57_Lehrling des Monats_22.10.15

Lehrling des Monats Oktober 2015

Pressemitteilung Nr. 57 vom 22.10.2015

Schnell, sachkundig, strukturiert: Der angehende Kfz-Mechatroniker Niklas Knäpper ist "Lehrling des Monats" Oktober
Auszeichnung durch Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft am 22.10.2015

Niklas Knäpper ist "Lehrling des Monats" Oktober 2015. Der 19-Jährige ist Azubi im 4. Lehrjahr im Autohaus Tölke & Fischer in Krefeld. Das frühe Können des aufstrebenden Junghandwerkers wurde am Donnerstag im Ausbildungsbetrieb mit einer Feierstunde gewürdigt; Kammerpräsident Andreas Ehlert und Vizepräsident Karlheinz Reidenbach sowie Kreishandwerksmeister Rolf Meurer überreichten Urkunde und eine "Icewatch" als Anerkennung. Für den Bereich der Kreishandwerkerschaft Niederrhein ist der angehende Kraftfahrzeugmechatroniker sogar "Lehrling des Jahres". Denn die auslobende Handwerkskammer verleiht die Auszeichnung in monatlichem Wechsel gemeinsam mit jeweils einer anderen der 12 Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk.

Selten war die Sondierung durch Kammer und Innungen so eindeutig: "Niklas ist gleichermaßen stark in Theorie und Fachpraxis, in Teamwork und Kundenbetreuung", bestätigt sein Ausbilder René Krohnen, Und in der Tat: Einser pflastern bislang seinen Weg: im Abgangszeugnis zur Mittleren Reife, im Zeugnisheft der Berufsschule, in der Zwischenprüfung. Die "Kehrseite" der Medaille: Der angehende Kraftfahrzeugtechniker ist in seiner Lehre von Anfang an und vergleichsweise besonders intensiv gefordert worden. So waren etwa kleine Lernstands- oder praktische Tests zu den jeweiligen Ausbildungsthemen regelmäßiger Bestandteil seiner betrieblichen Unterweisung in den ersten beiden Ausbildungsjahren. Unter anderem elektronische Schaltungen mit eingebauten Mängeln, "um festzustellen, wo sich die Spannung teilt", Fragebögen zu den funktionalen Details eines Getriebes, oder Zündbilder waren Gegenstand solcher Vertiefungen und Lernkontrollen. Sie gewöhnten den begeisterten Azubi daran, sein sich permanent erweiterndes Wissen und Können stets abrufbar zu halten. "Das war schon fordernd", blickt Niklas Knäpper auf seine erste Ausbildungsphase zurück. Immerhin: "Heute kann ich ein Steuergerät nicht nur bedienen, sondern, wenn´s sein muss, auch auseinandernehmen und reparieren."

Eine "Vorbelastung" von Zuhause - Niklas Vater ist Kraftfahrzeugmechatroniker in einem anderen Werkstattunternehmen - dürfte für den Durchstarter ebenfalls nicht von Nachteil gewesen sein. "Mit 13, 14 durfte ich in der Garage den ersten Zylinderkopf zerlegen und mithelfen, einen Zahnriemen auszutauschen", erinnert sich Knäpper an die ersten spielerischen Gehversuche im künftigen Metier - und richtet den Blick sogleich wieder auf die Gegenwart - und nach vorn. Denn Niklas Knäpper macht sich Gedanken über sein berufliches Umfeld - wie auch über seine nächsten Schritte, wenn in einem halben Jahr die Gesellenprüfung überstanden ist. Die automobile Zukunft liege in Hybridfahrzeugen, ist sich Knäpper sicher. Der Einspareffekt beim Verbrauch fossiler Energie werde hier durch effektiven Batteriebetrieb ergänzt, da die Aggregate während der Fahrt wieder aufgeladen und entsprechend klein gehalten werden können, beschreibt der Noch-Azubi einen Hauptvorzug dieser Technologie. Effektivität ist Niklas Knäpper auch in seiner weiteren Karriere-Planung nicht fremd: Noch im Monat der Abschlussprüfungen will er mit den ersten Fachmodulen der Meisterprüfung beginnen. "Werkstattleitung, und sehr gerne auch selbst ausbilden", so definiert er seine berufliche Perspektive. "Wir wollen Niklas unbedingt halten und weiter fördern", lässt René Krohnen keinen Zweifel daran, wie realistisch Niklas Knäppers Wunschszenario ist. - Mit knapp zwanzig eine dreieinhalbjährige Berufsausbildung absolviert, womöglich drei Jahre später Meister und Leitungsfunktion: Wenn alles so kommt, wie seine Begabung und die übrigen Vorzeichen es andeuten, dann dürften nicht wenige seiner Bekannten und Freunde, die vermeintlich hochfliegendere akademische Berufsträume verfolgen, bald schon neidisch auf Niklas dualen Ausbildungsweg schauen. "Ich habe als Gesamtschüler von gutem Werkkundeunterricht profitiert. So etwas sollte es auch an den Gymnasien geben", lautet Knäppers selbstbewusste Empfehlung.

Kammer und Kreishandwerk treffen die Auswahl jeweils gemeinsam. Für die Auszeichnung sind folgende Kriterien beachtlich: weit überdurchschnittliche fachliche Kompetenz; besondere Handfertigkeit oder Kundenorientierung; besondere Leistungsbereitschaft / Zielstrebigkeit; ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein; erfolgreiches Bestehen der Anforderungen trotz (körperlichem oder mentalem) Handicap; "die Kurve gekriegt" nach einem zuvor nicht ganz geradem Lebensweg.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Unser honorarfreies Pressefoto (Wilfried Meyer) zeigt (v. l.) Kammerpräsident Andreas Ehlert, Ausbilder René Krohnen, "Lehrling des Monats" Oktober Niklas Knäpper und Kreishandwerksmeister Rolf Meurer.  

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Alexander Konrad

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