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So können Sie Fahrverbote überwindenNachrüstung oder Neukauf von Fahrzeugen

Nachrüstung mit Dieselruß-Partikelfiltern

(Zum Durchfahren der bereits bestehenden Umweltzonen)

Vielfach können Fahrzeuge, die mit einem Fahrverbot in der Umweltzone belegt sind, nachgerüstet werden. Vorteil: In vielen Fällen wird damit ein Fahrverbot vermieden bzw. eine höhere Plakettenstufe erreicht. Einen ersten Überblick über aktuell verfügbare Nachrüstsysteme sind in zwei Datenbanken abrufbar. Detailauskunft gibt die Kfz-Fachwerkstatt.

Mehr Infos

 www.feinstaubplakette.de   
 www.feinstaub.gtue.de 

Anbieter von Partikelfilter-Nachrüstungssystemen:
Kfz-Fachverband NRW



Elektro-, Hybrid- und Wasserstofffahrzeuge

Neukauf, Leasing, Umrüstung von bzw. auf Elektro-, Hybrid- und Wasserstofffahrzeuge(n),  sowie der Betrieb der zugehörigen Ladeinfrastruktur werden im Rahmen verschiedener Förderprogramme finanziell unterstützt. Folgende Förderungen können in Frage kommen:

Umweltbonus

Der Bund fördert den Erwerb (Kauf oder Leasing) neuer oder junger gebrauchter batterieelektrischer Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge mit dem sog. „Umweltbonus“. Er gilt bis zum 31. Dezember 2025. Die Finanzierung des Umweltbonus erfolgte zunächst zur Hälfte durch den Automobilhersteller (Herstelleranteil am Umweltbonus) und zur Hälfte durch einen Bundeszuschuss (Bundesanteil am Umweltbonus).

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hatte der Koalitionsausschuss am 3. Juni 2020  beschlossen, den staatlichen Anteil am Umweltbonus in Form einer zusätzlichen Innovationsprämie befristet zu verdoppeln. Der Herstelleranteil am Umweltbonus bliebt unverändert. Die zunächst auf Ende Dezember 2021 befristete Innovationsprämie wurde um ein Jahr verlängert und gilt nun bis zum 31. Dezember 2022.

 Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) vom 21. Oktober 2020
 Geänderte Richtlinie zur Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus) vom 24. November 2021

Es werden Elektrofahrzeuge der Klassen M1 (Pkw) und N1 (leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen) gefördert. Fahrzeuge der Klasse N2 (zulässige Gesamtmasse mehr als 3,5 Tonnen) sind nur förderfähig, wenn sie mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B geführt werden dürfen.

Das Fahrzeugmodell muss auf der vom  BAFA geführten Liste förderfähigen elektrisch betriebenen Fahrzeuge genannt sein. Modelle mit einem Basis-Listenpreis über 65.000 Euro sind nicht förderfähig.

Bei Neufahrzeugen darf die Erstzulassung bei Antragstellung nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Gebrauchte Fahrzeuge müssen nach dem 4. November 2019 oder später erstzugelassen sein und dürfen zum Zeitpunkt der Zweitzulassung eine maximale Laufleistung von 15.000 km nicht überschreiten. Darüber hinaus gelten sowohl für den Kauf eines Neuwagens wie eines gebrauchten Fahrzeugs bestimmte Mindesthaltedauern.

Weitere Infos zu den Fördervoraussetzungen für den Kauf eines neuen bzw. jungen gebrauchten Elektrofahrzeugs sowie Leasing finden Sie auf der
 Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Förderhöhe differenziert zwischen Neu- und Gebrauchtwagen, Antriebsart und BAFA-Listenpreis. Entsprechende Übersichten finden Sie auf der
 Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Förderhöhe für Neufahrzeuge (inkl. Innovationsprämie)

Reine Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenfahrzeuge:

  • BAFA-Listenpreis: bis 40.000 Euro - Bundesanteil der Förderung: 6.000 Euro
  • BAFA-Listenpreis: über 40.000 Euro - Bundesanteil der Förderung: 5.000 Euro

Plug-in-Hybrid:

  • BAFA-Listenpreis: bis 40.000 Euro - Bundesanteil der Förderung: 4.500 Euro
  • BAFA-Listenpreis: über 40.000 Euro - Bundesanteil der Förderung: 3.750 Euro

Von der erhöhten Förderung (Innovationsprämie) profitieren rückwirkend auch:

  • Neuwagen, die nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2022 erstmalig zugelassen wurden. Der Antrag muss hierfür bis spätestens am 31. Dezember 2022 gestellt werden.
  • Gebrauchtwagen, die erstmalig nach dem 4. November 2019 oder später zugelassen wurden und deren Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2022 erfolgt ist. Der Antrag muss hierfür bis spätestens am 31. Dezember 2022 gestellt werden.

