Das futuristische Parkdeck der Handwerkskammer
HWK Düsseldorf

Kunsthandwerk auf dem Parkdeck online

Corona-Absage: Die Handwerkskammer zeigt Kunsthandwerk diesmal nicht live, sondern im Netz.

Der beliebte Open-Air-Markt für Zeitgenössisches Kunsthandwerk auf dem Parkdeck der Handwerkskammer musste in diesem Jahr abgesagt werden. Aber ganz verzichten müssen Interessierte nicht auf das kreative Handwerk: 27 Aussteller*innen präsentieren wir hier mit ihren Arbeiten aus dem breiten Spektrum von Kunst, Handwerk und Design. Und: Märkte können zwar noch nicht wieder stattfinden, aber die hier vorgestellten Ateliers, Werkstätten und Geschäfte sind natürlich für Kunden und Besucher geöffnet!



Hocker aus recycelten Hubschrauberblechen
Aero-1946

Dr. Rolf Bauche und Reinhard Cramer

Technik-Aficionados aus Bergisch-Gladbach

Das Zwei-Mann-Team hinter AERO-1946 – ein Zahntechniker und ein Technikhistoriker – entwickelt und produziert seit 2007 mit den Methoden des klassischen Flugzeugbaus der 1940er Jahre Dinge für den täglichen Gebrauch. Rolf Bauche und Reinhard Cramer haben erst mit 50 angefangen, gemeinsam zu arbeiten. Und lassen es richtig krachen: Ihre Flugzeug-Hocker wurden schon mehrfach kopiert und verkaufen sich bis in die USA.

Ihr Traum vom Fliegen?

Leichtbau-Ästhetik als perfekte Verbindung von Ingenieurskunst und handwerklichem Können.

"Die Artefakte aus unserer Werkstatt werden nie fliegen - aber viel fehlt ihnen dazu eigentlich nicht."

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Frauen auf Draht
Ruth Bojarra

Ruth Bojarra

Malerin und Objektkünstlerin aus Dinslaken

Die Freude am kreativen Gestalten war bestimmend für die Berufswahl von Ruth Bojarra. Sie absolvierte ein Kunststudium in Essen und arbeitet seit 2003 als freischaffende Künstlerin im Bereich Malerei und Objektkunst. Entscheidend für den Arbeitsprozess ist für Bojarra die Materialbeschaffenheit – bei figuralen Objekten aus Treibholz und Metall wie auch bei ihren „Frauen auf Draht“ – witzigen Figurinen aus Pappe, Papier und Draht, die mit ihren detailverliebten Accessoires die Blicke auf sich ziehen.

Wie optimistisch sehen Sie die Entwicklung im Kunsthandwerk?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das individuelle Produkt, das Unikat, gesucht wird. Das Besondere der Handwerksarbeit und deren Nachhaltigkeit werden weiterhin hoch geschätzt.

"Mein Schwerpunkt ist die experimentelle Arbeit, die von unterschiedlichen Materialien, oftmals Fundstücken, inspiriert ist."

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Anhänger kleiner "Klunker"
Ute Anna Eisermann

Ute Anna Eisermann

Goldschmiedemeisterin und Gestalterin aus Münster

Mit ihren Händen etwas erschaffen – das war schon bei der Wahl einer handwerklichen Ausbildung für Ute Anna Eisermann ausschlaggebend. Und was lag für die bei Pforzheim aufgewachsene näher als die Goldschmiedekunst? Für die Schmuckgestalterin, die 2010 ihr eigenes Label in Münster gründete, braucht es viele verschiedene Fähigkeiten, um etwas Schönes zu kreieren: Ganz viel Gespür für die Materialen, Feingefühl im Umgang mit den Kunden, handwerkliches Geschick und Präzision. Vor neuen Herausforderungen hat sie keine Angst: Die technischen Möglichkeiten findet sie unglaublich spannend und bereichernd.

Ihre Lieblingsmaterialien?

Bunte glitzernde Edelsteine und Perlen sind meine Leidenschaft!

"Lässig - elegant, mutig oder dezent, klar oder verspielt - für mich keine Widerspruch, sondern einfach pure Lebensfreude."

