Rechnungen über Bauleistungen an Privatpersonen

Bei Werklieferungen und sonstigen Leistungen an einem Grundstück (also für alle Bau- und baunahen Arbeiten) sind Handwerker verpflichtet, innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung eine Rechnung auszustellen. Das ist eine der Regelungen des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes.

Auch private Auftraggeber müssen nun immer eine Rechnung bekommen. Zudem müssen Privatpersonen und Unternehmer, die die Leistung für ihren nichtunternehmerischen Bereich bezogen haben, die Rechnung oder eine andere beweiskräftige Unterlage mindestens zwei Jahre aufbewahren. Wer als privater Auftraggeber keine Rechnung vorweisen kann, handelt ordnungswidrig; dies kann mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro geahndet werden. Allerdings reicht bei Verlust der Rechnung auch ein Kontoauszug als Zahlungsnachweis.

Hinweis:

Jede Rechnung muss einen Vermerk enthalten, der auf diese Aufbewahrungspflicht hinweist. Der kann wie folgt lauten: "Als Leistungsempfänger sind Sie verpflichtet diese Rechnung, einen Zahlungsbeleg oder eine andere beweiskräftige Unterlage mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren."

Rechnung an Unternehmer

Alle Unternehmer sind zur Ausstellung von Rechnungen verpflichtet, wenn sie ihre Leistung an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen erbringen. Wie bisher muss der leistende Unternehmer ein Doppel der Rechnung und der Auftraggeber die Originalrechnung zehn Jahre lang aufbewahren.

Der leistende Unternehmer muss die Rechnung innerhalb von sechs Monaten ausstellen. Wird eine Rechnung nicht oder zu spät ausgestellt, drohen Bußgelder von bis zu 5.000 Euro.

Bier

RA Michael Bier, LL.M.

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