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Im Visier: Cyber-Attacken auf Handwerksbetriebe

Werden Rechner gehackt, sind Ärger und Verluste groß. In unserer Veranstaltung am 4. April zeigen wir, wie Sie sich schützen können.

Handwerker werden immer häufiger Opfer von Datenüberfällen.

Der Branchenverband Bitcom schätzte im Jahr 2015 den Schaden durch Hackerangriffe und Viren für die deutschen Unternehmen Jahren auf 51 Mrd Euro. Seither haben Trojaner wie Cerber, Super Mario und Goldeneye und gezielte Datenüberfälle auf einzelne Firmen das Schadensausmaß noch weiter hochgetrieben. Lange Zeit hatten Hacker vor allem große Unternehmen im Visier. Doch in den letzten Monaten melden sich auch immer mehr verzweifelte Handwerksunternehmen in der Betriebsberatung der Handwerkskammer, die Cyber-Attacken und Erpresserviren zum Opfer gefallen sind.

Ein typischer Fall: Bei einer professionell aussehenden Mail zum Thema Berufsbildung schöpft kaum ein Unternehmen Verdacht. So ging es auch dem Neusser Modellbau-Unternehmen Zech und Waibel, zumal dieses engagiertes Mitglied im Bundesverband seines Berufsstandes ist. Sobald der Mail-Anhang geöffnet war, begann der versteckte Trojaner sein zerstörerisches Werk und verschlüsselte nach und nach Daten im gesamten Netzwerk, befiel auch die Festplatte des Servers. Abhilfe wurde bei Zahlung eines Lösegelds in Aussicht gestellt. Kein gangbarer Weg, denn die Hacker könnten den Schadvirus jederzeit wieder aktiv schalten. Gleichzeitig reagierten einzelne Kunden verärgert, weil ihre Anfragen während der Viren-Attacke unbeantwortet blieben. Was die Firma nicht mitbekam. Denn der Handwerksbetrieb hatte keinen Zugriff mehr auf alle eingehenden Mails – und auch Antwort-Mails blieben unversendet. Der Gesamtschaden lag im höheren fünfstelligen Bereich. Hinzu kamen die Investitionen in deutlich mehr Datensicherheit. Heute unterhält das Zulieferunternehmen Schutzvorkehrungen auf neuestem Stand und informiert andere Betriebe über leidvolle Erfahrungen und gezogene Konsequenzen.

Praktiker und IT-Spezialisten informieren und beraten.

So auch am Dienstag, 4. April 2017, wenn die Handwerkskammer Düsseldorf und handwerksblatt.de, die Website des ebenfalls in Düsseldorf erscheinenden Deutschen Handwerksblatts zu einer Infoveranstaltung „Im Visier: Cyber-Attacken auf Handwerksbetriebe“ ins HWK-Hauptverwaltungsgebäude an den Georg-Schulhoff-Platz einladen. Zwischen 17:30 Uhr und 20 Uhr bringen sie gemeinsam mit IT-Beratungsspezialisten Betriebsinhaber und EDV-Verantwortliche über aktuelle Bedrohungen durch Hacking, Phishing und Datenverlust auf einen aktuellen Stand – und zeigen wirksame Schutzmaßnahmen auf. Der kostenlose Workshop gliedert sich in vier Vorträge:

  • Demonstrationsteil: „Live-Hacking“ – Angriffe in Echtzeit (Chris Wojzechowski, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen)
  • Cyber-Attacken – So schützen Sie sich (Tim Berghoff, G Data Software)
  • Basiswissen – das Einmaleins der IT-Sicherheit (Cornelia Schmidt, eco)
  • Trojaner-Angriff – Erfahrungsbericht eines betroffenen Unternehmens (Rainer Waibel, Neuss)
  • Anschließend Imbiss und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch.

Von der Veranstaltung wird per Live-Stream berichtet: Auf facebook.com/hwkddorf und dem YouTube-Kanal der Handwerkskammer Düsseldorf.

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Ansprechpartner

Dr.-Ing. Reinhold Bottin
Innovations- und Technologieberater

Tel. 0211 8795-352
Fax 0211 8795-363
reinhold.bottin--at--hwk-duesseldorf.de



Weitere Infos

 Flyer "Cyber-Attacken auf Handwerksbetriebe"





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