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Papierobjekt: Kleine Figuren beleben die Szenerie.
Karin Fahnenbruch

Karin Fahnenbruch

Papierkünstlerin aus Oberhausen

Wer Skulpturen, Bilder oder Schmuck von Karin Fahnenbruch sieht, staunt nicht schlecht: Papier ist der Werkstoff – und die Leidenschaft – der Künstlerin. Die unterschiedliche Beschaffenheit, eine vielfältige Farbpalette und unendliche Gestaltungsmöglichkeiten von Zeitschriften, Flyern u. a. weiß sie zu nutzen: So entstehen individuelle Ketten, Armbänder und Ohrringe, dank Lackversiegelung trag- wie haltbar; dünn gedrehte Papierrollen werden zu Skulpturen zusammengesetzt. Papierschöpfen und die Herstellung von Papiergarn stehen als nächstes auf ihrem Programm.

Was kennzeichnet Ihre Herangehensweise?

Basteleien und Handarbeiten gehörten schon immer zu meinem Leben. „Aus alt mach neu“ war mein Motto – was heute unter den Begriff Upcycling fällt.

"2011 entdeckte ich das Papier für mich und kann mich bis heute darin künstlerisch ausleben"

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Schale "Maria" aus Pate-de-Verre
Wolfgang Gersonde

Wolfgang Gersonde

Keramiker und Glaskünstler aus Haan

Der gelernte Betriebswirt widmete sich über 40 Jahre nebenberuflich, dann auch in eigener Werkstatt, zunächst der Keramik, bevor er sich seit 2003 ganz der Glaskunst verschrieb. Ausschlaggebend war ein Besuch im Glasmuseum Düsseldorf, bei dem die dort gezeigten Arbeiten ihn tief berührt und nicht mehr losgelassen hatten. Bei seiner eigenen Kunst geht es ihm vor allem darum, kraftvolle farblich betonte Arbeiten zu entwerfen, die in die moderne Zeit passen. Wolfgang Gersonde stellt in zahlreichen Museen und auf Künstlermärkten vornehmlich im Rheinland aus.

Was inspiriert Sie?

Ich lasse mich gern von Johan Thorn Prikker leiten: „Mit farbigem Glas zu arbeiten ist wie mit der Sonne selbst zu malen.“

"Glas ist für mich ein unerschöpfliches Medium für neue Formen, Farbelemente und Anwendungen. Deshalb stelle ich ausschließlich Unikate her."

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Halsschmuck, Gold, Tantal, Titan
Michaela Gottstein

Michaela Gottstein

Goldschmiedin und Diplom-Designerin aus Düsseldorf

Michaela Gottsteins Arbeiten basieren auf einfachen, geometrischen Formen. Unterschiedliche Farben und glatte, unpolierte Oberflächen der verwendeten Metalle spielen eine wichtige Rolle. Hauptelement fast aller ihrer Schmuckstücke ist das seltene, dunkelgraue Metall Tantal. Die gelernte Goldschmiedin studierte nach ihrer Ausbildung in Düsseldorf Produktdesign. Inspiration bezieht sie häufig aus der bildenden Kunst, speziell der Minimal Art.

Welche Fähigkeiten braucht man, um diesen Beruf auszuüben?

Interesse für Kunst und Design, Kreativität und gute handwerkliche Fertigkeiten zur Umsetzung eigener Entwürfe.

"Mein Anliegen ist die Gestaltung von Schmuck in einer möglichst reduzierten, eindeutigen Formensprache."

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Anhänger, Silber
Ulrike Hahne

Ulrike Hahne

Goldschmiedemeisterin und Schmuckgestalterin aus Willich

Ulrike Hahne absolvierte eine klassische Ausbildung zur Goldschmiedin an der Zeichenakademie in Hanau. Es folgten Gesellenzeit in Recklinghausen und Meisterfortbildung in Essen. Meisterprüfung und Abschluss zur Staatlich Geprüften Schmuckgestalterin legte sie parallel ab und wagte anschließend sofort den Schritt in die Selbständigkeit. Zeitlos-moderne Klarheit zeichnet ihren Stil aus. Ulrike Hahne fertigt überwiegend Schmuck in edlem Silber oder Weißgold – was ihr auch selbst am besten gefällt.

Was ist Ihnen bei Ihren Schmuckstücken wichtig?

Präzise handwerkliche Ausführung, Originalität und Tragekomfort.

"Allzu verspielte Formen liegen mir nicht - ich mag es schnörkellos!"

