Bäckerei-Verkäufer gibt Geldbetrag in Kassensystem ein.
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Was ist geschlossen? Was bleibt geöffnet?

Handwerksbetriebe können weiter arbeiten - mit Ausnahmen.

Die Regelungen gelten zunächst bis zum 19. April 2020.

Nahezu alle Läden sowie Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote im Land sind eingestellt worden.

Das gilt für alle Verkaufsstellen des Einzelhandels (Ausnahmen siehe unten), Cafés, sog. „Amüsierbetriebe“ wie Kneipen, Bars, Clubs, Diskotheken, Spielhallen, Theater, Kinos, Museen und Prostitutionsbetreibe, für Fitness-Studios, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen. Ebenso sind Zusammenkünfte in Sportvereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich nicht mehr gestattet.

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt. Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen - mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist:

"Körpernahe" Handwerks- und Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere von Friseuren, Nagelstudios, Tätowierern, Kosmetikstudios, Massagesalons), sind untersagt. Dies gilt auch für mobile Services und Hausbesuche.

Gesundheitsorientierte Handwerksleistungen (Hörgeräteakustiker, Augenoptiker, orthopädischen Schuhmacher etc.), die zur Versorgung der betreffenden Person dringend geboten sind, sind erlaubt. Ebenso bleiben therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird. Strenge Schutzmaßnahmen von Infektionen müssen getroffen werden.

Betriebe mit Geschäftslokal: Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt. Ausgenommen ist notwendiges Zubehör. In den Geschäftslokalen sind die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu treffen.

Geöffnet bleiben dürfen:

Lebensmittelgeschäfte & Drogerien, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser (s. oben), Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, Großhandel

Zusätzliche Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr (außer Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag) möglich für:
  • Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel,
  • Wochenmärkte,
  • Abhol- und Lieferdienste sowie Apotheke,
  • außerdem Geschäften des Großhandels.
Regelungen darüber hinaus:

Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen  Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen.



Häufige Fragen

Brauche ich eine Bescheinigung oder Ausübungsberechtigung, um meinem Handwerk nachzugehen?

Dürfen Friseure "mobil" arbeiten bzw. Hausbesuche anbieten?

Nein, das Verbot gilt auch für mobile Dienstleistungen.

Darf ein Nagelstudio öffnen, wenn ein Spuckschutz aufgebaut wird?

Nagelstudios gehören zu den Betrieben, die geschlossen bleiben müssen  - ohne Ausnahmen.

Dürfen Maßschneider weiter arbeiten?

Maßschneider können ihre handwerkliche Tätigkeit weiter ausüben. Das Geschäft mit Kundenverkehr darf nicht mehr geöffnet sein. Maßnehmen, Abstecken: Da der Mindestabstand zum Kunden nicht mehr eingehalten werden kann, darf diese Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden.

Dürfen Podologen medizinische Fußpflege weiter anbieten?

Nur wenn der Kunde ein ärztliches Attest vorlegt. Kosmetische Fußpflege darf nicht mehr durchgeführt werden.