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Wege ins Handwerk

Von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechaniker - über 130 Ausbildungsberufe im Handwerk bieten jede Menge Chancen.

Warum studieren? Mach, was dich glücklich macht! Eine Ausbildung in einem Handwerksberuf, in dem du all deine Talente und Ideen einbringen kannst. Doch wie läuft eine Ausbildung ab? Gibt es auch alternative Wege? Bei allen Fragen helfen gerne unsere Ausbildungsberaterinnen und-berater.



Berufsorientierung, Bewerbung, Ausbildungsplatzsuche

Eine gute und gelungene Ausbildung ist der erste wichtige Schritt in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Mit dem Projekt "Starthelfer" unterstützt die Handwerkskammer Düsseldorf Schüler, Auszubildende und Eltern bei Berufswahl, Bewerbung und Lehrstellensuche.

  • Welche Möglichkeiten bietet eine Ausbildung im Handwerk?
  • Wie kommt man an einen passenden Ausbildungsplatz?
  • Und was muss man bei der Bewerbung beachten?

Das Angebot ist kostenfrei. Auf jeden Fall lohnt auch ein Blick in die Online-Lehrstellenbörse .



Praktikum: Erst ausprobieren - dann einsteigen!

Für den ersten Kontakt mit dem späteren Beruf ist ein Praktikum ein guter Weg. Jugendliche erhalten Einblick in das Berufsleben, können Kontakte knüpfen und Erfahrung gewinnen. Praktika machen sich gut in künftigen Bewerbungen und können entscheidend für die Einstellung sein. Und Betriebe haben den Vorteil, dass sie den möglichen Auszubildenden frühzeitig kennenlernen.

Welche Praktikumsarten gibt es?

  • Schülerpraktikum: Pflicht in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemeinbildenden Schulen. Dauer: 2 bis 3 Wochen.
  • Ferienpraktikum: Freiwillig, ohne schulischen Bezug. Schüler müssen min. 15 Jahre alt sein. Mehr als 4 Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt.
  • Praktikum - vorgeschrieben für die Berufsausbildung oder das Studium. Hier gibt es gesonderte Regelungen, die beim jeweiligen Träger zu erfragen sind.

Lehrstellen- und Praktikumsbörse

Unsere Online-Börse hilft bei der Suche nach freien Plätzen. Betriebe können kostenfrei Plätze anbieten:

Praktikumsplätze finden
Praktikumsplätze anbieten

Langzeitpraktikum - Einstiegsqualifizierung

Nicht immer klappt der Sprung von der Schule in den Beruf auf Anhieb. Wer kein Jahr verlieren möchte, für den ist eine Einstiegsqualifizierung (EQ) eine Alternative. Daran teilnehmen können Jugendliche, die bis zum 30. September eines jeden Jahres noch keinen Ausbildungsvertrag oder eingeschränkte Vermittlungschancen haben.

Fördergeber ist das Bundesministerium für Arbeit. Ausgezahlt wird die Förderung über die örtlichen Agenturen für Arbeit .

  • Dauer: 6 bis 12 Monate
  • Ziel  ist die Vermittlung von Grundkenntnissen und -fertigkeiten, um junge Menschen auf eine anschließende Berufsausbildung vorzubereiten
  • Die Agentur für Arbeit erstattet auf Antrag des Betriebs monatlich nachträglich Teile der Vergütung (max. 216 EUR) und den pauschalisierten Sozialversicherungsbeitrag in Höhe von 109 EUR
  • Vertragsbeginn: in der Regel zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar eines Jahres
  • Vermittlung von Bewerbern aus den Vorjahren ab 1. August möglich
  • Nach Ablauf der EQ erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der Handwerkskammer und ein Zeugnis vom Betrieb. In Einzelfällen können die Zeiten der EQ auch auf die nachfolgende Ausbildung in demselben Beruf angerechnet werden.



Duale Ausbildung - zwei Lernorte

Die Berufsausbildung wird als dual bezeichnet, weil sie an zwei Lernorten - im Betrieb und in der Berufsschule - stattfindet. Im Betrieb überwiegen die praktischen, in der Berufsschule die theoretischen Inhalte.

Ausbildung im Betrieb

Die Ausbildung im Betrieb richtet sich nach der Ausbildungsordnung. Darin sind u.a. die Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Ausbildungsrahmenpläne und Prüfungsanforderungen für die jeweiligen Berufe geregelt.