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Gruppe "Wir"
Margarete Heimowski

Margarete Heimowski

Objektkünstlerin aus Ratingen

Ob Skulptur, Objekt, Schmuck oder Malerei – der Kreativität sind bei Margarete Heimowski keine Grenzen gesetzt. Lebenslanges Interesse am Zeichnen, ein Architekturstudium, Experimentieren mit unterschiedlichen Techniken und Materialien sind Teil der Vita der in Danzig geborene Künstlerin, die seit den 90er Jahren in Düsseldorf und Umgebung ausstellt. Erste Keramiken und Skulpturen entstanden aus Ton, zunehmend verwendet sie aber auch Materialien wie Pappmaché oder Schlacke – beides Abfallprodukte – sowie Holz.

Welche Materialien verwenden Sie derzeit am liebsten?

Besonders spannend finde ich die Verbindung von „profanen“ Materialien mit echtem Gold, welches beispielsweise meine Skulpturen stellenweise verziert.

"Meine Figurinen sind für mich ein Sinnbild für Individualität und gesellschaftliche Diversität."

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Wanduhr
Iris Heinrich

Iris Heinrich

Fotografin aus Duisburg

Geboren im Ruhrgebiet, aufgewachsen in einem Zechenhaus: Das ist die Heimat von Iris Heinrich. Die Ästhetik von Industrie und Landschaft begleitete sie ebenso wie die Liebe zur Fotografie und zum Design – lange bevor sie sich nach über 20 Jahren in einem kaufmännischen Beruf 2009 selbstständig machte. Ihre Kreativität setzt die „Foto-Werkerin“ auch bei ihren Ideen für viele praktische Produkte ein, beispielsweise Schlüsselanhänger und -bretter, Handtuchhalter, Uhren, Lampen oder Gartendekoration.

Wie würden Sie Ihre Arbeitsweise beschreiben?

Ich möchte mich nicht auf ein Genre beschränken. Wichtig sind mir meine eigene Sichtweise und meine eigene Art mich auszudrücken.

"Schon als Kind haben mich die fließenden Übergänge zwischen grauer Industrie und grünem Umfeld fasziniert."

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Ketten "Glückspunkt": Kiesel, Gold
Silke Holdinghausen

Silke Holdinghausen

Goldschmiedin aus Leverkusen

Silke Holdinghausen hat sich als selbstständige Goldschmiedin auf das Arbeiten mit Gold und Platin spezialisiert. Doch einen Teil ihres kreativen Schaffens widmet sie einem anderen „Rohstoff“ – in Jahrmillionen fein geschliffene Kiesel aus dem Rhein. Jeden ihrer „Rheinkiesel“ sucht sie selbst an den Ufern des Rheins, veredelt ihn mit Silber, Gold oder Brillianten und gestaltet daraus Schmuckanhänger.

Wem kann man mit Ihren "Rheinkieseln" eine Freude machen?

Mit dem Rheinkilometer als Fundortangabe des Kiesels: ein tolles Geschenk für Heimatverbundene!

"Mit viel handwerklicher Leidenschaft entsteht ein ganz individuelles Schmuckstück - ein Unikat.“

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Filzschale rot
Stefanie Holzgräwe

Stefanie Holzgräwe

Filzgestalterin aus Horn-Bad Meinberg

Nachhaltigkeit: für Stefanie Holzgräwe ein immer wichtiger werdender Aspekt in allen Bereichen des Lebens. Ihre von Hand gefilzten Produkte besitzen durch ihr Material – Wolle und Seide – genau diese umweltschonende Langlebigkeit. Filz ist zudem temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend, daher angenehm zu tragen. Neben Kleidung stellt die zertifizierte Filzgestalterin auch Wohnaccessoires wie Bilder, Kissen und Schalen her – Dinge, die uns auf unserem persönlichen Lebensweg begleiten. Ungewöhnlich: die von ihr geschaffenen Urnen in Form von Knospen, Blüten, Samenkapseln oder Baumstämmen. 

Was ist das Besondere an Filz?

Nur mit Hilfe von Wasser, Seife und gezielter Reibung entstehen aus Wolle die schönsten Dinge – ob transparent filigran oder archaisch derb.

"Die Arbeit mit dem nachwachsenden Material Wolle hat mich von Beginn an gefesselt."