Die Antragstellung und Förderung erfolgt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in einem einstufigen vollelektronischen Verfahren.

Bevor Sie einen Antrag stellen, müssen Sie das Fahrzeug erworben und zugelassen haben. Sobald das Fahrzeug auf Sie zugelassen wurde, können Sie innerhalb eines Jahres ab Zulassungsdatum Ihren Antrag stellen.

Den Antrag und alle weiteren Informationen zum Programm und Verfahren finden Sie auf der
 Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Der BAFA-Umweltbonus kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Eine Liste der in Frage kommenden Programme finden Sie im
 Merkblatt des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter Zif. 3



NRW-Förderung für Unternehmen (Emissionsarme Mobilität)

Über das Förderprogramm Emissionsarme Mobilität des Landes NRW können Unternehmen für reine Batterieelektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge 8.000 Euro für den Kauf eines E-Nutzfahrzeugs der Klasse N1 mit einer zulässigen Gesamtmasse von mindestens 2,3 Tonnen und der Klasse N2 mit einer zulässigen Gesamtmasse von weniger als 7,5 Tonnen erhalten.

Voraussetzungen für Neufahrzeuge:
  • 1000 km max. Laufleistung
  • keine Standschäden
  • mehr als 50 % Einsatz der jährlichen Fahrleistungen mit dem geförderten Fahrzeug innerhalb NRWs (Dokumentation der Fahrten außerhalb von NRW mit Kilometerangaben)

Für Vorführfahrzeuge gelten abweichende Regelungen.

Durch die Kombination der NRW-Förderung mit dem Herstelleranteil am Umweltbonus ist eine Unterstützung von bis zu 11.000 Euro möglich. 

Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden.

Neben dem Kauf werden auch Leasing und Langzeitmiete von elektrisch betriebenen Fahrzeugen gefördert.

Fördermodalitäten und Antragstellung:

 www.elektromobilitaet.nrw.de


KfW Klimaschutzoffensive für den Mittelstand

Die KfW fördert die Anschaffung von Elektro-, Hybrid und Brennstoffzellenfahrzeugen sowie Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit direkten Emissionen von höchstens 50g CO2/km. Die Förderung umfasst neben einer Finanzierung einen Klima­zuschuss.

  • Beim Klimazuschuss handelt es sich um ein befristetes Angebot der KfW.
  • Die maximale Höhe variiert.
  • Es gilt der zum Zeit­punkt der Zusage aktuelle Klima­zuschuss.
  • Der Zuschuss wird nur in Verbindung mit einem Kredit der KfW-Bank gewährt.
  • Die Förderung ist mit dem Umweltbonus kombinierbar.


NRW.BANK.Elektromobilität

Die NRW.BANK bietet zinsvergünstigte Darlehen für:

  • Erwerb von Elektro-, Brennstoffzellen- und Wasserstoff-Fahrzeugen (Ausnahme: Leasingfinanzierungen)
  • Investitionen im Zusammenhang mit Elektromobilität (z. B. Investitionen in Ladeinfrastruktur oder Batterietechnik)
  • Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der Elektromobilität
  • Umrüstungen von Fahrzeugen auf elektrische Antriebe


KfW-Umweltprogramm (Darlehen)

Die KfW ermöglicht u.a. eine zinsgünstige Finanzierung bei der Anschaffung nachstehender gewerblich genutzter Fahrzeuge (PKW, Zweirad, Nutzfahrzeuge inklusive Busse):

  • mit rein batterieelektrischem Antrieb
  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge kann ebenfalls gefördert werden.


Bestehende Förderprogramme für Unternehmen

(E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur, E-Lastenräder etc.)

 www.elektromobilitaet.nrw





Förderung von Erdgasfahrzeugen

Der Neukauf eines Erdgasfahrzeugs wird auch von Energieversorgern unterstützt.



Energielabel – Informationsangebot der Deutschen Energieagentur (dena)

Auf Basis der neuen Energieverbrauchskennzeichnungsregelungen müssen Neufahrzeuge (Pkw) durch Händler und Leasingunternehmen mit einem Label versehen werden, das den Energieverbrauch (und damit die Auswirkungen auf die Kraftstoffkosten und die CO2-basierte Kfz-Steuer) für die Kunden über eine Farbskala verdeutlicht.

Die dena stellt zu dieser Thematik Informationen bereit, die sich auch gezielt an Gewerbetreibende zur Unterstützung der Entwicklung der betrieblichen Fuhrparks richten. Ein Onlinetool soll Gewerbetreibende bei der Auswahl eines energieeffizienten Firmenwagens unterstützen.



Andrea Raddatz

Abteilungsleiterin

Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf
Tel. 0211 8795-340
Fax 0211 8795-95340
andrea.raddatz--at--hwk-duesseldorf.de