13.05.2026Triales Studium: Jetzt informieren!
Studienbeginn im Wintersemester 2026/2027
Mit einem Trialen Studium an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach lässt sich berufliche und akademische Ausbildung optimal verbinden. Möglich ist das seit dem Ausbildungsbeginn 2025 mit dem neu konzipierten Studiengang "Betriebswirtschaftslehre B.A. - Studienvertiefung Management im Mittelstand (KMU)". Ausbildung, Meister- und Studienabschluss können in 4 Jahren erreicht werden. Ideal für alle, die sich ehrgeizige Ziele setzen wollen!
Drei Abschlüsse in vier Jahren
So läuft die Qualifizierung ab: Man startet mit der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule in einem der über 130 Ausbildungsberufe im Handwerk. Das Studium in Mönchengladbach läuft – immer parallel – freitagabends und samstags. Nach 3 Jahren Ausbildung schließt im 7. und 8. Semester der Besuch der Meisterschule an. Nach 8 Semestern haben Absolventen dann alle drei Abschlüsse in der Tasche.
Das Studienkonzept sieht vor, den Studierenden in den „BWL-Modulen" (gemeinsam mit allen BWL-Studierenden) erst einmal die betriebswirtschaftlichen Grundlagen nahezubringen. Ab dem 5. Semester geht es in die Vertiefung „Management in KMU“. Zu den handwerksspezifischen Modulen, bei denen 6 aus 8 gewählt werden können, gehört beispielsweise „Unternehmensstrategie und Unternehmensführung in KMU und Handwerk“.
Mehr Flexibilität mit neuem Studienkonzept
Der Studiengang ist grundsätzlich mit jedem handwerklichen Ausbildungsberuf kombinierbar und bietet neben der Zeitersparnis auch genügend Flexibilität, um das Programm an die individuellen Bedürfnisse anzupassen – etwa beim Zeitpunkt von Studienstart oder Meisterschule, Auslandssemester, Meisterschule in Vollzeit oder neben der Arbeit. Auch wer bereits über eine abgeschlossene Ausbildung im Handwerk verfügt, kann noch einsteigen. Der Beginn ist zum Sommer- und Wintersemester möglich.
Die Vorteile der Dreifach-Qualifikation: Das Triale Studium macht die Absolventinnen und Absolventen zu Spezialisten im Handwerk mit betriebswirtschaftlichem Know-how und bereitet optimal auf Führungsaufgaben und Selbstständigkeit vor. Als Handwerkskammer, Hochschule und Kreishandwerkerschaften das Programm vor rund 10 Jahren gemeinsam ins Leben gerufen haben, hatten sie auch die Betriebe im Blick – damit diese leistungsstarke Schulabgänger schon früh und langfristig an das eigene Unternehmen binden und so den Fach- und Führungskräftenachwuchs sichern können. So haben seit der Einführung viele Handwerkerinnen und Handwerker aus Familienbetrieben an dem Qualifizierungsprogramm teilgenommen – häufig mit dem Ziel der Betriebsübernahme.
Weil das Studium eine hohe Leistungsbereitschaft voraussetzt, ist das Modell nicht für jeden geeignet. Sehr wichtig für alle Studieninteressenten ist deshalb die Beratung vorab. Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer Düsseldorf für alle Fragen rund um das Triale Studium ist Stefanie Markgraf. Im Mai und Juli bietet die Handwerkskammer online-Infoveranstaltungen an.
Stimmen von Studierenden:
Jan-Philipp Nölle, Anlagenmechaniker aus Krefeld, B.A. Handwerksmanagement
Wie war Ihr Werdegang bis zum Beginn des Studiums? Nach dem Abitur habe ich zunächst ein Sportstudium in Köln abgeschlossen. Anschließend bin ich in den elterlichen Betrieb gegangen, jedoch schon mit der Ambition, mehr als „nur“ eine Ausbildung zu absolvieren. Mich interessierte sowohl das Handwerkliche als auch das Wirtschaftliche.ie Nähe zum Handwerk prägt mich bereits mein Leben lang – ob ich mich, schon früh, in der Tischlerei meines Vaters aufgehalten oder im Teenageralter in den Ferienzeiten ausgeholfen habe. Gleichzeitig waren die Leistungen in der Schule so gut, dass ich das Abitur machen wollte. Eine künftige Tätigkeit als Selbstständiger bzw. Geschäftsführer hatte ich da bereits im Blick, da es bei den Zukunftsüberlegungen um die Fortführung des Familienbetriebes ging. Meine Eltern haben mich allerdings nie gedrängt – weder, überhaupt das Handwerk auszuüben noch später, die Ausbildung zu beschleunigen.
