Jahresbestmeister 2025Moritz Jordan, Feinwerkmechaniker
An einem anspruchsvollen Arbeitsplatz, an dem er die für sein Handwerk so typischen Fähigkeiten wie Genauigkeit und Sorgfalt einbringen kann, ist Moritz Jordan tätig: Der Feinwerkmechaniker arbeitet im Institut für Kraftwerkstechnik, Dampf- & Gasturbinen der RWTH Aachen. Ein Arbeitgeber, den viele mit einem rein wissenschaftlichen Arbeitsfeld in Verbindung bringen. Eine familiäre „Vorprägung“ ist nicht zu leugnen, studierten doch beide Eltern an der RWTH. So war das Interesse des Sohnes an den verschiedenen Forschungsbereichen der renommierten Technischen Hochschule ganz natürlich.
„Mir liegt es besonders, Ruhe und Geduld in komplizierten Situationen zu bewahren. Sowohl in der Kommunikation innerhalb des Teams als auch bei der Erarbeitung von Lösungen neuer Herausforderungen.“
Doch Moritz Jordan schlug seinen eigenen Weg ein: „Für mich stand schon immer fest, dass ich einen handwerklichen Beruf ausüben möchte“. Und – nicht selbstverständlich unter Akademikern – seine Eltern haben ihn dabei auch stets unterstützt. Die ersten Berührungspunkte mit dem Handwerk gab es ebenfalls schon im Elternhaus, da auch seine Mutter bereits eine technische Ausbildung absolviert hat.
Schulpraktika in zwei handwerklichen Betrieben bestärkten Moritz in seinem ohnehin bestehenden Wunsch. Nach der Schule begann er die Ausbildung zum Industriemechaniker im Feingerätebau im Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH. Nach der Prüfung 2020 folgten seine ersten vier Gesellenjahre, in denen er wertvolle Erfahrung im Beruf sammeln konnte. Während dieser Zeit hat sich auch sein Interesse für die Meisterqualifikation entwickelt. Die Motivation: auf dem Gelernten aufbauen und Wissen in Zukunft als Ausbilder weitergeben.
Die Arbeit im Forschungsbereich bietet dem Feinwerkmechaniker ständige Abwechslung – von der Fertigung von Einzelbauteilen oder Baugruppen, die an den Prüfständen in der eigenen Versuchshalle zum Einsatz kommen bis zur Konstruktion, Fertigungsplanung und Montage bei Projektpartnern. Auf diese Weise kann er den gesamten Prozess miterleben und steuern. Perspektivisch wird der Erkelenzer in den nächsten Jahren die Werkstattleitung übernehmen.
Kein Zweifel, Moritz Jordan ist „angekommen“. Auf seinen Werdegang blickend, hebt der 27-Jährige eine Tatsache hervor, die oft aus dem Blick gerät – wie sehr eine erfüllte Berufstätigkeit auch die Persönlichkeit beeinflusst: „Ich finde, dass mich meine Ausbildung sehr geprägt hat. Ich habe dadurch mit 18 Jahren meinen Start ins Berufsleben gewagt und einen Arbeitsbereich kennengelernt, der mir zuvor größtenteils fremd war. Diese Erfahrungen haben entsprechend auch einen großen Teil dazu beigetragen, wer ich heute bin.“