Die Siegerinnen und Sieger des Innovationswettbewerbs wurden im Rahmen einer Gala im Apollo Varieté in Düsseldorf ausgezeichnet.
Preisverleihung des Wettbewerbs "NRW – Wirtschaft im Wandel"Auszeichnungen für Elektro Venn aus Duisburg und ETW Energietechnik aus Moers
Gleich zwei energieinnovative Handwerksfirmen aus dem Kammerbezirk Düsseldorf durften sich über Erfolge beim renommierten Innovationspreis „NRW – Wirtschaft im Wandel“ der Rheinischen Post, der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und mehrerer überregional tätiger Konzerne freuen.
Elektro Venn: Klimaneutralität als Erfolgsmodell
In der Kategorie „Handwerk und kleiner Mittelstand“ faszinierte die von Lothar und Thomas Hellmann geführte Firma Elektro Venn GmbH mit Sitz in Duisburg die Juroren. Das auch in wirtschaftsschwachen Zeiten wachsende Fachunternehmen ist aufgrund konsequenter Umstellung aller Firmenprozesse auf Klimaneutralität ein Musterexempel erfolgreicher Klimaanpassung und betrieblicher Energieautarkie für die gesamte mittelständische Wirtschaft. Für die immer CO2-verbrauchsärmeren betrieblichen Montage-, Logistik- und Mobilitätsprozesse nutzt das mehr als 140 Beschäftigte zählende Unternehmen Photovoltaikanlagen, Solarcarports, Wärmepumpen und Batteriespeicher. Über ein programmiertes Energiemonitoring kann Elektro Venn starke Verbräuche aufspüren und gezielt Verbesserungen durchführen.
„Die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird, braucht man auch nicht zu erzeugen. Daher ist es sinnvoll, Komplettlösungen anzubieten, die Elektrotechnik mit Automatisierungs-, Energie- und Informationstechnik verbinden,“ begründete Lothar Hellmann bei der Preisverleihung die konsequent effizienztechnologische Ausrichtung des Familienunternehmens.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur mit Lothar Hellmann von Elektro Venn und Moderatorin Helene Pawlitzki
ETW Moers: Mit Pioniergeist zur eigenen Biomethananlage
Einen weiteren Preis in der selben Auszeichnungskategorie konnte außerdem das Moerser Maschinenbau- und Elektrotechnikunternehmen ETW Energietechnik GmbH erringen. Gewürdigt wurde dessen Innovationsgeist auf einem Sektor, der nicht nur dem klimaaffinen Handwerk besonders am Herzen liegt: mit einem eigenen Vorstufen-Beitrag zu dezentraler Energieversorgung – aber auch wegen des unternehmerischen Mutes, eine sich auftuende Marktlücke schnell für sich nutzbar zu machen.
Das 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter große handwerkliche Maschinenbauunternehmen ist auf Technologien für die CO2-freie Energieversorgung spezialisiert und produziert seit 1997 Industrie- und Energieanlagen, mit Fokus auf Gasmotoren-Blockheizkraftwerke und Gasaufbereitung. Beim Einstieg in den Biomethanmarkt vor gut 15 Jahren musste der Betrieb wegen des Ausfalls eines Lieferanten binnen eines Jahres eine eigene Anlage entwickeln. Heute deckt ETW die gesamte Kette vom Engineering über den Anlagenbau bis hin zur Wartung ab. Das Familienunternehmen steht damit beispielhaft für umweltfreundliche und wirtschaftliche Energieerzeugung.
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Carsten Weiss von ETW Energietechnik und Moderatorin Helene Pawlitzki
Handwerk als Motor der Energiewende
„Gleich zwei Auszeichnungen für Vorreiter-Unternehmen an Rhein und Ruhr auf dem Gebiet zukunftsweisender Lösungen für den Umgang mit Energieressourcen sind ein sichtbarer Ausdruck der im Handwerk in unserem Bezirk entwickelten hochstehenden technologischen Kompetenz und schöpferischen Erneuerungskraft. Auf die auch das seit vielen Jahren treibende und marktöffnende Engagement der Handwerkskammer Düsseldorf und ihres Zentrums für Energie, Umwelt und Klima in Oberhausen systematisch hinwirkt,“ bekundete HWK-Präsident Andreas Ehlert Stolz und Mitfreude an den Erfolgen.
Mit dem Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel" zeichnen die Rheinische Post zusammen mit dem General-Anzeiger Bonn und ihren Partnern Vorreiterinnen und Vorreiter der Transformation in NRW aus. Die ausgezeichneten Unternehmen stehen beispielhaft für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Nordrhein-Westfalen.