Sachkundige Dichtheitsprüfer für private Hausanschlussleitungen

Anerkennungsfähigkeit des Abschlusses als "Geprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Rohr-, Kanal- und Industrieservice" (RKI-Meister)

Bescheinigungen zur Dichtheit von privaten Hausanschlussleitungen werden nur dann behördlich anerkannt, wenn Sie von einem Sachkundigen Dichtheitsprüfer ausgestellt sind.

Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die zuständige Handwerkskammer die Sachkunde einer Person feststellen kann. Erstens muss ein Antragsteller eine geeignete Berufsausbildung nachweisen, in bestimmten Fällen kombiniert mit einer mehrjährigen Berufserfahrung. Zweitens muss er eine besondere Sachkunde erworben haben, welche durch die Teilnahme an einem geeigneten Sachkundelehrgang und durch das Ablegen einer speziellen Prüfung nachgewiesen wird.

Bislang erfüllte der Abschluss als „Geprüfter Meister/Geprüfte Meisterin für Rohr-, Kanal- und Industrieservice“ (RKI-Meister) die Anforderungen an die Berufsausbildung, ersetzte aber nicht den zusätzlichen Schulungsbedarf.

Ab sofort werden bereits während des Fortbildungslehrgangs zur Vorbereitung auf die Prüfung zum RKI-Meister lehrgangsbegleitend gesonderte Prüfungen gem. Ziffer 2.4 des RdErl. MUNLV 2009 (zukünftig § 13 Abs. 2 SüwV Abw NRW) abgenommen.

Da die Anforderungen des RdErl. MUNLV 2009 bereits auch seit der Einführung dieses RdErl. in der Meisterausbildung berücksichtigt wurden, erkennen die Handwerkskammer Düsseldorf und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) auch Meisterprüfungen als Sachkundenachweis an, die seit einschließlich 2009 abgelegt wurden. Allerdings muss die Sachkunde gem. Ziff. 2.2 (zukünftig § 13 Abs. 5 SüwV Abw NRW) aufgefrischt werden, sofern diese Prüfung mehr als drei Jahre zurückliegt.

Auch bei der Ausbildung zur RKI-Fachkraft können die Ausbildungsträger eine lehrgangsbegleitende Prüfung im Sinne der Ziff. 2.2 des RdErl. MUNLV 2009 durchführen und einen Qualifikationsnachweis ausstellen, welcher bei der Sachkundefeststellung für Dichtheitsprüfer anerkannt werden kann. Aller-dings werden die RKI-Fachkräfte zum Zeitpunkt ihres Ausbildungsabschlusses in der Regel noch nicht über die erforderliche mehrjährige Berufspraxis verfügen. Da sich die nachzuweisende mehrjährige Berufspraxis an die Ausbildung anschließen muss und in der Praxis mit „zwei Jahren und einem Tag“ übersetzt wird, verbleibt von der dreijährigen Anerkennungsfähigkeit des Qualifikationsnachweises bis zur neuerlich nachzuweisenden Fortbildungsveranstaltung („Rezertifizierung“) noch ein anerkennungsfähiges („nutzbares“) Jahr für die Feststellung der Sachkunde durch die zuständige Stelle.

Becker Volker HWK Düsseldorf

Dr. Volker Becker

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