Infoveranstaltung Photovoltaik 2018
HWK Düsseldorf

Solarstrom vom eigenen Dach - mit Photovoltaikanlage und Batteriespeicher

Lohnt sich für Hausbesitzer und Unternehmer eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach?

Am 16. Mai 2018 lud das Umweltzentrum der Handwerkskammer Düsseldorf (UZH) zu einem weitern Info-Nachmittag ins Handwerkszentrum Ruhr in Oberhausen ein.

Weniger Abhängigkeit von den Energieversorgern, selbstgesicherte Energieversorgung, deutlich sichtbares Hightech auf dem eigenen Unternehmen und nicht zuletzt die Möglichkeit, ein Elektroauto mit dem eigenen Strom zu „betanken“ – diese und weitere gute Gründe für eine Solaranlage auf dem eigenen Dach führte Peter Scharfenberg vom UZH  zunächst in seiner Einleitung auf.

Markus Borowski, Solarbauer aus Essen gab anschließend einen  Einblick in die Technik und die Funktionsweise von Photovoltaiksystemen mit und ohne Batteriespeicher. Während bislang die Einspeisung von selbst erzeugtem Solarstrom in das öffentliche Netz der Regelfall war, gewinnt seit einigen Jahren der Eigenverbrauch an Bedeutung. In Kombination mit einem modernen Batteriespeicher lässt sich der solare Eigenverbrauch noch deutlich steigern. Damit lassen sich Kosten für den Stromeinkauf reduzieren. Für den Klimaschutz und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist für "Solarbauer" Markus Borowski die Einbindung einer eigenen Photovoltaikanlage zur "Betankung" von Elektrofahrzeugen die optimale Lösung.

Bernd Retzlik von B&W Energy GmbH & Co.KG aus Heiden verdeutlichte anhand von Praxisbeispielen, dass sich Photovoltaik für jedes Dach eignet und auch finanziell lohnt. Dächer müssen nicht mehr zwingend nach Süden ausgerichtet sein. Mit Ost/West ausgerichtetenPhotovoltaikanlagen wird der Eigenverbrauch erhöht und die Systemkosten gesenkt. Photovoltaikanlagen liefern konstant günstige Energie schon für knapp 10 Cent/kWh.

Abschließend berichtete Barbara Rauch vom Regionalverband Ruhr (RVR) von der  Photovoltaik-Ausbauinitiative des RVR und der Kooperation mit dem regionalen Handwerk in der Metropole Ruhr. Nach einer Studie des RVR und der damit einhergehenden Entwicklung eines Solardachkatasters für die die gesamte Region gibt es eine Millionen geeignete Dachflächen in der Metropole Ruhr. Auf der Internetseite www.solardachkataster.rvr.ruhr kann man sich mit wenigen Klicks anzeigen lassen, ob auch die Dachfläche des eigenen Hauses für die Installation einer Solaranlage grundsätzlich geeignet ist und man kann anschließend mögliche Anlagen konfigurieren.

Dienstleistungen des MIE-Projektes für das Handwerk: Im Rahmen der „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ unterstützt das Zentrum für Umwelt und Energie der Handwerkskammer Düsseldorf Handwerksbetriebe bei der Analyse ihres betrieblichen Energieverbrauchs, bei der Identifizierung von Einsparpotenzialen und bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Dabei erhalten die Betriebe bei einem Vor-Ort-Termin zunächst eine Einstiegsberatung und Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise. Das Projekt MIE wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dipl.-Ing. Peter Scharfenberg

Fachreferent Klimaschutz und Energiemanagement

Mülheimer Straße 6
46049 Oberhausen
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