Europa Ausland Fähnchen
Denys Rudyi/Fotolia.com

Außenwirtschaft

Unsere Außenwirtschaftsberatung unterstützt Sie bei allen Fragen rund um Ihr Auslandsgeschäft.

Zur den aktuellen Einreisebeschränkungen der Nachbarländer haben wir Informationen für Sie zusammengestellt. Da sich diese täglich ändern können und nicht alle Länder aufgelistet sind, in denen Handwerksbetriebe eventuell Aufträge ausführen müssen, wenden Sie sich im konkreten Fall an die Außenwirtschaftsberatung unter Tel. 0208-8205558.

Allgemeine Informationen

  • Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat eine FAQ-Seite zum Corona-Virus eingerichtet, auf der u.a. Fragen zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen beantwortet werden. Auf der Seite wird in diesem Zusammenhang auch auf die Hotline der Bundespolizei hingewiesen bei konkreten Fragen zu Einzelfällen (Tel.: 0800 6 888 000). 
  • Die Bundespolizei stellt eine Bescheinigung für alle Berufspendler zum Grenzübertritt zur Verfügung.
  • Aktuellen Wartezeiten für Lkw an den Grenzen in Europa auf Basis von Geolokalisationsdatenfinden Sie hier.
  • Germany Trade& Invest bietet Länderinformationen weltweit
  • Die Zollverwaltung hat auf Ihrer Webseite FAQ zu häufigen Fragen zu Coronavirus und Warenverkehr zusammengestellt.


Großbritannien

Aktuell hat die britische Regierung noch keine Einreiseverbote gegen EU-Bürger verhängt. Jedoch gilt seit Montag (23.03.2020) eine Ausgangssperre, die lediglich lebensnotwendige Einkäufe, Arztbesuche und notwendige Wege zur Arbeit erlaubt. Sich zurzeit im Ausland aufhaltende Briten werden aufgefordert, so schnell wie möglich in die Heimat zurückzukehren. Die britische Regierung aktualisiert täglich ihre Informationen dazu.


Niederlande

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Niederlande am 15. März 2020 folgende Schließungen angeordnet:

  • Schulen und Kitas
  • Gaststätten
  • Sport- und Fitnessclubs, Saunen.

Diese Regelung gilt vorerst bis zum 6. April 2020. Darüber hinaus sind seit dem 12. März 2020 alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Leuten abgesagt. Auch diese Regelung gilt vorerst bis 6. April 2020. Zurzeit (Stand 16. März 2020) sind die Grenzen der Niederlande weiter offen. Bei Personenflügen gelten vorerst bis 31. März 2020 Einreisestopps aus den Abflugländern China, Iran, Italien und Süd-Korea.

Zurzeit sind die Grenzen der Niederlande für EU-Bürger weiter offen. Seit dem 19. März, 18 Uhr, gilt ein Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten. Für Waren- und Lieferverkehr sind die Grenzen uneingeschränkt offen. Auch Bau- und Montagearbeiten dürfen noch ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Aktuell gibt es in den Niederlanden auch keine speziellen Gebiete (Epizentren) mit abweichenden Regelungen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich an dieser Situation u.U. auch kurzfristig etwas ändert und womöglich auch für den Wirtschaftsverkehr von deutscher oder niederländischer Seite Einschränkungen eingeführt werden.

In der Praxis erfahren wir, dass niederländische Unternehmen vermehrt Besuche/den Zugang von externen Parteien unterbinden um die Ansteckungsgefahr so klein wie möglich zu halten. Bei Aufträgen im B2B-Bereich ist es daher ratsam, sich genau nach den Vorgaben des Auftraggebers, bzw. Ausführungsorts zu informieren. Diese werden ebenfalls oft kurzfristig angepasst.

