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Steuerliche Förderung der Gebäudesanierung gesetzlich beschlossen

Die steuerliche Förderung tritt zum 1.1.2020 in Kraft und kann erstmalig mit der Steuerklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden.

Die beschlossene steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen (veröffentlicht am 30.12.2019 im Bundesgesetzblatt) ist gut für den Klimaschutz wie auch für das Handwerk und Arbeitsplätze vor Ort. Die Bundesregierung macht damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Umsetzung der Eckpunkte des Klimaschutzprogramms 2030. Die steuerliche Förderung soll die bestehenden, investiven Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums ergänzen. 

Die Verordnung sieht vor, dass Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien steuerlich gefördert werden. Dies sind beispielsweise ein Heizungstausch, der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden. Die Kosten solcher Maßnahmen werden künftig mit bis zu 20% über einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich in Abzug gebracht. Für energetische Baubegleitung und Fachplanung können sogar bis zu 50% der Kosten steuerlich abgesetzt werden. Die progressionsunabhängige Ausgestaltung gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen von der steuerlichen Förderung profitieren. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich bei dem geförderten Gebäude um selbstgenutztes Wohneigentum handelt.

Die steuerliche Förderung tritt zum 1.1.2020 in Kraft und kann erstmalig mit der Steuerklärung im Jahr 2021 geltend gemacht werden. Sanierungswillige haben ab 2020 die Wahl: Entweder schreiben sie Einzelmaßnahmen steuerlich ab oder sie beantragen Investitionszuschüsse über die etablierten Programme wie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm, das Marktanreizprogramm für Wärme aus erneuerbaren Energien und das Heizungsoptimierungsprogramm.

Link zum Gesetz über den Bürgerzugang des Bundesgesetzblatts

Für die gesetzeskonforme Anwendung der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen ist außerdem die „Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV)“ (Bundestagsdrucksache 19/15312) zu beachten. 

Link zur Bundestagsdrucksache 19/15312