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Ohrschmuck Silber rhodiniert, geschwärzt, mit Feingold
Barbara Huck

Barbara Huck

Goldschmiedin und Produktdesignerin aus Düsseldorf

Die Ausbildung in Düsseldorf bei Marie und Peter Hassenpflug, in deren Galerie sie Arbeiten internationaler zeitgenössischer Schmuckdesigner kennenlernte, war für Barbara Huck sehr inspirierend und prägend. Durch das Studium in Produktdesign bildete sich ihre Arbeitsweise noch prägnanter aus: Die Konstruktion als gestalterisches Mittel einzusetzen, den Stücken durch die Funktion ihre Form zu geben, ist charakteristisch für die Goldschmiedin. Dabei entsteht Schmuck, der im Aufbau sehr systematisch und streng ist und trotzdem eine warme, spielerische Ausstrahlung hat.

Wie kann sich handwerkliche Herstellung gegenüber der Industrie behaupten?

Angesichts der Konkurrenz ist es umso wichtiger, eine individuelle Linie zu haben und mit einem anspruchsvollen Design eine Alternative zum riesigen Angebot der Industrie zu bieten.

"Ich entwerfe Schmuck, der sich von den gängigen Produkten deutlich unterscheidet - ohne dabei zu extravagant zu sein."

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o.T., Malerei, Acryl, 2020
Monika Klemp

Monika Klemp

Kunstmalerin aus Lünen

Nach einer Lehre zur Fotografin und dem Studium "Graphische Technik" in Leipzig widmete sich die in Halle/Saale geborene Monika Klemp seit 2003 intensiver der Malerei. Nicht festgelegt auf eine Richtung, entstehen Bilder in Acryltechnik, abstrakt oder gegenständlich, die Stimmungen und Gefühlen auf vielfältige Weise Ausdruck verleihen. Schon in frühen Jahren war sie besonders fasziniert von den Ikonen der Pop-Kultur: Typische Merkmalle wie Abstraktion und Schwarz-Weiß-Kontraste lässt sie auf alten Designer-Stühlen wiederaufleben, deren Rückenlehne und Sitzfläche zum Kunstobjekt werden.

Ihr Motto?

Kunst ist Freiheit.

"Meine Leidenschaft für die Malerei liegt in der Vielfalt."

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Spielringe aus Gold mit diversen Edelsteinen
Astrid Klingen

Astrid Klingen

Goldschmiedin und Schmuckdesignerin aus Düsseldorf

Ihr besonderes Markenzeichen sind ihre „Spielringe“, ein Grundring aus Gold oder Silber, der mit unterschiedlichen Aufsätzen bestückt werden kann. Nach Lust und Laune werden Edelstein, Perlen, emaillierte Schalen und geschmiedetes Edelmetall kombiniert. Goldschmiedin Astrid Klingen betreibt seit ihrem Abschluss als Schmuckdesignerin ein eigenes Atelier mit Laden in Düsseldorf. Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt in der individuellen Gestaltung. Besonders wichtig ist ihr der Dialog mit den Kunden, damit ihre Unikate zum Lieblingsstück ihrer Träger*in werden.

Ihr Atelier ist ...?

... offen für jeden, der Freude am Schmuck hat und das Besondere liebt.

"Der Wert der Schmuckstücke bemisst sich für mich nicht nur in Edelmetall, Brillanten und Karat, sondern ebenso in persönlicher Geschichte und individueller Beziehung."

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Web-Struktur
Claudia Kölling

Claudia Kölling

Handweberin und Designerin aus Wuppertal

„Webdesign“ mal anders: Nach einem Universitätsstudium entdeckte Claudia Kölling die Handweberei und machte sich 1985 selbstständig. Die Freiheit, ihre eigene Chefin zu sein, genießt sie ebenso wie die nachhaltige Arbeit. Einen aussterbenden Beruf am Leben zu erhalten, empfindet sie durchaus als motivierend. Stoffentwurf und Modellgestaltung bilden bei ihr eine Einheit, der Webstuhl mit seinen Raffinessen, seinen unerschöpflichen Möglichkeiten, prägt das Produkt. Schuss für Schuss entsteht ein Stoff.

Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrer Arbeit?

Den Weg von der Faser über den Stoff zum fertigen Kleidungsstück oder Objekt in all seinen Etappen selbst zu gehen, zu gestalten und zu prägen.

"Das am Webstuhl entworfene Stoff-Unikat entsteht aus natürlichen, weich fließenden oder stark strukturierten Garnen in einer lebendigen Farbigkeit, unabhängig von allen Modeströmungen."