Wie sind Sie auf das Triale Studium aufmerksam geworden und welche Erwartungen verbinden Sie damit? Ich bin durch eigene Recherche im Internet auf den Studiengang aufmerksam geworden. Da wir ein Familienbetrieb sind, ist eine spätere Übernahme naheliegend. Nach wie vor stehe ich jedoch auch anderen Tätigkeiten offen gegenüber.
Wie beurteilen Sie die Neukonzeptionierung des Studiengangs? Den Studiengang von fünf auf vier Jahre zu verkürzen, halte ich für sinnvoll, da die Zeit – und damit auch die Bereitschaft, das Ganze durchzuziehen – schon sehr lange ist!
Welche Strategien haben Sie, damit der Stress nicht zu groß wird? Klare Strukturierung, ein genauer Zeitplan und genug Ausgleich durch Sport! Ohne eigene Disziplin und die bewusste Entscheidung, den Studiengang konsequent durchzuziehen, ist es aussichtslos. Ich versuche, keine Lücken entstehen zu lassen, die mich in Zukunft behindern würden ...
Welche Erfolge und positiven Erlebnisse gab es für Sie bisher? Meine bestandene Ausbildung sehe ich als einen ersten Erfolg, ebenso die Einhaltung der Regelstudienzeit, sodass ich jetzt „voll im Plan“ meinen Meister machen kann.
Wem würden Sie das Triale Studium empfehlen? Was sollten Studienanfänger/innen beachten? Bevor man sich für das triale Studium entscheidet, sollte man genau überlegen und abwägen – der Weg ist durchaus schwer und erfordert viel Biss und Disziplin. Wenn man aber bereit ist, dies alles auf sich zu nehme, stehen einem danach alle Türen offen. würde das Studium jedem empfehlen der ein klares Ziel und den nötigen Ehrgeiz mitbringt. Eine gute Organisation und die Kombination aus Arbeiten, Studieren und Freizeit, viel Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Letztlich sollte man sich jedoch auch nicht von Rückschlägen oder Abweichungen vom Plan zurückwerfen lassen, sondern wieder neu fokussieren und nach eigenen Lösungen suchen.
Julian Thieme, Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik aus Düsseldorf, 2. Semester BWL
Welche Kontakte zum Handwerk hatten Sie vor Beginn des Studiums? Ich habe zwei Praktika im Handwerk gemacht und befand mich nach dem Abitur in der Ausbildung. Ich hatte das erste Lehrjahr beendet, als ich über Post der HWK vom Trialen Studium erfahren habe.
Gab es jemanden, der Sie bei Ihrer Entscheidung bestärkt hat? Meine Eltern!
Wie organisieren Sie sich? Bei der zeitlichen Planung bin ich zum Glück relativ flexibel, auch weil mein Arbeitgeber mir das Arbeiten in Gleitzeit ermöglicht. Ich versuche mit der Erstellung von Lernplänen das Pensum so gut wie möglich zu strukturieren, oder auch Fahrtzeiten zum Lernen zu nutzen.
Wo sehen Sie die Vorteile und den Erfolg, wo die Herausforderungen des Studiums? Jede bestandene Klausur ist natürlich ein Erfolg. Herausforderungen sehe ich sowohl in den zeitlichen als auch den logistischen Gegebenheiten. Je nach Entfernung und Arbeitsende ist der Weg nach Mönchengladbach knapp bemessen, wenn man freitags an der Vorlesung um 17 Uhr teilnehmen will. Führerschein und Auto sind also Voraussetzung. Der große Vorteil ist die Verkürzung bis zum Meistertitel – vorausgesetzt, man bringt Eigeninitiative mit und es fällt einem nicht schwer, selbstständig zu wiederholen und – vor allem in Klausurphasen – neben der Arbeit zu lernen.