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Lehrstellen zu besetzen ist schwieriger als im Vorjahr

Die Blitz-Umfrage der Handwerkskammer Düsseldorf zur Nachwuchsgewinnung wurde stark frequentiert. Die Ergebnisse zeigen deutlich den Engpass bei der Nachwuchsgewinnung im Handwerk.

Ehlert: „Nachwuchs-Engpass in dualen Berufen muss Politikthema Nr. 1 werden“.

Die Sorge um ausreichend Nachwuchskräfte treibt die Handwerksunternehmen massiv um. Das belegt auch eine (nicht gesondert beworbene) Web-Umfrage der Handwerkskammer Düsseldorf auf ihrer Internetseite. Keine der Vorläufer-Umfragen zeitigte auch nur annähernd so viele Reaktionen wie die aktuelle nach den Erfahrungen bei der Lehrlingssuche in diesem Jahr; annähernd 300 machten mit. 43 Prozent von ihnen gaben an, in ihrer Firma seien Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben (279 Antworten). Nur gut jeder zweite (57 Prozent) bestätigte, er (oder sie) habe alle Ausbildungsstellen vergeben können.

Auf die Frage nach der Besetzbarkeit der angebotenen Lehrstellen im Vergleich zum Vorjahr (284 Rückmeldungen) bestätigte mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Umfrage-Teilnehmer, es sei in diesem Jahr „noch schwieriger“ gewesen als im Vorjahr, Lehrlinge zu finden.  Nur 12 Prozent befanden den Akquise-Prozess in diesem Jahr als leichter.

„Die Daten sind zwar nicht repräsentativ, bestätigen jedoch die Erkenntnisse anderer Umfragen und Erhebungen: Es ist noch härter und aufwändiger geworden, Bewerber auf eine Berufslehre zu finden. Kein Bildungsthema muss in Politik und Gesellschaft stärker gewälzt werden als die Frage, wie sich mehr Interessenten an einer dualen Berufsausbildung gewinnen und der Fachkräfteengpass in der gewerblichen Wirtschaft überwinden lassen,“ betonte der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf bei der Bekanntgabe der Ergebnisse der HWK-Trendumfrage.

Die nächste Trendumfrage im Kammer-Web lautet ab 24. September (bis 24. Oktober): „Was tun Sie, um Fachkräfte im Unternehmen zu halten?“