Rechnungen richtig stellen

Handwerker erstellen ihren Kunden nach erbrachter Leistung eine Rechnung. Wir zeigen, welche Angaben enthalten sein müssen..

Pflichtangaben

  • Vollständiger Name und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers.
  • Steuernummer oder die vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmers.
  • Ausstellungsdatum der Rechnung.
  • Rechnungsnummer: Eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird.
  • Menge und die Art (handelsübliche Bezeichnung) der gelieferten Gegenstände oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistung.
  • Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung. Wird das Entgelt oder einen Teil davon vorher vereinnahmt (Anzahlung) der Zeitpunkt der Vereinnahmung, sofern der Zeitpunkt der Vereinnahmung feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt.
  • Aufschlüsselung des Entgelts nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist (ein allgemeiner Verweis auf die Vereinbarungen zur Entgeltminderung ist ausreichend, z.B.: "Bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt abzüglich 2 Prozent Skonto").
  • Anzuwendender Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.
  • In Fällen des § 14b Abs. 1 Satz 5 (Werklieferung bzw. sonstigen Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück, an nicht Unternehmer) einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers.
  • In Fällen der Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger oder durch einen von ihm beauftragten Dritten (gemäß § 14 Absatz 2 Satz 2 UStG) die Angabe „Gutschrift”.

Zusätzliche Pflichtangaben in besonderen Fällen

§ 14 a UStG regelt zusätzliche Pflichten bei der Ausstellung von Rechnungen, beispielsweise:

  • Bei einer Rechnung, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet (sog. Reverse Charge) muss der folgende Hinweis enthalten sein: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“
  • In Fällen der Differenzbesteuerung ist auf die Anwendung der entsprechenden Sonderregelungen nach § 25a UStG hinzuweisen (der Zusatz „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung“ muss enthalten sein)
  • Bei Leistungen zwischen verschiedenen EU-Mitgliedstaaten die USt-IdNr. des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • Beim Vorliegen eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts, der Hinweis auf das Dreiecksgeschäft und auf die Steuerschuldnerschaft des letzten Abnehmers sowie USt-IDNr. des Leistenden und des Leistungsempfängers

Ansprechpartner

Richard Thielen

Tel. 0208 82055-34
Fax 0208 82055-33
richard.thielen--at--hwk-duesseldorf.de

Kleinbetragsrechnungen

Für Rechnungen bis zu einem Gesamtbetrag von 250 Euro sind weniger Angaben erforderlich, mindestens aber:

  • Vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmens
  • Ausstellungsdatum
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der Lieferung oder Leistung
  • Entgelt und der darauf entfallende Steuerbetrag in Summe
  • Der anzuwendende Umsatzsteuersatz oder einen Hinweis auf die Steuerbefreiung

Bitte beachten Sie:

Für Bauleistungen benötigen auch Privatpersonen eine Rechnung
  Rechnungen über Bauleistungen an Privatpersonen und an Unternehmen