Ergänzt wird die Ausbildung in vielen Handwerksberufen durch Kurse in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Die Auszubildenden werden mit aktuellen Techniken und Technologien vertraut gemacht, die zu den praktischen Aufgaben ihrer Berufsausbildung gehören.

Ausbildung an der Berufsschule

Die Ausbildung an den Berufsschulen richtet sich nach landeseinheitlichen Lehrplänen, die vom Schulministerium erlassen werden. Neben berufsbezogenen Fächern werden auch Fächer wie Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde oder Sport unterrichtet.

Der Unterricht erfolgt wöchentlich an ein oder zwei achtstündigen Unterrichtstagen oder zusammenhängend, d.h. wochenweise im Block. Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, Lehrlinge zum Besuch des Berufsschulunterrichtes anzuhalten und für diese Zeit freizustellen. Die Unterrichtsstunden werden auf die Arbeitszeit angerechnet.

Nach Abschluss eines Schuljahres erhalten die Schüler ein Zeugnis, in dem vermerkt ist, ob die Leistungsanforderungen der Klasse erfüllt wurden. Die Wiederholung einer Klasse erfolgt nur, wenn es zu einer Verlängerung des Berufsausbildungsverhältnisses kommt.

Berufsschulabschluss

Der Berufsschulabschluss wird unabhängig vom beruflichen Abschluss (Gesellen-/ Abschlussprüfung) zuerkannt. Voraussetzung ist, dass die Leistungen am Ende des Bildungsganges den Anforderungen entsprechen.

Der Abschluss der Berufsschule ist dem Abschluss der Hauptschule nach der Klasse Typ A gleichwertig. Wer die Berufsschule mit der Gesamtnote 3,0 oder besser abschließt, seine Gesellen- bzw. Abschlussprüfung besteht und die für die Fachoberschulreife notwendigen Englischkenntnisse nachweisen kann, erhält den Abschluss Fachoberschulreife.

Auch der Abschluss Fachhochschulreife kann in der Berufsschule erreicht werden, wenn die Voraussetzungen zur Erreichung der Fachoberschulreife erfüllt und zusätzlich Fächer besucht werden, die für den Erwerb der Fachhochschulreife erforderlich sind.

Ausbildungdauer

Sie beträgt - je nach Beruf - zwischen 2 und 3½ Jahren. Eine Verkürzung oder Verlängerung bzw. eine Teilzeitberufsausbildung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Ausbildung im Ausland

Bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit kann - in Absprache mit dem ausbildenden Betrieb - im Ausland absolviert werden.

Ausbildung in Teilzeit

Während Teilzeit im Arbeitsleben selbstverständlich ist, geht man in der Ausbildung in der Regel immer noch von einer 40-Stunden-Woche aus. Doch das muss nicht sein: Bei berechtigtem Interesse kann auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Betrieb die Arbzeitszeit verkürzt werden. Ein berechtigtes Interesse liegt z. B. bei Auszubildenden vor, die ein eigenes Kind oder einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu betreuen haben. Eine wöchentliche Mindestausbildungszeit von 25 Stunden soll nicht unterschritten werden.

Dauer

Die Teilzeitausbildung führt grundsätzlich nicht zu einer Verlängerung der kalendarischen Gesamtausbildungsdauer. Im Einzelfall kann die Teilzeitausbildung aber mit einer Verlängerung der kalendarischen Ausbildungsdauer verbunden werden, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Die Vereinbarungen sind im Ausbildungsvertrag festzuhalten.

Berufsschule

Der Teilzeitauszubildende muss den Berufsschulunterricht vollständig besuchen. Die Anrechnung der Berufsschulzeit auf die wöchentliche Ausbildungszeit erfolgt nach allgemeinen Grundsätzen.

Urlaubsanspruch

Der Urlaubsanspruch richtet sich nach der Anzahl der Arbeitstage. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit ist hierfür irrelevant. Teilzeitauszubildende, die an genauso vielen Tagen wie Vollzeitauszubildende arbeiten, haben den gleichen Urlaubsanspruch. Arbeiten Teilzeitauszubildende an weniger Tagen in der Woche als Vollzeitauszubildende, ist der Urlaub entsprechend zu kürzen.