Quelle: DNHK


Luxemburg

Einstellung von Baustellen und handwerklichen Tätigkeiten in Luxemburg

Durch großherzoglichen Erlass vom 18. März 2020 sind ab Freitag, den 20. März 17 Uhr, sämtliche Baustellen in Luxemburg einzustellen. Handwerkliche Tätigkeiten jeglicher Art können demnach nur noch in der eigenen Werkstatt ausgeführt werden. Zugelassen sind lediglich dringende, unvorhergesehene Tätigkeiten, die der Sicherheit der Bevölkerung dienen. Ausgenommen sind ebenfalls Bautätigkeiten an Krankenhäusern und an für die Bekämpfung des Coronavirus „kritischen Bereichen“. Demnach sind auch sämtliche Tätigkeiten betroffen, die deutsche Handwerker grenzüberschreitend in Luxemburg ausführen. Bei Nichteinhaltung hat die Luxemburger Regierung Bußgelder vorgesehen, die bis zu 4.000 Euro betragen können.

Quelle: HWK Trier


Frankreich

Bewegung nur noch mit Passierschein möglich!

Seit dem 17. März, 12 Uhr, gelten zunächst für die nächsten 15 Tage umfassende Ausgangsbeschränkungen. Ausgenommen davon sind vor allem zur Versorgung notwendige Maßnahmen.

Darüber hinaus herrscht die Verpflichtung, sich bei Bewegungen im öffentlichen Raum mittels „Passierschein“ auszuweisen. Dieser „Passierschein“ ist individuell auszufüllen und ist stets mit einem Ausweis, ID-Karte, Reisepass bei sich zu führen. Hier gehts zum Passierschein.  Individuelle Bewegungen werden polizeilich kontrolliert und sanktioniert. Bei Vergehen werden Strafen in Höhe von 28 bis 135 Euro verhängt.

Quelle: WKO


Österreich

Seit dem 19. März wird auch auf österreichischer Seite streng kontrolliert. Personen, die nach Österreich einreisen wollen, müssen im Rahmen der Kontrolle ein ärztliches Zeugnis (molekularbiologischer Test – nicht älter als vier Tage) vorweisen. Die Grenzen zu den Nachbarländern Italien, Schweiz, Deutschland, Tschechien, die Slowakei und Ungarn sind für den Personenverkehr ebenfalls praktisch geschlossen. Ausnahmen gibt es zum Teil für Pendler. Kleine Grenzübergänge von Österreich zu den Nachbarländern sind gänzlich zu. Der Fernbusanbieter Flixbus stellte den Betrieb vorübergehend ein. Davon betroffen sind auch Verbindungen zwischen Deutschland und Österreich.

Straßen-Güterverkehr
Der Warenverkehr soll weiter gewährleistet werden. Allerdings wird das Personal (also z.B. Lkw-Fahrer) Gesundheitskontrollen unterzogen. Es gibt daher für den Güterverkehr  zum Teil Wartezeiten von mehreren Stunden.

Bundesland Tirol
Eine besondere Situation ergibt sich für das Bundesland Tirol: Hier wurde für die meisten Gemeinden eine Ausgangssperre verhängt. Erlaubt sind nur noch Einreisen unter der Bedingung, dass es sich um eine „Tätigkeit zur Aufrechterhaltung von kritischer Infrastruktur oder der Versorgungssicherheit“ handelt (im Falle von Handwerksarbeiten also nur Notfalleinsätze). Ansonsten müssen Sie davon ausgehen, dass Ihren Mitarbeitern die Zufahrt nach Tirol als Sperrgebiet bzw. in die einzelnen Gemeinden untersagt wird. Bitte informieren Sie sich auf der Website der jeweiligen Gemeinde in der ihr Auftrag stattfinden sollte über die aktuelle Situation und die geltende Verordnung. Kontaktieren Sie diesbezüglich vorab Ihren Auftraggeber, um sich Informationen aus erster Hand über die Situation vor Ort einzuholen und den Auftrag ggf. zu verschieben.


Schweiz
Personen, die einen beruflichen Grund für die Einreise in die Schweiz haben und eine Meldebescheinigung besitzen, können in die Schweiz einreisen. Die Meldebestätigung ist für alle Branchen und Erwerbstätigen ab dem ersten Tag erforderlich. Die Regelung der acht freien Tage findet derzeit keine Anwendung mehr. Es muss in jedem Fall die Meldung vor der Einreise nach dem Meldeverfahren erfolgt und bestätigt worden sein.

