Zukunftssicher mobil im Handwerk
HWK Düsseldorf
Zukunftssicher mobil im Handwerk

Mobilität neu denken: Zukunftssicher mobil im Handwerk

Erfolgreiche Gemeinschaftsveranstaltung der Handwerkskammern im Ruhrgebiet / 120 Teilnehmer kamen zu Vorträgen, nutzten die Chance zu Probefahrten und informierten sich auf einem "Markt der Möglichkeiten"

10 Vorträge, 18 Aussteller, 15 Elektro- Brennstoffzellen- und Erdgasfahrzeuge und Lastenräder mit 120 Teilnehmern so die eindrucksvolle Bilanz der Gemeinschaftsveranstaltung der Handwerkskammern Dortmund, Düsseldorf und Münster „Zukunftssicher mobil im Handwerk“ am 6. Juli 2017 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Vor dem aktuellen Hintergrund drohender Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, einer immer weiter zunehmenden Belastung der Städte durch Luftschadstoffe und Lärm sowie der fortschreitenden technischen Entwicklung im Bereich der alternativen Antriebe und Kraftstoffe, wurden Strategien und Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität im Handwerk vorgestellt.

In Ihrem Eingangsstatement formulierte Kerstin Feix, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Dortmund und Inhaberin des Autohauses Feix mit Standorten in Bochum und Witten und ca. 100 Mitarbeitern, dass wir einen schwierigen Übergang zu bewältigen haben und plädierte für einen behutsamen Übergang zu alternativen Antrieben anstelle eines aufgezwungenen Schnellwandels.

Wie Elektromobilität eingesetzt werden kann und neue Mobilitätskonzepte in Handwerksbetrieben auch heute schon sehr gut funktionieren, davon konnten drei erfolgreiche und überzeugte Handwerksunternehmer berichten: Die Gebäudereiniger der Werner Scheene GmbH in Hagen legen die meisten Dienstwege mit Bus und Bahn zurück, für den Rest steht eine Flotte mit Fahrzeugen zur Verfügung. Zur Freude und Begeisterung seiner Mitarbeiter und Kunden ein Großteil davon mittlerweile mit Elektroantrieb - betrieben mit 100 Prozent Ökostrom aus der eigenen Photovoltaikanlage. Der Fuhrpark der Firma Tekloth Energie- und Gebäudetechnik GmbH aus Bocholt besteht seit einigen Jahren auch schon zu einem großen Anteil aus Elektro- und Erdgasfahrzeugen. Geschäftsführer Jürgen Willing möchte sehr gerne ganz weg von Benzin und Diesel und ist überzeugt: „Energie sparen ist kein Verzicht. Es ist die schlaue Art, Umweltschutz, Effizienz und Komfort zu verbinden.“  Der Inhaber des Hildener Bäckereibetriebes „Ihr Bäcker Schüren“, Roland Schüren, präsentierte eine von ihm organisierte Beschaffungs-Initiative, eine Facebookgruppe namens „E-Transporter Selbsthilfegruppe powered by Ihr Bäcker Schüren“. Darin wirbt Roland Schüren um Mitstreiter für einen Großauftrag, mit dem er eine größere Anzahl Elektrotransporter in der Sprinter-Klasse nach firmeneigenen Ansprüchen bauen lassen möchte. Hier fehlen Stromfahrzeuge bislang noch völlig. „Schließlich bietet das Fahrverhalten vieler Handwerksbetriebe ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Elektrofahrzeugen. Bekannte Fahrtrouten, überschaubare Distanzen und planbare Stillstandzeiten machen Elektromobile für Handwerker attraktiv" legte Schüren dar.

Weitere Highlights: Vorträge und Beratungsangebote zum betrieblichen Mobilitätsmanagement, mit dem Betriebe systematisch ihren Mobilitätsbedarf ermitteln und optimieren können. GPS-gestützte Telematik-Lösungen mit denen man immer weiß, wo sich die einzelnen Firmenfahrzeuge befinden und Einsätze sich noch effizienter planen und Routen optimieren lassen. Durch den Einsatz von Lastenrädern/Cargobikes ist der innerstädtische Transport meist schneller, günstiger und zudem umweltfreundlicher möglich als mit konventionellen Kraftfahrzeugen.

Gabriele Poth, Leiterin des Zentrums für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf, resümierte in ihrem Abschlussstatement: „Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs. Dieser vollzieht sich rasant, interessant und mit einer Vielzahl neuer Entwicklungen. Das Handwerk wird auch in diesen Feldern seine Innovationskraft zeigen.“



Zukunftsicher mobil 6.7. Außen
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Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Handwerkskammern im Ruhrgebiet

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