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Ohrschmuck
Conny Kokot

Conny Kokot

Goldschmiedin und Schmuckdesignerin aus Hagen

Am Beruf der Goldschmiedin reizte Conny Kokot sowohl der Umgang mit edlen Materialien als auch die Unabhängigkeit. Und auch bei ihren Arbeiten legt die Schmuckdesignerin Wert auf mehrere Aspekte: Außergewöhnlich und mit einem hohen Anspruch gefertigt, sollen sie dennoch tragbar sein. Dafür braucht es Geduld und Ideenreichtum. Aber auch Durchhaltevermögen und Soziale Intelligenz nennt die staatliche geprüfte Designerin für Schmuck und Gerät als Voraussetzung, um sich im Kunsthandwerk auf lange Sicht zu behaupten. Was ihr zweifellos gelungen ist: Kokot nahm nicht nur an zahlreichen Ausstellungen und Wettbewerben teil, sondern ist auch eine gefragte Expertin bei der Besetzung von Fachjurys.

Von welchen Projekten träumen Sie?

In Japan auszustellen!

"Meine Arbeiten sind mit hohem Anspruch gefertigt. Sie sollen außergewöhnlich, aber dennoch tragbar sein."

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Brosche, Transparentemail auf Feinsilber, teils mit Blattgold unterlegt. Stein: Lapislazuli
Christina Kremer

Christina Kremer

Gestalterin von Emailleschmuck aus Bergheim

Emaille ist ein faszinierendes, aber auch kapriziöses und eigensinniges Material – diese Erfahrung machte Christina Kremer, als sie 2011 die Emaillewerkstatt ihres Vaters übernahm. Seitdem eignete sie sich umfangreiche Kenntnisse in der Goldschmiede- und Emallierkunst an – und lernt doch noch jeden Tag dazu. Freude am Experimentieren, Sinn für Farben, Geduld und Hartnäckigkeit kommen ihr dabei zugute. Ihre Schmuckunikate fertigt sie vorwiegend in Cloisonné-Technik (Stegemaille). Dabei werden die einzelnen Farbflächen durch Silber- oder Golddrähte begrenzt.

Wo präsentieren Sie Ihren Emailleschmuck?

Ich zeige meine Arbeiten auf Ausstellungen in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Italien – und wenn möglich, künftig auch in den USA, Japan und Russland.

"Mit Emaille können einzigartige und wunderschöne Schmuckstücke entstehen, die nichts mit dem verstaubten Image zu tun haben, das ihm seit den 60er Jahren anhaftet."

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Vier Rucksäcke
Silvia Kruse-Nauen

Silke Kruse-Nauen

Taschendesignerin aus Neuss

Die Taschen, die sie begeistert hätten, fand Silvia Kruse-Nauen nirgends. Also machte sich die ausgebildete Directrice kurzerhand selbst ans Werk – und brachte ihre fundierte Ausbildung im Schneiderhandwerk, ihr Know-how in Design und Schnitterstellung und ihre langjährige Erfahrung in die von ihr gefertigten Taschen ein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Messengerbags, Shopper, Foldoverbags, Hipbags, Rucksäcke in vielen stilsicheren Formen und Farbkombinationen. Auch individuell angefertigte Maß-Kreationen sind auf Kund*innen-Wunsch möglich.

Was muss man aus Ihrer Sicht für diesen Beruf mitbringen?

Handwerkliches Geschick, viel Liebe zum Detail, Affinität zu Stoffen, Leder und deren Verarbeitung.

"Neben der kreativen Gestaltunge hat die Qualität der Verarbeitung für mich einen hohen Stellenwert."

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Perlenseil silber
Gisela Kulling

Gisela Kulling

Schmuckgestalterin aus Bremen

Ein ganzheitlicher Ansatz von Entwurf, Design und Herstellung ist kennzeichnend für Gisela Kulling. Seit 2004 entwickelte die Künstlerin eine eigene Schmucklinie, deren Tragekomfort und reduzierte Formen, ganz in der Tradition des Bauhauses, den „roten Faden“ für ihre Arbeit bilden.

Was bedeutet für Sie Gestaltung?

Gestalterische Prozesse beginnen oft mit funktionalen oder experimentellen Anforderungen – die Nadel, um ein Kleidungsstück zu fixieren, der Halsschmuck ohne Verschluss, das Profil eines Ringes, die Textur einer Oberfläche.