Meldungen und Bewilligungen für alle Tätigkeiten, die die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Gütern und Dienstleistungen in den Bereichen Heilmittel und Pflege, Lebensmittel, Energie, Logistik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie sicherstellen werden mit Vorrang bearbeitet. Hierzu gehören auch Wartungsarbeiten, landwirtschaftliche Fach- und Hilfskräfte, IT-Spezialisten und Forscher.

In allen anderen Fällen wird die Bearbeitung der Bewilligungsgesuche und Meldungen bis auf Weiteres unterbrochen. Im Meldeverfahren (grenzüberschreitende Dienstleistungen bis zu 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres) sollen die eingehenden Meldungen nicht mehr bearbeitet werden. Die Meldungen sollen weder bestätigt noch abgelehnt werden. Da eine Einreise jedoch nur mit einer Meldebescheinigung möglich ist, müssen Handwerksunternehmen, die keine lebenswichtige Dienstleistung in der Schweiz erbringen wollen, ihre die Meldung nach der Beendigung der Einschränkungen bei der Bekämpfung des Coronavirus bei Bedarf neu erfassen.

Der Hinweis zum Meldeverfahren ist beim Schweizerischen Staatssekretariat für Migration SEM zu finden hier. 

Erläuternde FAQ hat das SEM zusammengestellt.

Quelle: Handelskammer Deutschland-Schweiz


Tschechien

Die Tschechische Republik hat am 12. März 2020  für (zunächst) dreißig Tage den Notstand ausgerufen. Seit dem 13. März 2020 um 23.59 Uhr ist die Ein- und Ausreise bis auf wenige Ausnahmen stark begrenzt und zu weiten Teilen untersagt. Es finden vorübergehend Grenzkontrollen statt.

Die Ein- und Ausreise nach/von Tschechien ist für Ausländer derzeit untersagt. Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung, die den ständigen oder vorübergehenden Aufenthalt von mehr als 90 Tagen in Tschechien vorsieht, dürfen auch weiterhin einreisen. Tschechische Staatsbürger dürfen seit der erlassenen Regelung grundsätzlich nicht mehr nach Deutschland ausreisen. Sowohl für tschechische als auch für deutsche Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Dienstleistungen und Aufträge im anderen Land in den kommenden Tagen nicht durchführen können. Denn die Mitarbeiterentsendung ist von dieser Regelung betroffen.

Weitere Informationen bietet die HWK Niederbayern-Oberpfalz


Polen

Die Regierung hat den Zeitraum der Grenzschließung zu Deutschland wegen der Corona-Pandemie bis zum 11. April verlängert. Zudem soll die bisher geltende Ausnahmeregelung für polnische Pendler am Freitag (27.3.) um Mitternacht (0 Uhr) enden. Polnische Staatsbürger, die in Deutschland arbeiten, müssen dann nach ihrer Rückkehr 14 Tage lang in Quarantäne bleiben.



Belgien
An den belgischen Grenzübergängen werden Ein- und Ausreisekontrollen auf nicht-dringende Grenzübertritte durchgeführt. Grenzübertritte aus touristischen Gründen sind untersagt. Auch die Reise zum Zweitwohnsitz ist verboten. Bei Mißachtung dieser Verbote kann ein Bußgeld bis 4.000 Euro verhängt werden.

Der grenzüberschreitende Güter- und Dienstleistungsverkehr ist weiterhin gestattet. Dienstleistungen fallen unter andere wesentliche berufsbedingte Fahrten/Grenzübertritte nach Belgien mit geringer Häufigkeit.

Als wesentlich gelten u.a.

  • Reisen aus beruflichen Gründen
  • Versorgung einer schutzbedürftigen im Ausland wohnhaften Person
  • Teilnahme an einer Bestattung im engsten Familienkreis
  • Abholung einer nahestehenden Person von einem Flughafen in einem Nachbarland
  • Versorgung von Tieren

Diese Personen müssen folgende Nachweise mit sich führen:

  • einen Identitätsnachweis und/oder Reisepass
  • eine Arbeitgeberbescheinigung oder
  • einen Gewerbenachweis (beispielsweise Nachweis des Selbständigenstatus).

