Für jeden etwas dabei: Beim 16. Düsseldorfer Markt für Zeitgenössisches Kunsthandwerk wurde Schönes und Tragbares geboten: Von Bekleidung und Schmuck bis zu Keramik, Glas, Holz oder Metall.
HWK Düsseldorf
Für jeden etwas dabei: Beim 16. Düsseldorfer Markt für Zeitgenössisches Kunsthandwerk wurde Schönes und Tragbares geboten: Von Bekleidung und Schmuck bis zu Keramik, Glas, Holz oder Metall.

Kunsthandwerk bei der Handwerkskammer

Pressemitteilung Nr. 27 vom 11. Juni 2018

Ob charaktervoll oder charmant-verspielt: Unikate aus dem Kunsthandwerk von Niederrhein und angrenzenden Regionen lockten mehr aus Eintausend nach Düsseldorf-Bilk

„Kunsthandwerk auf dem Parkdeck“ – so spröde der Titel anmutet, ein jedes Jahr an einem Juniwochenende in Bilk im Süden der Düsseldorfer City begeistert ein Parcours voller wahrer Kleinodien ein geschmackssicheres Publikum, das nur hier in dieser Fülle Unikate und Kleinserien aus vielen der besten Werkstätten des Niederrheins und des angrenzenden Auslands geboten bekommt.

Seit anderthalb Jahrzehnten machen gerade die neu zugewachsenen Gestaltungskönner und Gäste die Würze der speziellen Verkaufsausstellung aus, deren Qualitätsniveau die veranstaltende Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks am Niederrhein e.V. in Kooperation mit der Handwerkskammer durch ein stets striktes Auswahlverfahren im Vorfeld sichert. Lohn der Anstrengung: Auch am 9. und 10. Juni dieses Jahres pilgerten einmal mehr über eintausend Besucher an den Georg-Schulhoff-Platz, um in den Auslagen der 80 Aussteller aus den Bereichen Schmuck, Textil/Leder, Keramik, Glas, Holz, Metall, Stein, Foto und Papier Entdeckungswürdiges auszumachen – und zu erstehen. Bei Astrid Klingen beispielsweise. „Blumig, aber klar; nicht zu verspielt“, so beschreibt die Gold- und Silberschmiedin und diplomierte Schmuckdesignerin ihr gestalterisches Credo. Die grafische Bildhaftigkeit ihrer Anhänger, Broschen, Ringe und Nadeln haben der Düsseldorfer Kunsthandwerkerin schon zahlreiche Preise eingetragen. Regelrecht ein Markenzeichen sind ihre „Spielringe“, deren besonderer Reiz in auswechselbaren Aufsätzen besteht. „Da kann auch der Stein aus einem Erbstück passend eingefügt werden“, beschreibt Klingen das Konzept.

Petrolblau ist die Lieblingsfarbe von Helen Arakawa, die ebenfalls in der Landeshauptstadt – in Derendorf – produziert. Zufallsmuster aus Schlieren dieses – und auch anderer – Farbtöne geben den Schalen, Tellern, Bechern und Vasen der distinkten Keramikerin ihren besonderen Reiz, die Dessins ähneln zuweilen den abstrakten Bildkompositionen des Malers Gerhard Richter. Ein paar Meter weiter springen die großformatigen Weiterentwicklungen von Modeschmuck-Extravaganzen aus der Stilperiode der 80er Jahre ins Auge: Francisca Henneman aus Rotterdam konnte sich über mangelnden Zulauf wahrlich nicht beklagen. Und eine ästhetische Marktlücke hat auch Ulrike Schmitt aus Langenfeld entdeckt: ihre Kleinobjekte aus Zement schreien förmlich danach, die strenge Betonoptik moderner Bäder und Nasszellen aufzulockern.

Und so bestätigte auch der diesjährige Rundgang übers Parkdeck die Erwartungen der Gekommenen, auf Charaktervolles oder – je nach Gusto – auf Charmant-Verspieltes zu stoßen.

Konrad_Alexander

Alexander Konrad

Leiter Kommunikation & Pressesprecher

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