Bei Neubauvorhaben und energieeffizienter Sanierung von bestehenden Gebäuden können Stadt, Bauherren, Planer und das Bau- und Ausbau-Handwerk in Essen künftig systematisch von neuesten Erkenntnissen aus der Bauwissenschaft profitieren. Das Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen (ISS), die Handwerkskammer Düsseldorf und die Kreishandwerkerschaft Essen haben jetzt eine feste Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.
HWK Düsseldorf
(v. l.): Kreishandwerksmeister Martin van Beek; Professor Dr. Ulrich Radtke , Uni Duisburg-Essen und Dr. Axel Fuhrmann, Hauptgeschäftsführer der HWK Düsseldorf

Nachhaltiges Bauen in Essen: Kooperation Handwerk & Uni

Pressemitteilung der Handwerkskammer Düsseldorf vom 17. September 2018

HWK, KH und ISS zeichneten Memorandum of Understanding.

Bei Neubauvorhaben und energieeffizienter Sanierung von bestehenden Gebäuden können Stadt, Bauherren, Planer und das Bau- und Ausbau-Handwerk in Essen künftig systematisch von neuesten Erkenntnissen aus der Bauwissenschaft profitieren. Das Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen (ISS), die Handwerkskammer Düsseldorf und die Kreishandwerkerschaft Essen haben jetzt eine feste Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.

Dabei organisiert die Handwerksseite eine Lernpartnerschaft für alle Baubeteiligten vor Ort. Die vom Kammer-"Zentrum für Umwelt und Energie" (Oberhausen) entwickelten und gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Essen durchgeführten Fortbildungs--veranstaltungen behandeln musterhafte Werkabläufe bei Einzelbauten und in der Quartierssanierung, integrative Planungsmethoden und neueste digitale Technologien wie die Hololens-Datenbrille, mit deren Hilfe interaktive 3D-Objekte visuell durchschritten werden können. Auch das zukunftsweisende "Building Information Modeling"-Verfahren - die Planung und Ausführung von Bauvorhaben an einem gemeinsamen Datenstrang - wird Architekten und Baufachleuten praxisnah nähergebracht. Das ISS liefert den fachlichen Input und formuliert Anforderungen an beispielhafte unternehmerische und Arbeits-Prozesse und für die zu verwendenden Baustoffe. Darüber hinaus stellt das Bauinstitut den Praktikern wirtschaftliche Modelle für einen ökologischen Technikeinsatz vor und Labore und Demonstrationseinrichtungen bereit.

Lernpartnerschaften und Forschungstransfer sichern klimaeffiziente Planung, Realisierung und Sanierung.

Die Kooperation leistet einen bedeutenden Umsetzungsschritt des Masterplans Klimaschutz der Ruhrmetropole mit dem Wirtschaftssektor. "Handwerk und Universität ergänzen sich ab sofort bei der Initiierung von Modellprojekten für das energetische Sanieren und den Bauerhalt, zu beispielhaften Formen der Arbeitsorganisation, zu Kostenaspekten und vielem mehr", unterstrich Essens Kreishandwerksmeister Martin van Beek bei der öffentlichen Vorstellung des Memorandums das "enorme, fruchtbare Potenzial" der Verabredungen für die lokale Energiewende "und für die langfristige Sicherung der Unternehmen, Arbeitsplätze und Ausbildung im Baugewerbe in einem Marktfeld von äußerster Entwicklungsdynamik".

"Wissenschaftliche Kooperationen und Drittmittel gehen in der Regel eher in Richtung Großwirtschaft.  Bei der Gebäudeeffizienz und der Mobilitätswende ist jedoch das Handwerk gefragt. Deshalb sind wir als HWK glücklich über diese mit der Universität Duisburg-Essen geknüpfte Zusammenarbeit. Die Nachhaltigkeit der hieraus neu gewonnenen, innovativen Erkenntnisse wird durch den gemeinsamen Lernraum breit sichergestellt" , stellte Kammer-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann die konzeptionelle Besonderheit der Kooperationsvereinbarung heraus. "Bauen, energetisches Nachrüsten und Sanieren werden künftig im Zusammenhang betrachtet, geplant und bautechnisch gesichert. Um energetisch dauerhaft smarte Gebäude auch in wirtschaftlicher Verfahrensweise zu errichten und zu erhalten, werden künftig ein hohes Maß an Digitalität und Robotik unverzichtbar. Es ist auch aus Sicht der Bauforschung für uns deshalb herausragend wichtig, im Rahmen der Partnerschaft regelmäßig Zugriff auf die Praxis des Baugeschehens, auf Demonstrationsvorhaben und auf Fortbildungsinhalte zu haben", machte  Uni-Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke die wechselseitigen Möglichkeiten zum Know-How-Transfer im Bereich der nachhaltigen kommunalen Bauentwicklung greifbar.  

Alexander Konrad, Pressesprecher Handwerkskammer Düsseldorf

Alexander Konrad

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