Tagesaktuelle Informationen bietet die Webseite des Krisenzentrums Belgien, welches Teil  des belgischen Innenministeriums ist.



Weitblick beweisen, Märkte entdecken: Deutsche Handwerksqualität wird grenzüberschreitend geschätzt. Da liegt es nahe, Leistungen auch im Ausland anzubieten:

Wer seine Geschäfte über die Landesgrenze hinaus ausbauen möchte, muss so einiges beachten: Steuern, Verträge, Zulassungen, Zölle oder Meldeverfahren. Doch mit der richtigen Vorbereitung führt Ihr Vorhaben schnell zum Erfolg. Die Außenwirtschaftsberatung unterstützt Sie gerne.

Den Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Düsseldorf bieten wir:

  • Individuelle Beratung für Ihr konkretes Projekt
  • Länderberatung und hilfreiche Merkblätter
  • Ländersprechtage, Informationsveranstaltungen und Sprachkurse
  • Unternehmerreisen ins Ausland zur Kontaktanbahnung
  • Messebesuche und Organisation von Gemeinschaftsständen auf internationalen Messen
  • Informationen zu Fördermöglichkeiten
  • Newsletter Außenwirtschaft mit aktuellen Informationen für das Handwerk
 Tipp

Anmeldungen und Genehmigungen brauchen Zeit. Kontaktieren Sie uns frühzeitig, wenn Sie Aufträge aus dem Ausland erwarten oder einen Markt im Ausland erschließen wollen.

 Ansprechpartner

Marie-Theres Sobik
Außenwirtschaftsberaterin

Tel. 0208 82055-58
Fax 0208 82055-33
marie.sobik--at--hwk-duesseldorf.de

Außenwirtschaft London Großbritannien - Fahne mit Big Ben
Melinda Nagy/Fotolia.com

Brexit Blog

Hier finden Sie fortlaufend aktuelle Informationen zum Thema Brexit

Unsere Brexit-Hotline: 0208-8 20 55-58

mehr



Niederlande und Großbritannien – Schwerpunktländer mit Potenzial

Die Handwerkskammer Düsseldorf legt ein besonderes Augenmerk auf die Niederlande und Großbritannien. Beide Länder punkten sowohl mit räumlicher Nähe als auch mit einem Bedarf nach deutscher Handwerkskunst. Die Außenwirtschaftsberatung bietet Ihnen ausführliche Informationen über den gelungenen Markteintritt. 

Niederlande

Ab dem 01.03.2020: Meldepflicht für entsandte Mitarbeiter

Für Einsätze ab dem 01.03.2020 muss die Entsendung von Arbeitskräften in die Niederlande gemeldet werden. Das gilt unabhängig von der Staatsangehörigkeit der entsandten Arbeitskräfte. Die Meldung hat über die Webseite www.postedworkers.nl zu erfolgen. Die Webseite ist teilweise auch in deutscher Sprache verfügbar und kann unter deutsch.postedworkers.nl abgerufen werden. Meldungen von Einsätzen ab dem 01.03.2020 sind ab dem 01.02.2020 möglich. Nähere Informationen bietet die Außenwirtschaftsberatung.

 Arbeitnehmer-Entsendegesetz in den Niederlanden betrifft auch deutsche Handwerksunternehmen, die grenzüberschreitend arbeiten

Kamer van Koophandel: Bouwwerkzaamheden uitvoeren in Duitsland / Als niederländisches Unternehmen Handwerksleistungen in Deutschland erbringen

flagge-niederlande

Wir sind Mitglied der: 

Auwi DNHK



Bestens informiert mit unserem Newsletter

Wir halten Sie regelmäßig über aktuelle Nachrichten aus der EU, der Welt, Messen und Veranstaltungen auf dem Laufenden und geben Ihnen praktische Tipps zum Auslandsgeschäft. Melden Sie sich an und Sie erhalten den Newsletter automatisch per E-Mail.
Newsletter abonnieren



Aktueller Newsletter

Handwerk International Baden-Württemberg, Enterprise Europe Network Baden-Württemberg, Heilbronner Str. 43, 70191 Stuttgart, www.handwerkskammer.de, Ausland und Außenwirtschafts- bzw. Exportberatung
Steffen Mueller-Klenk





Erfolgreich im Ausland

Immobilienbesitzer möchten nicht auf deutsche Standards verzichten

Viele Deutsche leben vorübergehend oder dauerhaft in den bekannten spanischen Ferienregionen, unter anderem auch auf Mallorca, wo es im Südwesten der Insel mit Orten wie Paguera, Santa Ponça, Andratx  und Port Andratx große deutschsprachige Gemeinden gibt.