"Etwas mit der Hand herzustellen, ist mir ein grundlegendes Bedürfnis und bleibt bestimmend für mich und meine Entwicklung."

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Backform "Opera"
Detlef Kunen

Detlef Kunen

Keramiker und frei schaffender Künstler aus Dülmen

„Wie kommt man denn auf so etwas?“ wird Detlef Kunen oft gefragt. Die von ihm gestalteten künstlerischen Backformen aus glasiertem Steinzeug, mit denen sich „essbare Skulpturen“ herstellen lassen, fallen mit ihren ungewöhnlichen Formen sofort ins Auge. Neben der Keramik befasst sich der diplomierte Künstler auch mit konstruktiven Skulpturen. Seit 1988 arbeitet er freischaffend im Münsterland; zuvor ist er viel herumgekommen: Nach Keramik-Ausbildung und Kunststudium (Kiel) war er in Schweden und Tanzania tätig und lehrte an der FH Bochum (Fachbereich Architektur)

Ihre Philosophie?

Machen Sie es sich schön!

"Gutes Essen ist meine Leidenschaft, backen ist mein Hobby, Keramik-Kunst ist meine Profession!"

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C.N.M. Kollektion Frühjahr/Sommer 2020
Carina Norina Molitor

Carina Norina Molitor

Modedesignerin aus Siegburg

Modern und zeitlos zugleich? Bei C. N. M. kein Widerspruch! Die Frau hinter dem Label: Carina Norina Molitor, Schneidermeisterin, Schnitttechnikerin und staatlich gepr. Modegestalterin. Mit Liebe zur Mode und Überzeugung hat sie es aus den Anfängen in den heimischen vier Wänden zu einem Atelier geschafft, das erfolgreich faire Mode produziert – von der Kollektionsgestaltung und Schnittentwicklung bis zur Fertigung im Atelier und in deutschen Manufakturen.

Was macht für Sie den Unterschied?

Im Detail zu wissen, wie und wo meine Mode gefertigt wird – und die langjährigen Beziehungen zu Zulieferern und Produktionsstätten.

"So soll Mode entstehen: Fair, regional, nachhaltig und mit einem guten Gefühl!"

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Carbonreif mit Silberauflage und schwenkbarer Magnetschließe
Benjamin Müller

Benjamin Müller

Schreiner und Schmuckgestalter aus Windach-Schöffelding

Schreinerlehre, Bildhauerei, Schmuckgestaltung und noch viel mehr: Benjamin Müller erschloss sich im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten Techniken und Materialien. Mit KUBUS fand die Auseinandersetzung mit dem Material Carbon ihr Zuhause in einem außergewöhnlichen Schmuckatelier. Für seinen individuellen Carbonschmuck kombiniert er mit ausgefeilter Technik hochwertige Edelmetalle mit dem dunkel kontrastierenden Carbon. Seine Schmucklinie zeigt er seit 2010 auf Märkten, Messen und Ausstellungen.

Was fasziniert Sie an dem ungewöhnlichen Werkstoff Carbon?

Seine überraschende Leichtigkeit – die im Kontrast zur dunklen Farbe und der damit assoziierten Schwere steht.

"Schon als Jugendlicher habe ich mich für das Kunsthandwerk begeistert und mit vielen Materialien gearbeitet."

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ABC-Jacke
Eliza Piazzese

Eliza Piazzese

Modedesignerin aus Berlin

Das Mode-Handwerk wurde Eliza Piazzese quasi in die Wiege gelegt. In einer Familie von Kürschnermeister*innen wuchs sie „zwischen Nähmaschinen und Knöpfen“ auf… Sie selbst lernte das Modedesign in Berlin, wo sie vor zehn Jahren ihr eigenes Unternehmen gründete. Individualität und der Sinn für das Besondere stehen im Mittelpunkt der handgefertigten Unikate und Kleinserien. Ihre Berliner Werkstatt ist der Gegenentwurf zur Anonymität des Einkaufs im Internet. Um herauszufinden, was die Kundinnen wirklich wünschen, pflegt sie den direkten Kundenkontakt im Atelier oder am Verkaufsstand vor Ort. Die Gespräche und der Austausch sind ihr sehr wichtig.

Was ist für Sie der schönste Erfolg?

Der direkte und persönliche Kontakt ist der wichtigste Faktor: Mit so mancher Kundin hat sich über die Jahre auch eine Freundschaft aufgebaut.

