Fördermittel zum Einsatz im eigenen Unternehmen

Schneller und leichter zum Ziel

Förderfähige Verbesserungsmaßnahmen können sich beziehen auf

  • das Betriebsgebäude,
  • die zugehörige Gebäudetechnik oder
  • die Arbeitsmaschinen und Werkzeuge, mit denen Sie arbeiten.

Förderprogramme lassen sich zum Beispiel nutzen, um die Energieeffizienz oder die Materialeffizienz zu verbessern. Sie können die reinen Investitionen fördern lassen oder – in vielen Fällen – auch eine vorbereitende Beratung und Maßnahmenplanung.

Je nach Programmhintergrund bieten die Fördergeber zinsgünstige Darlehen an oder auch Zuschüsse, die Sie nicht zurückzahlen müssen.

In manchen Programmen wird dabei nach Betriebsgrößenklassen und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Förderempfänger unterschieden. Hier lautet das Prinzip: je kleiner das Unternehmen, desto besser die Konditionen des Förderprogramms.

Darlehen werden allerdings meist im sogenannten „risikogerechten Preisklassensystem“ vergeben. Hier sind Sie nämlich darauf angewiesen, dass eine Hausbank bereit ist, die Fördermittel „durchzuleiten“ und dabei das Ausfallrisiko zu übernehmen. Der Fördergeber stellt die Kredite nur im Hintergrund bereit – denn er darf nicht wettbewerbsverzerrend in den Markt der Banken eingreifen. Unter dem Strich schneidet dann derjenige besser ab, der von seiner Hausbank als besonders kreditwürdig eingestuft wird.

Hier eine Liste der wichtigsten Förderprogramme für Energie- und Materialeffizienz:

Energieffizienz und Umweltschutz im Unternehmen KfW

Erneuerbare Energien  KfW

Maßnahmen zur gewerblichen Kälteerzeugung

Förderung von Klimaschutzmaßnahmen an gewerblichen Kälteanlagen über das BAFA  (Basisförderung; unter besonderen Voraussetzungen zusätzlich Bonusförderung)

Programm PROGRES.NRW

Förderung von Energieberatung an Kälteanlagen

Förderung über den StatusCheck Kälteanlagen des BAFA

Förderung von Energieberatung

Energieberatung Mittelstand KfW

Ökoeffizienzcheck Handwerk

Förderung von Materialeffizienz

Ökoeffizienzcheck Handwerk
(Verbesserung von Arbeits- und Produktionsprozessen, Verringerung des Materialeinsatzes, Reduzierung des Abfallaufkommens)

Daneben gibt es weitere – oft zeitlich befristete – Förderprogramme für ganz spezielle Anwendungszwecke, zum Beispiel für die Neuanschaffung emissionsarmer Nutzfahrzeuge.

Auch besonders innovative Entwicklungen und Vorhaben im Energie- und Umweltbereich können mitunter gefördert werden (Innovationsförderung). Dann sind die Anwendungszwecke und die individuellen Fördervoraussetzungen in der Regel so speziell, dass Sie einen spezialisierten Berater als „Förderlotsen“ benötigen. Tatsächlich sind manche Förderbedingungen so „hochgezüchtet“, dass sie zwar prinzipiell auch Handwerksbetrieben offen stehen, sich die Anforderungen in der Praxis aber kaum erfüllen lassen.

Mit den „gängigen“ Förderangeboten lässt sich jedoch der Löwenanteil aller Vorhaben problemlos umsetzen.

Antragstellung und Bewilligung vor Maßnahmebeginn

Die wichtigste Voraussetzung liegt eigentlich im Ablauf der Planung. Als Handwerker und Führungskraft Ihres Unternehmens sollten Sie sich möglichst frühzeitig über Fördermöglichkeiten informieren. Wenn dann umfangreichere Vorhaben oder akute Investitionen (oftmals in Form von Ersatzinvestitionen) anstehen, sollten Sie die Förderkulisse mindestens so weit kennen, dass Sie sich frühzeitig und vor dem Abschluss von Leistungs- oder Lieferverträgen mit den Anforderungen konkreter Programme beschäftigen können. Denn fast alle Förderprogramme erfordern eine Antragstellung und eine Mittelzusage („Bewilligung“) vor dem sogenannten Maßnahmebeginn. Sobald Verträge geschlossen sind, ist es für eine Förderung meistens zu spät. Dies gilt ganz besonders in den Programmen, in denen eine Förderung von Energie- oder Umweltmaßnahmen daran gebunden ist, dass zuvor eine Beratung durch unabhängige Experten stattgefunden hat.

Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Fördertöpfen erhalten Sie bei allen Einrichtungen der Handwerksorganisation. Aber auch die besten Berater können Ihnen nur helfen, wenn Sie sich rechtzeitig erkundigen!

Verlassen sie sich besser nicht darauf, dass Ihre Lieferanten und Dienstleister Sie umfassend über Fördermöglichkeiten informieren. Die Erfahrungen der Handwerkskammern und Fachverbände aus der Beratung belegen, dass in vielen Fällen erst an Fördermittel gedacht wird, wenn es zu spät ist.

Becker_Volker HWK Düsseldorf

Dr. Volker Becker

Abteilungsleiter Technik

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