Hinsichtlich ihres Wohnkomforts möchten diese Immobilienbesitzer nicht auf deutsche Standards verzichten. Gefragt sind alle Sanierungsarbeiten im und rund ums Haus.

Deshalb haben die Handwerkskammern Düsseldorf, Dortmund und Aachen ein über mehrere Jahre konzipiertes Markterschließungsprojekt bei NRW.International eingereicht. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein einmaliger Messeauftritt nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Im Gegenteil; es ist ein strategisches Vorgehen mit mehrmaliger Präsenz sowie ein Ansprechpartner auf Mallorca notwendig, um Aufträge zu generieren. Bereits im Oktober 2018 fand deshalb die erste Unternehmerreise gepaart mit einem Messeauftritt auf der Bauen & Handwerk in Santa Ponsa statt.

In zwei Zelten sowie den Außenflächen präsentierten sich rund 60 Aussteller mit Angeboten wie hochwertigem Innenausbau, Maßnahmen zur Energieeinsparung und weitere Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Insgesamt nahmen 6 Unternehmen an der Reise teil, davon 2 Unternehmen aus dem Kammerbezirk Düsseldorf.

Etwa 1400 Besucher wurden an den beiden Tagen gezählt. Potentielle Interessenten traten mit konkreten Renovierungsanfragen oder Neubauvorhaben an die Unternehmen heran. Die Unternehmer zeigten sich zufrieden mit der Qualität der Gespräche und dem Interesse an ihren Leistungen.

Ergänzt wurde die Messebeteiligung durch ein Fachprogramm, bei dem Gespräche mit auf Mallorca ansässigen deutschen und spanischen Architekten sowie weiteren Bauprojektbeteiligten geführt wurden. Dabei konnten sich die Unternehmer über die Gegebenheiten im Bauhandwerk auf der Insel informieren und ihre eigenen Gewerke vorstellen. Ein Baustellenbesuch einer hochwertigen Immobilie, die schon im letzten Jahr besucht wurde, bot einen gewerkübergreifenden Einblick in Standards und Arbeitsweise durchführender Unternehmen auf der Insel. Für Januar 2019 wurde ein Nachtreffen mit der Gruppe vereinbart um die weitere Marktbearbeitung und den erneuten Messeauftritt zu planen. Auch neue Teilnehmer sind herzlich willkommen! Die beteiligten Handwerkskammern unterstützen die Unternehmen weiterhin.

Messestand auf Mallorca
HWK Düsseldorf
Messestand auf Mallorca

Fazit der Teilnehmer:

»Am Ball bleiben!«



Leistungsschau des Handwerks in London: Hohe Resonanz trotz Brexit

Renovierungsprojekte über Standards und Unterschiede im Bausektor im Vereinigten Königreich.

Rund 100 interessierte Architekten und Vertreter britischer Denkmalbehörden kamen zur Leistungsschau des deutschen Handwerks ins Londoner Botschaftsviertel Belgravia um sich über das Angebotsportfolio der Unternehmen zu informieren und Geschäftsmöglichkeiten auszuloten.  Unter der Überschrift „Restaurierung, Sanierung und gehobener Innenausbau“  präsentierten 10 Handwerksunternehmen aus dem ganzen Bundesgebiet ihre Leistungen, vom gehobenen Innenausbau über Stuckarbeiten bis zur Natursteinsanierung. Auch 5  nordrhein-westfälische Unternehmen nahmen an der Reise teil.

Das Publikum war sichtlich beeindruckt von der hohen Qualität der einzelnen Gewerke sowie der Struktur und dem dualen Ausbildungssystem des deutschen Handwerks, die von der Außenwirtschaftsberaterin Marie-Theres Sobik präsentiert wurden.