"Der Verkauf macht mir mindestens so viel Spaß wie die Herstellung."

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Lichterkette aus Pflanzenfaserpapier
Christa Schumacher

Christa Schumacher

Künstlerin aus Xanten

Die Vielfalt der Formen, Farben, Strukturen und Oberflächen in der Natur haben Christa Schumacher von je her begeistert. Insbesondere die Pflanzenwelt in ihrem stetigen Wandel und Kreislauf vom Samen zum Keim, zur Pflanze, Blüte und Frucht. Eine ähnliche Verwandlung, die sie als Künstlerin selbst aktiv gestalten kann, ist das Papierschöpfen aus Pflanzenfasern und das Extrahieren der Farben aus verschiedenen Pflanzenteilen. Aus dem so gewonnenen Material formt sie Bilder, Lichter und Objekte.

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Kein Spaziergang ohne Staunen oder besondere Entdeckung!

"Mit den Schätzen der Natur, den Gestalten und Formen, die ihr innewohnen, zu arbeiten und so ihre Schönheit und Besonderheit hervorzuheben, ist mir ein Bedürfnis und eine Quelle der Inspiration."

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Sargmöbel
Anna Siotto

Anna Siotto

Schreinerin und Künstlerin aus Bad Belzig

Anna Siotto, seit 1985 als freischaffende Künstlerin tätig, lebt und arbeitet abwechselnd in Süddeutschland und Italien. Die Schreinerin verwendet ausschließlich einheimische Hölzer – und überwiegend solche, die als "fehlerhaft" angesehen werden. Die Wertschätzung dieser gewachsenen Einzigartigkeit verleiht jedem von ihr entworfenen Möbelstück seine besondere Schönheit und Eigenheit.

Wie ist die Idee zu Ihren ungewöhnlichen Sargmöbeln entstanden?

Aus dem Wunsch, Alternativen zu den herkömmlichen Särgen zu entwickeln. In den besonderen Möbeln, die mit ein paar einfachen Handgriffen für die letzte Reise umgebaut werden, spiegelt sich die Verbindung von Leben und Tod.

"Allen meinen Entwürfen liegt meine Philosophie im Umgang mit den Hölzern zugrunde. Ich möchte die gewachsene Farbe und Form des Holzes sichtbar machen und zum Strahlen bringen."

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Magnetblock aus geräucherter Eiche (Hirnholz), beidseitig verwendbar
Hubert Steffe

Hubert Steffe

Tischler aus Bremen

Was braucht man, um sich zu Hause wohl zu fühlen? Dinge, die man jeden Tag gern ansieht und berührt! Als Tischler liegt Hubert Steffe das Material Holz besonders am Herzen. Mit der richtigen Mischung aus Experimentierfreude und Respekt vor dem Material gelingt aus seiner Sicht ein gutes Produkt. Seine Holzarbeiten, die sich durch Funktionalität, Langlebigkeit und Sinnlichkeit auszeichnen, sind zeitlose Unikate. Für seine Schneidbretter erhielt Steffe u.a. 2017 den Hessischen Staatspreis.

Welche Fähigkeiten braucht man als Tischler?

Geduld und ein waches Auge!

"Bei allem, was man in die Hand nimmt, sind die Charaktereigenschaften des jeweiligen Materials entscheidend."

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"Crossbody"-Tasche aus Kalbsleder mit Dekorelement aus Bubinga-Holz
Soumaya Zairi

Soumaya Zairi

Designerin aus Ostercappeln

Die in Brüssel geborene Designerin Soumaya Zairi entwirft und fertigt hochwertige Taschen aus Leder für unterschiedliche Funktionen – und Menschen. Das ist ihr wichtig, denn die Neugier auf andere Kulturen ist eine Inspiration für ihre Arbeit. Aufenthalte in Marokko und Hongkong weckten die Begeisterung für Materialien wie Stein, Seide, Holz und Leder und deren Farben und Strukturen. Die „Maroquinerie“ lernte sie in Belgien, heute kreiert sie ihre eigene Kollektion in Deutschland, wo sie auch lebt.

Welches Land möchten Sie unbedingt kennenlernen?

Indien. Wegen der Vielfalt und strahlenden Kraft seiner Farben.

"Besonders Jade und andere Halbedelsteine, die verschiedensten Seiden, Hölzer und Gewürze, Leder aller Art, Textilien ... haben mich in ihren Bann gezogen."

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