssysteme, Anwendungsprogramme und Webseiten immer aktuell“, so ihre Empfehlung. Dazu bietet der Verband kostenfreie Sicherheitschecks für Internetseiten und Hilfe bei Schadprogrammen.

„IT-Sicherheit muss als andauernder Prozess verstanden werden - Sie sind nie vollständig geschützt“, betonte auch Tim Berghoff, Security Evangelist der G DATA Software. „Auch Sie sind ein potenzielles Ziel“, verwies er auf die Innovationskraft vieler Handwerksbetriebe. „Dabei hat der Angreifer alle Zeit der Welt, seinen Angriff vorzubereiten“, warnte er und zeigte, wie leicht sich im Darknet über Bausätze und kriminelle Auftragsprogrammierer Schadsoftware beschaffen lässt. Um IT-Einbrüche zu erschweren warb er dafür, Zugriffsrechte zu beschränken – auch die des Chefs: „Sie müssen führen – aber nicht überall selber eingreifen.

„Minuten lang haben wir nur gestaunt, was da passiert“, berichtete Rainer Waibel von der Zech und Waibel Modellbau GbR von seinen Erfahrungen als Betroffener. Bis zum Herunterfahren aller Rechner waren Teile seiner Datenbestände bereits durch einen Verschlüsselungstrojaner unbrauchbar. „Wir waren nicht mehr arbeitsfähig! Jetzt haben wir ein viel umfassenderes Sicherungskonzept – und eine Checkliste für die schnelle Reaktion im Notfall“, so Waibel. Dafür habe er viel Lehrgeld bezahlt.

Live-Hacking

Wie leicht es ist, über unsichere Passwörter, einen E-Mail-Anhang oder eine manipulierte Computer-Maus in fremde Computer einzubrechen, führte Chris Wojzechowski vom Institut für Internetsicherheit der Westfälischen Hochschule im Live Hacking vor. Seine Warnung: „Sie sind gläserner als Sie glauben“: Mit wenigen Klicks manipulierte er Webseiten und zeigte Hintertüren, mit denen er scheinbar nicht-öffentliche Informationen in Social Media-Auftritten zugänglich machte. In Sekundenbruchteilen kann ein präparierter USB-Stick einen ganzen Computer zerstören. Sein Tipp: „Vorsicht bei Werbegeschenken oder Fundstücken“.

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Video mit Vorträgen

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Dipl.-Ing. (FH) Tobias Werthwein
Beauftragter für Innovation und Technologie (BIT)

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