(v.l.) Kammerpräsident Andreas Ehlert, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann
HWK Düsseldorf
(v.l.) Kammerpräsident Andreas Ehlert, NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann

Karl-Josef Laumann mit Georg-Schulhoff-Preis geehrt

Pressemitteilung Nr. 70 vom 11. November 2021



Karl-Josef Laumann ist für seine Verdienste um das Berufliche Bildungswesen mit dem Georg-Schulhoff-Preis ausgezeichnet worden. Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Ehrung am Donnerstagabend in der Düsseldorfer Handwerkskammer. Auslober ist der bei der HWK angesiedelte Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung e. V. - Stiftung Georg Schulhoff Preis. Die Ehrung würdigt seit 35 Jahren herausragende politische, publizistische, bildungspraktische oder wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet des Beruflichen Bildungswesens; Laumann ist der 22. Preisträger der nach dem verstorbenen früheren Kammerpräsidenten Georg Schulhoff (1949-1985) benannten Auszeichnung. Sie fand diesmal pandemiebedingt in reduziertem Zuschnitt im Rahmen der Herbstvollversammlung der HWK statt.

Einsatz für Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung

Minister Laumann setze sich seit Jahrzehnten für eine starke duale Berufsausbildung in Nordrhein-Westfalen ein, und stelle deren Bedeutung für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft „wie kaum ein zweiter Politiker“ heraus. „Die Überzeugung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung prägt Ihr gesamtes politisches Handeln,“ würdigte HWK-Präsident Andreas Ehlert den Preisträger in seiner Laudatio als Promotor des Qualifizierungswegs mit Lehre, Facharbeiter- und Meisterbrief. Konkret habe der Landesarbeitsminister mit dem Modernisierungspakt Berufliche Bildung eine impulsstarke Investitionsoffensive für die überbetrieblichen Bildungsstätten gestartet und die Fördermittel des Landes verdoppelt, sodass unter Einschluss der Eigenmittel von Handwerk und Industrie sowie der Bundesbeteiligung nunmehr 40 Millionen Euro in die Sanierung der Einrichtungen fließen könnten – „Ein über die reine Volumensteigerung hinaus wichtiges Signal, um die Bildungseinrichtungen zukunftsfit und attraktiv aufzustellen“, so Ehlert. Laumann habe ferner maßgeblichen Anteil daran, dass die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) konsequent weiterentwickelt wurde. „Wenn Schüler über ihre Eltern und ihr Umfeld keinen Bezug mehr zur beruflichen Bildung haben, muss die Schule diese Orientierung übernehmen. Deswegen ist KAoA so wichtig, um jungen Menschen die hervorragenden Perspektiven auf Basis der dualen Ausbildung aufzuzeigen,“ ordnete der Handwerkspräsident die politische Leistung ein.

Nicht zuletzt habe das Corona-Hilfsprogramm für überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) aus dem Landesarbeitsministerium „wirksam den Fortbestand der Bildungsstätten während der Corona-bedingten Schließungen gesichert und unsere Bildungsstrukturen in den kritischen Monaten stabilisiert“, ergänzte Ehlert einen weiteren prämierungswürdigen Aspekt, der belege: „Die berufliche Bildung steht für Karl-Josef Laumann auch in der Krise ganz oben auf der Agenda.“ Laumann vertrete seine bildungspolitische Grundüberzeugung im Übrigen stets „direkt und geradeheraus“ auch in öffentlicher und programmatischer Rede, wie jüngst auf einem Deutschlandtag der Nachwuchsorganisation seiner Partei, wo Laumann eine stärkere politische Repräsentation dual ausgebildeter Menschen in Parlamenten angemahnt habe.

Laumann: "Was das Handwerk schafft, hinterlässt einen bleibenden Wert."

Dass der Weg zu echter Gleichstellung von dualer und akademischer Bildung auch künftig nachdrücklicher Kommunikations-Unterstützung bedürfe, machte Ehlert, der auch Präsident der Dachorganisation Handwerk.NRW ist, an einem lebensnahen Beispiel fest: „Bildungsgerechtigkeit heißt, offensiv dafür zu werben, dass die Kinder eines Arztes eine Lehre im Handwerk machen können, ohne dass dies mit sozialem Abstieg gleichgesetzt wird.“ In seiner Dankesreplik vor der Herbstvollversammlung der Kammer würdigte Minister Laumann seinerseits die Leistung des Handwerks: „Das Handwerk ist mehr als ein Jobmotor. Was das Handwerk schafft, hinterlässt einen bleibenden Wert, auf den Handwerker stolz sein können.“ Laumann erinnerte zudem daran, dass das Handwerk die Wirtschaft immer wieder mit dem benötigten Fachkräftenachwuchs versorge: „Die duale Ausbildung ist anspruchsvoll und auf der Höhe der Zeit. Davon müssen wir auch zukünftig junge Menschen überzeugen, damit sie sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. Dafür brauchen wir modernste berufliche Bildung und eine bessere Verzahnung von akademischer und dualer Berufsausbildung.“

 Kontakt

Alexander Konrad, Pressesprecher Handwerkskammer Düsseldorf HWK Düsseldorf

Alexander Konrad
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