Ausbildungsinhalte

Die überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahmen müssen bei einer Teilzeitausbildung vollständig besucht werden. Die Ausbildungsinhalte werden an die Teilzeitausbildung angepasst. Da es sich bei den Teilzeitausbildungen immer um Einzelfälle handelt, sind diese mit dem jeweils zuständigen Ausbildungsberater abzustimmen.

Ausbildung im Verbund

Bei einem Ausbildungsverbund schließen sich mehrere Betriebe (mindestens zwei) zusammen, um gemeinsam einen Lehrling auszubilden. Der Auszubildende wechselt phasenweise in einen Partnerbetrieb, um dort die Arbeiten zu erlernen, die der Verbundpartner nicht vermitteln kann. Interessant ist dieses Ausbildungsmodell besonders für hoch spezialisierte Unternehmen. Aber auch für Betriebe, die neu gegründet wurden, die zu klein sind oder denen es an fachlichen oder organisatorischen Voraussetzungen für die Durchführung der Ausbildung fehlt.

Eine Ausbildung im Verbund wird gefördert. Bezuschusst werden Personal- und Sachkosten für betriebliche Ausbildungsplätze in Ausbildungsverbünden.

Voraussetzungen für eine Förderung

  • Es muss sich um einen Beruf mit mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer handeln.
  • Der Betrieb, mit dem der oder die Auszubildende den Ausbildungsvertrag schließt, kann nicht alle nach der Ausbildungsordnung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten im vollen Umfang vermitteln.
  • Dieser Betrieb darf noch nicht oder nicht mehr als zwei Ausbildungsjahrgänge in den zurückliegenden drei Jahren ausgebildet haben.
  • Mindestens sechs Monate der betrieblichen Ausbildung müssen von einem oder mehreren Verbundpartnern übernommen werden.
  • Die Verbundbetriebe müssen in Nordrhein-Westfalen ansässig sein.

Höhe der Förderung

Die finanzielle Unterstützung  wird als Zuschuss gewährt, d. h. die bereit gestellten Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden.

Der Zuschuss beträgt 4.500 Euro je Ausbildungsplatz.

Die Auszahlung wird vom Nachweis der besetzten Ausbildungsplätze abhängig gemacht. Wird das Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet, reduziert sich die Bewilligungssumme bzw. kann vollständig zurückgefordert werden.

Antragsverfahren

Der Antrag muss vor Ausbildungsbeginn (für die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln) dem Versorgungsamt Köln vorliegen.



Duales Studium: Kombination von Studium und Lehre

Mit einem dualen Studium erreichen (Fach-)Abiturienten einen Hochschulabschluss mit integrierter Lehre oder intensiven Praxisphasen. Die Studierenden können von Anfang an ihr gelerntes theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen.

Die Handwerkskammer Düsseldorf kooperiert mit:
  • FOM Hochschule für Ökonomie und Management (Studienorte: u.a. Düsseldorf, Essen, Duisburg und Wesel)
  • Westfälischen Hochschule (Studienort: Gelsenkirchen). Zielrichtung ist jeweils eine breite Qualifikation mit besten Karriereoptionen.

Zur Auswahl stehen folgende Studiengänge:

Bachelor of Arts (B. A.) in Business Administration

Kooperationspartner: FOM an den Standorten Düsseldorf, Essen, Duisburg und Wesel
www.fom.de/fom-school-of-dual-studies/bachelor-studiengaenge/business-administration



Bachelor of Engineering (B.Eng.) in Elektrotechnik

Kooperationspartner: FOM am Standort Essen
www.fom.de/school-of-dual-studies/bachelor-studiengaenge/elektrotechnik



Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Maschinenbau

Kooperationspartner: FOM am Standort Essen
www.fom.de/school-of-dual-studies/bachelor-studiengaenge-ausbildungsbegleitend/maschinenbau-in-kooperation.html



Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Mechatronik

Kooperationspartner: FOM am Standort Essen
www.fom.de/school-of-dual-studies/bachelor-studiengaenge/mechatronik/



Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Versorgungs- und Entsorgungstechnik

Kooperationspartner: Westfälische Hochschule am Standort Gelsenkirchen
www.versorgung-entsorgung.w-hs.de

Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Wirtschaftsingenieurwesen/Facility Management

Kooperationspartner: Westfälische Hochschule am Standort Gelsenkirchen
www.versorgung-entsorgung.w-hs.de