Mit der großen Resonanz seitens der britischen Baufachleute hatten auch die Organisatoren nicht gerechnet. Immer wieder wurde von britischer Seite bestätigt, dass gerade aufgrund des nahenden Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU ein hohes Interesse an der Zusammenarbeit mit spezialisierten deutschen Handwerksunternehmen besteht.

Weiter konnten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer vor Ort im Rahmen von zwei exklusiven Projektbesichtigungen ein Bild von den Standards und Unterschieden in den Bauausführungen machen: Die Gruppe erhielt eine Führung auf der Restaurierungsbaustelle von Canterbury Cathedral sowie auf Europas zurzeit größter Baustelle, der Restaurierung von Battersea Power Station. Von beiden Baumaßnahmen war die Gruppe gleichermaßen beeindruckt, da der Zugang zu diesen Baustellen nur mit den verantwortlichen Architekten möglich ist.

Großbritannien ist ein Schwerpunktland der Außenwirtschaftsberatung der HWK Düsseldorf. Deshalb wurde die vom BMWi geförderte Leistungsschau von der HWK Düsseldorf  initiiert und vor Ort gemeinsam mit Europartnerships umgesetzt. Unterstützt wurde die Veranstaltung ebenfalls von der deutschen Botschaft in London sowie der deutsch-britischen Handelskammer.

Um die Kontakte zu vertiefen und auszubauen, sind weitere Veranstaltungen in London im nächsten Jahr  geplant, an der sich auch neue interessierte Unternehmen beteiligen können. Informationen dazu bietet die Außenwirtschaftsberatung, Tel. 0208-820 5558.

100 Architekten und Vertreter britischer Denkmalbehörden kamen zur Leistungsschau des deutschen Handwerks.
HWK
100 Architekten und Vertreter britischer Denkmalbehörden kamen zur Leistungsschau des deutschen Handwerks.



Schmuck made in NRW auf der Messe Sieraad in Amsterdam

5 Goldschmiedinnen aus NRW hatten vom 8.-11. November erstmals die Möglichkeit, ihre Schmuckstücke auf der Messe Sieraad in Amsterdam zu präsentieren. Unterstützt wurden sie dabei von der Außenwirtschaftsberaterin Marie-Theres Sobik, die vor allem bei der Standorganisation und der Absprache mit der Messe mit Rat und Tat zur Seite stand. Ermöglicht wurde der Auftritt durch das Kleingruppenförderprogramm des Landes NRW, das Messeauftritte im Ausland ab einer Teilnehmerzahl von mindestens 3 Unternehmen finanziell unterstützt.

Die Messe bot an den vier Tagen mit über 120 Ausstellern ein großes Angebot hochwertigen Schmucks aus verschiedenen Ländern. Dabei besteht vor allem der Anspruch, dass alle Arbeiten vom Designer selber hergestellt wurden und deren hohe Wertigkeit erkennbar ist. Der Trend lag vor allem in der Verbindung zur Natur, die im Schmuckstück abgebildet ist oder in Techniken wie Weben oder Häkeln, die den Schmuckstücken eine besondere Struktur verleihen. So gab es neben der Gruppe aus NRW auch Gemeinschaftsstände aus Portugal, Spanien, Italien oder Großbritannien. Das niederländische Publikum begeisterte sich in diesem Jahr vor allem für große, ausgefallene Schmuckstücke in oftmals leuchtenden Farben.

Goldschmiede und Designer, die sich ebenfalls für die Messe interessieren, können sich gerne bei der Außenwirtschaftsberatung melden: 0208 82055-58.

Messe Sierad Amsterdam. Schmuck aus NRW
HWK Düsseldorf
Die Gruppe aus NRW zeigte sich insgesamt zufrieden für den ersten Auftritt.



Waagen Pauli GmbH aus Velbert - International am Markt

"Du musst was Neues mit einbringen", riet ihm sein Vater, als Andreas Pauli darüber nachdachte, den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Damals lebte Andreas Pauli mit seiner Familie in London. Er hatte dort Betriebswirtschaft studiert und arbeitete als Außenwirtschaftsexperte für deutsche und internationale Institute. Sein Job: Märkte aufbauen in "Emerging Markets" wie Jordanien oder die Türkei. So brachte er bei der Übernahme der Firmenleitung seinen Sinn und seine Erfahrungen für das Auslandsgeschäft mit.

