Energie Wärmedämmung Haus
HWK Düsseldorf

Kammer kritisiert Ausbau von Fernwärme in Düsseldorf

Pressemitteilung Nr. 2 vom 16.1.2018

Dr. Axel Fuhrmann: "Expansive Erschließung auch von Wohngebieten schaltet Wettbewerb und energieeffizientere Alternativen aus"

Kritisch beobachtet die Handwerkskammer Düsseldorf die Expansionstendenzen der Stadtwerke in Bereich der Fernwärme. „Dass die Stadtwerke große Abnehmer wie die Universität oder möglicherweise bald den Flughafen mit Fernwärme beliefert, ist durchaus nachvollziehbar und macht auch Sinn. Dass man aber quasi nebenbei auch noch Wohnquartiere "mitnimmt" und in den Fernwärmeausbaugebieten eine kommunale Förderung energieeffizienterer Alternativen wie Blockheizkraftanlagen, Pellet-Feuerung und Wärmepumpen (Geothermie) verweigert, ist inakzeptabel“, so Kammerhauptgeschäftsführer Axel Fuhrmann.

Fernwärme sei für Privatkunden immer nur die zweitbeste Lösung, wenn der Wettbewerb der Energieträger und Anbieter faktisch eingeschränkt werde und eine Quasi-Monopolstellung etabliert werde. Fuhrmann: "Man musste davon ausgehen, dass mit dem vor zwei Jahren erbauten überdimensionierten ‚Fortuna-Kraftwerksblock’ nun dringend Abnehmer für Fernwärme gesucht werden. Jetzt versuchen die Stadtwerke mit Hilfe der Stadt neue Absatzfelder zu definieren. Das zielt ganz klar gegen das Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk.“

Auch der Umweltschutzgedanke, der von den Stadtwerken immer wieder gerne ins Feld geführt wird, halte einer seriösen Überprüfung nicht stand. Fuhrmann: „Modernste Brennwerttechnik mit Solarthermie ist die beste Antwort auf steigende Energiepreise und beispielhaften Umweltschutz.“



Alexander Konrad, Pressesprecher Handwerkskammer Düsseldorf

Alexander Konrad

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