Bachelor of Engineering (B. Eng.) in Bauingenieurwesen

Kooperationspartner: BZB und Bergische Universität Wuppertal an den Standorten Krefeld und Wuppertal
www.bauing.uni-wuppertal.de



Bachelor of Science (BSc) Optometrie

ZVA-Bildungszentrum am Standort Knechtsteden
www.zva-akademie.de

Michael Eßer
Ausbildungsberater

Tel. 0211 8795-626
michael.esser--at--hwk-duesseldorf.de

Triales Studium: Handwerksmanagement - Betriebswirtschaftslehre

Das triale Studium kombiniert berufliche und akademische Bildung. Absolventen entwickeln sich zum Spezialisten im Handwerk mit umfangreichen betriebswirtschaftlichen Wissen. Sie erlangen drei Abschlüsse: Geselle - Meister - Bachelor of Arts (Handwerksmanagement). Das Studienprogramm ist eine Kooperation der Handwerkskammer Düsseldorf, den Kreishandwerkerschaften Mönchengladbach und Niederrhein, dem Berufskolleg für Technik und Medien in Mönchengladbach und der Hochschule Niederrhein.

Info-Abende in der Hochschule Niederrhein

  • 30. Juni 2016, 18:30 Uhr

Mehr Infos: www.triales-studium.nrw



Zielgruppe

Interessierte, die sich eine gleichzeitige Qualifizierung in einem Handwerksberuf und im betriebswirtschaftlichen Bereich wünschen. Der Studiengang beginnt mit Aufnahme der Ausbildung im Handwerk.

Wer bereits über eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung verfügt und derzeit in einem gültigen Beschäftigungsverhältnis steht, kann sich ebenfalls bewerben. In diesem Fall wird die Ausbildung angerechnet, und Interessierte absolvieren ausschließlich den Meister- sowie Bachelor-Abschluss.

Vorteile für Studierende

Die Studierenden erwerben drei Abschlüsse in nur einem Studiengang und entwickeln sich somit zum Spezialisten im Gewerk bei gleichzeitiger Beherrschung umfangreicher betriebswirtschaftlicher Kenntnisse.

Vorteile für Betriebe

Für Unternehmen bietet der triale Studiengang Qualifizierung und Sicherung des Fach- und Führungskräftenachwuchses im Handwerk. Die Studierenden erlernen während des Studiums handwerkliche und betriebswirtschaftliche Kenntnisse gleichermaßen. Zudem wird eine frühe Bindung an den Ausbildungsbetrieb erreicht.

Studienverlauf

Beginn jährlich zum Wintersemester. Dauer: insgesamt 5 Jahre.

Im ersten Studienjahr sieht der Studienverlauf neben drei praktischen Tagen im Ausbildungsbetrieb, einen zweitägigen Aufenthalt im Berufskolleg und einen eintägigen Hochschulaufenthalt vor. Ab dem dritten Semester reduziert sich der Besuch am Berufskolleg auf einen Tag, während der Hochschulaufenthalt sich auf zwei Tage verlängert. Nach dem fünften Semester legen die Studierenden ihre Gesellenprüfung in ihrem Gewerk vor der Handwerkskammer ab.

Mit der abgeschlossenen Ausbildung erhöht sich für ein Jahr die Anzahl der praktischen Tage im Handwerksbetrieb auf vier, während der Hochschulaufenthalt unverändert bei zwei Tagen verbleibt. Während des achten und neunten Semesters besuchen die Studierenden dann die Meisterschule sowie auch weiterhin die Hochschule. Im zehnten und somit letzten Semester befinden sich die Studierenden erneut vier praktische Tage im Handwerksbetrieb und zwei Tage an der Hochschule, bevor sie anschließend ihre Meisterprüfung ablegen und den Bachelorabschluss erlangen.

Über die gesamte Studiendauer setzt sich der Hochschulaufenthalt aus den Präsenzveranstaltungen und einem Zeitrahmen für das Selbststudium zusammen.

Rebecca Haag
Beraterin Triales Studium

Tel. 0211 8795-605
Fax 0211 8795-602
rebecca.haag--at--hwk-duesseldorf.de





Dr. Christian Henke

Geschäftsführer

Georg-Schulhoff-Platz 1
40221 Düsseldorf