Neue Geschäftsfelder im Ausland

Die Waagen Pauli GmbH vertreibt, verleiht, wartet, kalibiert, produziert, eicht und repariert Industrie-, Medizin- und Laborwaagen. Mit dem Einstieg von Andreas Pauli schaffte sich der Betrieb ein zusätzliches Standbein im Ausland. In Großbritannien hat Waagen Pauli inzwischen eine eigene Niederlassung.

Außenwirtschaft Andreas Pauli - Erfolgsgeschichte
Monika Nonnenmacher
Andreas Pauli ist international erfolgreich.

"Der heimische Markt war und ist für unseren Betrieb immer von größter Bedeutung. Aber wir haben die Chance genutzt, auch in anderen Ländern wie Großbritannien und Luxemburg Fuß zu fassen", sagt Pauli. Seit kurzem geht die Reise auch nach Belgien und Holland.

Mitarbeiter gut vorbereiten

Und die 15 Mitarbeiter? "... machen das alle sehr mutig mit. Es macht immer mehr Spaß", freut sich der Chef.  Er hat sie individuell auf die Herausforderungen vorbereitet. "Die Sprache ist dabei ein ganz wichtiger Faktor", weiß Pauli, der selbst fließend Englisch und Französisch spricht.

Unterstützung durch die Außenwirtschaftsberatung

Andreas Pauli rät jedem, der den Schritt ins Ausland wagen will, sich unbedingt vorher mit dem jeweiligen Land auseinanderzusetzen. Dabei unterstützt ihn Marie-Theres Sobik, die Außenwirtschaftsberaterin der Handwerkskammer Düsseldorf.

"Man muss offen sein für andere Länder. Und sich gut vertraut machen mit den kulturellen Gepflogenheiten, der Sprache, den Gesetzen und Bestimmungen der lokalen Infrastruktur". Stolz fügt er hinzu: "Es ist toll, was wir mit unserem kleinen Betrieb erreichen". Stimmt. Nachmachen erlaubt!

Marie-Theres Sobik, Außenwritschaftsberatung der Handwerkskammer Düsseldorf
HWK Düsseldorf
Marie-Theres Sobik, Außenwirtschaftsberaterin der HWK Düsseldorf

»Mein Tipp für den Erfolg: eine gründliche Vorbereitung, ein gutes Netzwerk und ein verlässlicher Kontakt vor Ort.«




Erfahrungen im Ausland - Ein Gewinn für alle

Sie möchten Ihre Auszubildenden bei ihrer Entwicklung unterstützen oder bei Ihren Fachkräften punkten? Jeder Betrieb kann seine Mitarbeiter/innen oder Azubis ins Ausland entsenden. Dafür müssen Sie keine eigene Niederlassung oder ein Partnerunternehmen im Ausland haben.

Ihre Vorteile:
  • Sie gewinnen Sie besonders qualifizierte Mitarbeiter/innen mit Fremdsprachenkenntnissen, internationalen Erfahrungen und interkultureller Kompetenz
  • Sie steigern Ihre Attraktivität als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber
  • Sie fördern durch Auslandspraktika das Engagement und die Selbstständigkeit Ihrer Nachwuchsfachkräfte
  • Sie lernen neue Arbeitstechniken kennen und profitieren von Kontakten ins Ausland

Wir unterstützen alle Unternehmen und Auszubildenden bei der Planung, Organisation und Durchführung von Auslandsaufenthalten und vermitteln alle Kontakte, die für einen reibungslosen Ablauf notwendig sind.

Infos zu Programmen und Angeboten



Junge frau zeigt weltkugel. Ausbildung Handwerk im Ausland. Austauschprogramme
contrastwerkstatt/Fotolia.com

 Ansprechpartner

Rebecca Hof
Mobilitätsberaterin

Tel. 0211 8795-608
Fax 0211 8795-95608
rebecca.hof--at--hwk-duesseldorf.de